
Rekordflug zum Mond, neues Marsfoto und ein leuchtendes Polarlicht – die Woche der Raumfahrt
Die Artemis-II-Besatzung kehrte mit einem Rekordflug zurück, während die Psyche-Sonde den Mars passierte und die ISS ein seltenes Polarlichtbild lieferte.
Vergangene Woche stand die bemannte Raumfahrt im Zentrum einer vielbeachteten Veranstaltung in Montreal, wo die vier Astronauten der Artemis-II-Mission vor rund 3000 Zuschauern im Wilfrid-Pelletier-Saal der Place des Arts auftraten. Unter tosendem Applaus berichteten Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover, Missionsspezialistin Christina Koch und der Kanadier Jeremy Hansen von ihrem zehntägigen Flug, der sie Ende März auf eine Rekorddistanz von 406.000 Kilometern zur Erde hinausführte – weiter als jeder Mensch zuvor. Besonders eindrücklich schilderte Koch den Moment, als die Orion-Kapsel für etwa 40 Minuten auf der Rückseite des Mondes die Verbindung zur Erde verlor. „Es ist wunderbar, wieder von der Erde zu hören“, sagte die Astronautin, die zusammen mit ihren Kollegen über die Bedeutung von Teamwork und Vertrauen sprach. Aus kanadischer Sicht war der Auftritt Hansens ein Höhepunkt: Der gebürtige Londoner betonte, die Besatzung habe die Zusammenarbeit wie einen Muskel trainiert – eine Lektion, die auch auf dem Boden gelte.
Während die Öffentlichkeit auf die nächste Mondlandung blickt, vollbringt die Nasa parallel dazu robotische Meilensteine. Die Sonde Psyche, die 2023 gestartet war, absolvierte am 15. Mai eine enge Passage am Mars – nur 2800 Meilen über der Planetenoberfläche. Aus indonesischer Perspektive wurde dieser Moment als seltene Gelegenheit gefeiert: Die Kamera an Bord fing ein wachsendes, sichellichtes Bild des Roten Planeten ein, bevor die Sonde die Schwerkraft für ihren endgültigen Kurs zum Asteroiden Psyche nutzte. Die Distanz lag deutlich unter jener der Artemis-II-Mission zum Mond – ein Hinweis darauf, wie präzise solche Manöver inzwischen gesteuert werden.
Abseits der großen Missionen liefert die Internationale Raumstation kontinuierlich Bilder von geradezu poetischer Schönheit. Die Nasa kürte kürzlich eine Aufnahme zum „Astronomiebild des Tages“, die ein grünes Polarlicht zeigt, aufgenommen aus etwa 400 Kilometern Höhe südöstlich von Australien. Die Aufnahme, die vom Hamshahri Online aufgegriffen wurde, illustriert die Dominanz atomaren Sauerstoffs in der Erdatmosphäre: In tieferen Schichten leuchtet es grün, während darüber seltene rote Bänder zu sehen sind. Am rechten Bildrand funkelt Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel, als Teil des Sternbilds Großer Hund.
Alle drei Ereignisse unterstreichen einen grundlegenden Wandel in der Raumfahrt: Nach Jahren der Vorbereitung treten bemannte und unbemannte Missionen zunehmend in eine Phase der operativen Routine, in der Kommunikation, Teamarbeit und technische Präzision die Hauptrollen spielen. Für den deutschsprachigen Raum, der über die Europäische Weltraumorganisation an künftigen Mondstationen und Asteroidenmissionen beteiligt ist, sind dies nicht nur spektakuläre Nachrichten, sondern handfeste Argumente für eine Fortsetzung der Investitionen. Die Rückkehr der Artemis-Besatzung erinnert daran, dass die größten Fortschritte nicht im Alleingang, sondern im Vertrauen aufeinander entstehen – eine Botschaft, die weit über die Raumfahrt hinausreicht.
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | +1.00 | aligned |
| Südostasiatische Presse | +0.20 | neutral |
Die iranische Presse hebt die Schönheit einer von der Raumstation eingefangenen Aurora hervor und beschreibt die grünen und roten Farbtöne als himmlisches Spektakel. Der Schwerpunkt liegt auf der Wissenschaft hinter den atomaren Sauerstoffemissionen, ohne politische oder wettbewerbsorientierte Untertöne.
Die kanadische atlantische Presse feiert den Besuch der Artemis-II-Besatzung und stellt sie als inspirierende Persönlichkeiten dar, die Lektionen über Risiko und Freundschaft teilen. Die Berichterstattung betont den Nationalstolz auf den Astronauten Jeremy Hansen und präsentiert den Mondvorbeiflug als historischen Meilenstein und Quelle der Hoffnung.
Die südostasiatische Presse berichtet über die Psyche-Sonde der NASA, die während eines Gravity-Assist-Manövers ein seltenes Marsfoto aufgenommen hat, und stellt dies als technische Meisterleistung dar, vor dem Hintergrund der Marktvolatilität. Der Fokus liegt auf der wissenschaftlichen Errungenschaft und der Reise zu einem metallischen Asteroiden.
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