
Petro fordert in Havanna Dialog zwischen USA und Kuba und warnt vor Invasion
Bei seinem letzten offiziellen Besuch vor dem Amtsantritt seines Nachfolgers rief der kolumbianische Präsident zu Gesprächen auf und verurteilte die US-Sanktionspolitik.
Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat am Samstag seinen letzten offiziellen Auslandsbesuch in Havanna beendet und die US-Regierung zu einem Dialog mit Kuba aufgerufen. Wie das Portal Cubadebate meldete, erklärte Petro nach einem Treffen mit dem kubanischen Staatschef Miguel Díaz-Canel am Freitagabend, er sei gekommen, um die Menschheit zur Solidarität mit Kuba aufzurufen, „damit es hier keine Invasion oder einen Raketenangriff gibt“. Er schlage der aktuellen US-Regierung, Außenminister Marco Rubio und Präsident Donald Trump vor, „einen Dialog aufzunehmen“. Die Gefahr, die über Kuba schwebe, müsse sich in einen Schauplatz dieses Dialogs verwandeln.
Díaz-Canel dankte Petro in sozialen Netzwerken für dessen „tiefe Solidarität und feste Unterstützung“ angesichts der Bedrohungen und des verschärften Wirtschaftsembargos. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez würdigte die Gelegenheit, der kolumbianischen Regierung persönlich für die Vertiefung der bilateralen Beziehungen zu danken, und bekräftigte, Kuba werde die Friedensprozesse in Kolumbien weiter unterstützen und seine Verpflichtungen aus dem 2016 in Havanna unterzeichneten Friedensabkommen mit der FARC-Guerilla einhalten.
Aus Washingtoner Sicht stellt das kommunistische Kuba eine „außerordentliche Bedrohung“ der nationalen Sicherheit dar; Trump hat mehrfach eine Übernahme des Landes ins Spiel gebracht. Seit Januar hat seine Regierung eine wirksame Ölblockade und weitere Sanktionen verhängt, die nach übereinstimmenden Berichten zu massiven Stromausfällen, Treibstoffmangel und Engpässen bei Lebensmitteln und Medikamenten geführt haben. Petro, der die Sanktionspolitik scharf kritisiert, verwies auf 15.000 Kinder, die auf Operationen und Arzneimittel angewiesen seien, und prangerte an, dass US-Raketen im Karibikraum 261 Menschen getötet hätten, darunter offenbar 50 Kolumbianer – ein Vorgehen, das nach seinen Worten selbst US-Geheimdienste als wirkungslos eingestuft hätten.
Der Besuch erhält seine besondere Brisanz durch den bevorstehenden Machtwechsel in Bogotá. Petros Nachfolger, der rechtsgerichtete Abelardo de la Espriella, hatte am vergangenen Sonntag angekündigt, die diplomatischen Beziehungen zu Kuba und Nicaragua abzubrechen, die er als „Tyranneien“ bezeichnete. Die kubanische Regierung wertete dies als „klare Unterordnung“ unter die Vereinigten Staaten. Petro, der in seiner Amtszeit mehrfach humanitäre Hilfe nach Kuba schickte und die Insel bereits 2023 im Rahmen der Friedensgespräche mit der ELN sowie zum G77-Gipfel besuchte, beendet seine Präsidentschaft in der kommenden Woche. De la Espriella soll das Amt am 7. August antreten.
| Lateinamerikanische Presse | +0.40 | aligned |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.30 | critical |
| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
Petro calls on humanity to stand with Cuba against the embargo and the threat of invasion, proposing a pact to solve the common problems of the Americas.
The bloc humanizes the crisis by citing 15,000 children in need of medical care, turning a geopolitical dispute into a matter of child survival.
It omits mention of human rights violations in Cuba or reasons behind Trump's stance, presenting the embargo as the sole cause of suffering.
Petro warns humanity of the risk of an American invasion and asks Trump to choose dialogue over force.
The bloc builds a hierarchy of threats, placing a US invasion as an imminent danger and dialogue as the only alternative, without delving into the reasons of either side.
It does not report Petro's statements on solidarity with Cuban children, focusing solely on the geopolitical aspect of the threat.
Petro asks Trump for dialogue to avoid an invasion of Cuba, while Trump considers the island a threat.
The bloc adopts a pure news-reporting register, quoting statements without adding context or judgment, leaving evaluation to the reader.
It omits the reference to Cuban children or humanitarian solidarity, reducing the visit to a simple diplomatic exchange.
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