
Nach WM-Fiasko: Südkoreas Ex-Trainer und Ex-Verbandsboss im Parlament
Die Anhörung vor dem Sportausschuss erfolgte nach dem überraschenden Ausscheiden in der Gruppenphase und Vorwürfen der Vetternwirtschaft sowie der Intransparenz bei der Trainerbestellung.
Die südkoreanische Nationalmannschaft, von den heimischen Medien als „goldene Generation“ gefeiert, scheiterte in der Vorrunde der WM 2026. Nach einem 2:1-Auftaktsieg gegen Tschechien verlor das Team um die Stars Son Heung-min, Kim Min-jae und Lee Kang-in mit 0:1 gegen Gastgeber Mexiko und anschließend ebenso knapp gegen Südafrika. Im entscheidenden Gruppenspiel, in dem ein Unentschieden zum Einzug ins Sechzehntelfinale gereicht hätte, setzte Trainer Hong Myung-bo den erfahrenen Kapitän Son überraschend auf die Bank. Die 0:1-Niederlage besiegelte das Aus und löste heftige Fanproteste aus; am Flughafen wurde der Trainer ausgepfiffen.
Hong trat nach der Rückkehr zurück, ebenso wie Verbandschef Chung Mong-gyu, der sein Amt am 6. Juli nach dreizehn Jahren niederlegte. Staatspräsident Lee Jae Myung machte „inkompetente Personen“ und Günstlingswirtschaft für das Scheitern verantwortlich, ohne Hong namentlich zu nennen. Die politische Aufarbeitung gipfelte in einer Anhörung vor dem Sportausschuss der Nationalversammlung, zu der beide als Zeugen geladen waren.
Dort räumte Hong ein, als Cheftrainer letztlich an den Ergebnissen gemessen zu werden, und übernahm die volle Verantwortung. Zugleich bestritt er jegliche Begünstigung bei seiner Ernennung im Juli 2024. Berichten über ein informelles Treffen in der Nähe seines Hauses, das die Transparenz in Frage stellte, hielt er entgegen, die ordentlichen Verfahren seien eingehalten worden. Die kolportierte Vergütung von 3,8 Milliarden Won (etwa 2,6 Millionen Dollar) wies er als falsch zurück, nannte aber seinen tatsächlichen Lohn nicht.
Chung Mong-gyu entschuldigte sich für das enttäuschende Abschneiden, wies jedoch den Vorwurf der Bevorzugung von Absolventen der Korea-Universität zurück. Nur einer von 25 unter seiner Ägide berufenen Trainern stamme von dieser Hochschule, so der langjährige Funktionär. Parallel zur parlamentarischen Befragung untersucht das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus die Führungsstrukturen des Verbandes.
Das frühe Scheitern der als titelfähig eingeschätzten Mannschaft bei der erstmals mit 48 Teams ausgetragenen Endrunde in Mexiko, den USA und Kanada wirft ein Schlaglicht auf die seit längerem kritisierte Verbandsführung. Während Spanien im Finale am 19. Juli Argentinien mit 1:0 bezwang, steht der südkoreanische Fußball vor einer ungewissen Aufarbeitung der strukturellen Mängel.
| Lateinamerikanische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | −0.30 | critical |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.60 | critical |
South Korea must answer for its opaque management and sporting failure; the federation is accused.
It turns a sports defeat into a parliamentary investigation, legitimizing political intervention by emphasizing alleged irregularities.
It omits the fans' reaction at the airport and the benching of Son Heung-min, which are central in the African bloc.
The coach takes responsibility and Parliament investigates to clarify facts; the matter is routine administration.
It normalizes the event as administrative routine, dampening controversy through neutral, procedural language.
It omits the fan protests and harsher political criticism present in the Latin American bloc.
The coach is responsible for the disaster and fans are right to protest; his management is a personal failure.
It focuses blame on a single individual, the coach, making him the target of popular criticism through emotional details like the jeering at the airport.
It omits the parliamentary investigation into federation irregularities, which is central in the Latin American bloc.
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