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Ausgabe von 06:00 CETDienstag, 4. August 2026
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Freitag, 24. April 2026

Milliardär gegen Bürgermeister: Citadel droht mit Rückzug aus New York nach Steuerplänen

Die Fronten zwischen New Yorks neuem Bürgermeister Zohran Mamdani und einem der reichsten Männer Amerikas verhärten sich. Nur wenige Tage, nachdem Mamdani in einem Video vor dem Stadthaus des Hedgefonds-Gründers Ken Griffin eine neue Steuer auf Zweitwohnungen im Wert von über fünf Millionen Dollar angekündigt hatte, droht dessen rechte Hand mit Konsequenzen. Gerald Beeson, Chef des operativen Geschäfts bei Citadel, schrieb in einer unternehmensweiten Mitteilung, die Nennung Griffins sei „beschämend“ und verwies darauf, dass der Konzern seinen Sitz längst nach Miami verlegt habe.

Der Bau eines sechs Milliarden Dollar schweren neuen Bürokomplexes in Manhattan stehe nun zur Überprüfung an. Aus New Yorker Sicht ist Mamdanis Vorstoß ein populistisches Signal an eine Wählerschaft, die unter explodierenden Mieten leidet. Die sogenannte Pied-à-terre-Steuer soll ausländische Investoren und Superreiche treffen, die Luxusimmobilien als bloße Zweitwohnsitze nutzen.

Aus Miami, wohin Citadel und die Schwesterfirma Citadel Securities bereits abgewandert sind, wird der Schritt als Teil eines anhaltenden Exodus interpretiert: Florida lockt mit niedrigeren Steuern und weniger Regulierung. Beobachter in Washington sehen darin einen weiteren Test für die Standortattraktivität von US-Metropolen, die mit progressiven Steuermodellen experimentieren. Für ein deutschsprachiges Publikum ist die Entwicklung doppelt relevant.

Städte wie Berlin oder Zürich debattieren ebenfalls über Zweitwohnungssteuern und den Umgang mit milliardenschweren Investoren. Der Fall zeigt, wie schnell symbolische Steuerpolitik reale Investitionsentscheidungen kippen kann. Sollte Citadel sein Projekt tatsächlich zurückfahren, wäre dies ein herber Verlust für New Yorks Finanzviertel – und eine Warnung für europäische Metropolen, die ähnliche Abgaben planen.

Die Frage ist nicht mehr, ob Superreiche Standorte wechseln, sondern zu welchem Preis Städte bereit sind, sie zu halten.

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Milliardär gegen Bürgermeister: Citadel droht mit Rückzug aus New York nach Steuerplänen

Die Fronten zwischen New Yorks neuem Bürgermeister Zohran Mamdani und einem der reichsten Männer Amerikas verhärten sich. Nur wenige Tage, nachdem Mamdani in einem Video vor dem Stadthaus des Hedgefonds-Gründers Ken Griffin eine neue Steuer auf Zweitwohnungen im Wert von über fünf Millionen Dollar angekündigt hatte, droht dessen rechte Hand mit Konsequenzen. Gerald Beeson, Chef des operativen Geschäfts bei Citadel, schrieb in einer unternehmensweiten Mitteilung, die Nennung Griffins sei „beschämend“ und verwies darauf, dass der Konzern seinen Sitz längst nach Miami verlegt habe.

Der Bau eines sechs Milliarden Dollar schweren neuen Bürokomplexes in Manhattan stehe nun zur Überprüfung an. Aus New Yorker Sicht ist Mamdanis Vorstoß ein populistisches Signal an eine Wählerschaft, die unter explodierenden Mieten leidet. Die sogenannte Pied-à-terre-Steuer soll ausländische Investoren und Superreiche treffen, die Luxusimmobilien als bloße Zweitwohnsitze nutzen.

Aus Miami, wohin Citadel und die Schwesterfirma Citadel Securities bereits abgewandert sind, wird der Schritt als Teil eines anhaltenden Exodus interpretiert: Florida lockt mit niedrigeren Steuern und weniger Regulierung. Beobachter in Washington sehen darin einen weiteren Test für die Standortattraktivität von US-Metropolen, die mit progressiven Steuermodellen experimentieren. Für ein deutschsprachiges Publikum ist die Entwicklung doppelt relevant.

Städte wie Berlin oder Zürich debattieren ebenfalls über Zweitwohnungssteuern und den Umgang mit milliardenschweren Investoren. Der Fall zeigt, wie schnell symbolische Steuerpolitik reale Investitionsentscheidungen kippen kann. Sollte Citadel sein Projekt tatsächlich zurückfahren, wäre dies ein herber Verlust für New Yorks Finanzviertel – und eine Warnung für europäische Metropolen, die ähnliche Abgaben planen.

Die Frage ist nicht mehr, ob Superreiche Standorte wechseln, sondern zu welchem Preis Städte bereit sind, sie zu halten.

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