
Nach 13 Nächten Angriffe: USA setzen Bombardements aus und signalisieren diplomatischen Spielraum
US-Botschafter Waltz erklärt, Präsident Trump gebe den Verhandlungen mit Iran „etwas Raum“; Teheran knüpft eigene Zurückhaltung an eine Fortsetzung der Waffenruhe.
Nach dreizehn aufeinanderfolgenden Nächten mit US-Luftangriffen auf Iran hat das Pentagon die Operationen ausgesetzt. Mike Waltz, der Botschafter der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen, sagte am Sonntag in einem Interview mit Fox News, Präsident Donald Trump gewähre den Gesprächen mit Iran „etwas Raum“ und „eine kleine Marge“. Die Kampfhandlungen, die das US-Militär als die umfangreichsten seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom April bezeichnet, waren zuletzt in der Nacht zum Freitag fortgesetzt worden.
Aus Washingtoner Sicht bleibt die militärische Option bestehen. Waltz betonte, die USA seien weiterhin „in Bereitschaft“ für weitere Schläge, und es seien „zusätzliche Ressourcen in die Region entsandt“ worden. Ein namentlich nicht genannter hoher Regierungsbeamter erklärte gegenüber Reuters, der Präsident habe stets klargemacht, dass er die Diplomatie bevorzuge, Iran aber gezeigt, was geschehe, wenn das Land nicht ernsthaft an den Verhandlungstisch komme. Steven Cheung, Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, fügte hinzu, alle Optionen blieben auf dem Tisch, sollte Iran seine „terroristischen Aktionen in der Straße von Hormus oder gegen Verbündete“ fortsetzen. Die iranische Zeitung Donya-e Eqtesad zitierte Waltz zudem mit der Behauptung, innerhalb der iranischen Führung gebe es Meinungsverschiedenheiten, die eine diplomatische Lösung erschwerten; auf die Frage nach einem Zeithorizont habe der Botschafter geantwortet, dieser Krieg dauere bereits 47 Jahre.
Teheran stellte die eigene Feuerpause unter Bedingungen. Der Sprecher der iranischen Armee, Mohammad Akrami Nia, erklärte, die Strategie seines Landes sei stets vergeltungsorientiert gewesen; da die amerikanischen Angriffe in den vergangenen zwei Nächten ausgeblieben seien, habe man die Vergeltungsschläge eingestellt. Ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Position Irans sei spiegelbildlich: „Wenn die Angriffe aufhören, wird auch Iran seine Operationen einstellen.“ Diese Botschaft sei den USA übermittelt worden. Derselbe Vertreter äußerte jedoch Skepsis und nannte die Unterbrechung „taktisch, nicht echt“.
Parallel zu den Gefechtspausen fanden in Teheran technische Gespräche zwischen Iran und Oman über die Verwaltung der Straße von Hormus statt. Außenamtssprecher Esmail Baghaei bestätigte mehrere Verhandlungsrunden am Freitag und Samstag, die sich mit gemeinsamen Grundsätzen und Ausführungsmechanismen für die sichere Durchfahrt befassten; er bezeichnete die Gespräche als „nützlich“ und fortschrittlich. Das US-Portal Axios berichtete, das Pentagon habe Trump einen Plan zur Fortsetzung der Angriffe vorgelegt, der Präsident habe die Genehmigung jedoch verweigert und die Einstellung der Schläge angeordnet, nachdem eine omanische Delegation zu Gesprächen über eine neue Regelung für die Wasserstraße in Teheran eingetroffen sei. Eine Veränderung der Schifffahrtslage im Hormus habe es laut Baghaei nicht gegeben.
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| Arabische Golfpresse | +0.30 | aligned |
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Washington pauses strikes only after suffering losses; the truce is tactical and does not change the aggressive nature of the United States. Diplomacy is seen as a propaganda tool to cover up military defeat.
The pause in US strikes on Iran is met with relief by oil markets and neighboring countries, but security concerns persist. The Gulf remains vigilant and ready to defend its infrastructure.
The suspension of strikes is seen as a diplomatic opening but also as a calculated pause after a show of force. Trump has reiterated that military pressure will continue if necessary, while Iran suffers significant blows.
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