
Ölpreise steigen nach Wiederaufflammen der Kämpfe im Nahen Osten
Nach einem kurzen Waffenstillstand haben die USA und Saudi-Arabien Luftangriffe auf iranische Stellungen geflogen; der Iran griff Tanker und eine US-Basis an.
Die Ölpreise sind am Mittwoch um mehr als drei Prozent gestiegen, nachdem die Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder aufgenommen wurden. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Morgen rund 87 Dollar, nachdem es am Vortag noch auf ein Zweiwochentief gefallen war. Die erneute Eskalation folgte auf eine mehrtägige Feuerpause, in der Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung aufgekommen waren. Auslöser der jüngsten Zuspitzung waren gemeinsame Luftangriffe der US-Streitkräfte und Saudi-Arabiens auf vom Iran unterstützte Milizen im Irak. Das US-Zentralkommando erklärte, die Angriffe hätten am 28. Juli stattgefunden und sich gegen Einheiten gerichtet, die von der iranischen Revolutionsgarde angewiesen worden seien, US-Truppen und saudische Energieinfrastruktur anzugreifen. Saudi-Arabien bestätigte die Beteiligung an den Schlägen.
Der Iran reagierte mit mehreren Militäraktionen: Die Revolutionsgarden meldeten den Beschuss von drei Öltankern in der Straße von Hormus. Zudem gab es Angaben zufolge einen ballistischen Raketenangriff auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien. Diese Entwicklungen ließen die Sorge vor einer Unterbrechung der Ölversorgung durch die strategische Meerenge wieder aufleben, durch die etwa ein Fünftel der globalen Öllieferungen transportiert wird. Die Preise für US-Öl der Sorte WTI stiegen ebenfalls um mehr als drei Prozent auf über 82 Dollar.
Ein weiterer preistreibender Faktor waren widersprüchliche Signale zu den US-Ölreserven. Marktquellen beriefen sich auf Daten des American Petroleum Institute (API), wonach die Rohölbestände in der vergangenen Woche um 3,3 Millionen Barrel gesunken seien. Eine andere Quelle aus dem Kreis der verfügbaren Berichte spricht jedoch von einem Anstieg um dieselbe Menge. Die offiziellen Zahlen der US-Energiebehörde EIA wurden für Mittwoch erwartet und könnten für Klarheit sorgen. Zusätzlich wurde spekuliert, dass die OPEC+ ihre für Oktober geplanten Produktionssteigerungen möglicherweise aussetzen werde.
Die diplomatischen Kanäle bleiben unterdessen offen. Oman bemüht sich weiter um eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus und hat den Streitparteien einen Vorschlag für eine freiwillige Transitgebühr vorgelegt. Der Iran lehnte einen früheren Vorschlag zur paritätischen Kontrolle der Schifffahrtswege jedoch ab. US-Präsident Trump äußerte sich in einem Interview zuversichtlich, einen Krieg mit dem Iran vermeiden zu können, drohte aber gleichzeitig mit der Zerstörung iranischer Kernkraftwerke und Brücken, falls die Verhandlungen scheiterten.
| Iranische & verwandte Presse | +0.30 | aligned |
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| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
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Iran struck a US base in Jordan, causing oil prices to jump. Iranian outlets emphasize the attack was a legitimate response to US-Saudi aggression and that the oil market recognized Iran's deterrent power.
Saudi and US forces conducted precision strikes against Iran-backed militias in Iraq, causing oil prices to rise. Arab outlets highlight the legitimacy of the operation against those threatening Saudi facilities.
Oil prices plummeted due to hopes of diplomatic détente between the US and Iran. Latin American outlets emphasize the role of diplomacy and Trump's statements about a possible deal.
Oil prices are volatile: rise after Iranian attacks, fall due to diplomatic hopes. Sub-Saharan outlets highlight the role of the Strait of Hormuz and supply uncertainties.
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