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Ausgabe von 20:00 CETMittwoch, 5. August 2026
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Samstag, 9. Mai 2026

Rekordverträge und Quarterback-Fragen: Die NFL vor der Saison 2026

Jeremiyah Love erhält den höchsten Garantiebetrag für einen Running Back. Breece Hall steigt zum Topverdiener auf. In mehreren Teams brodelt die Quarterback-Diskussion.

Die National Football League erlebt einen Sommer der Rekordverträge und strategischen Weichenstellungen. Am auffälligsten ist der Coup der Arizona Cardinals: Der dritte Draftpick Jeremiyah Love unterschrieb einen Vierjahresvertrag über 53,9 Millionen Dollar, der vollständig garantiert ist – ein Novum für einen Running Back vor dem ersten NFL-Snap. Aus Sicht der Cardinals ist dies der Preis für einen Spieler, der an der University of Notre Dame 1.372 Yards und 18 Touchdowns erzielte und als Heisman-Finalist galt.

Love selbst relativierte den Deal mit dem Hinweis auf seine NIL-Einnahmen im College-Sport, was die finanzielle Verwischung der Grenzen zwischen Amateur- und Profi-Bereich unterstreicht. Weniger spektakulär, aber ebenfalls teuer wurde Breece Hall bei den New York Jets bedacht. Der Running Back, der in vier Saisons nur einmal die 1.000-Yard-Marke knackte, erhielt eine Verlängerung um drei Jahre für 45,75 Millionen Dollar.

Damit reiht er sich hinter Saquon Barkley und Christian McCaffrey als drittbestbezahlter Läufer der Liga ein. Die Jets setzen auf sein Potenzial, obwohl die Offensive zuletzt enttäuschte. Beobachter in New York hoffen, dass der neu gedraftete Quarterback Cade Klubnik, der an ex-Jet-Akteure erinnert, die nötige Belebung bringt.

In anderen Metropolen stehen die Quarterbacks im Zentrum der Spekulation. In Cleveland bleibt Shedeur Sanders nach einer durchwachsenen Rookie-Saison und dem Trainerwechsel zu Todd Monken unter Druck, zumal Deshaun Watson und Dillon Gabriel Alternativen bieten. In Atlanta sorgt der Konkurrenzkampf zwischen Michael Penix Jr. und dem von Miami verpflichteten Tua Tagovailoa für Kopfzerbrechen – der frühere NFL-Quarterback Tim Hasselbeck spricht von einem „Nullsummenspiel“.

Parallel dazu könnte Lamar Jackson die Baltimore Ravens mit einer erneuten Trade-Forderung unter Druck setzen, sollte das zähe Vertragspoker nicht bald enden. Die Los Angeles Rams hingegen planen langfristig: Sie überraschten mit der Wahl von Quarterback Ty Simpson an 13. Stelle, obwohl der amtierende MVP Matthew Stafford noch spielt.

Aus Washingtoner Sicht ist dieser Zug ein Bekenntnis zur Zukunft, doch die aktuelle Lücke im Receiver-Kader bleibt bestehen. Die Seattle Seahawks, die kürzlich den Super Bowl LX gewannen, beschäftigen die Eigentümerfrage: Der Verkauf des Franchise läuft schleppend an, Analysten taxieren den Erlös dennoch auf Rekordniveau. An der Ostküste zeigt sich ein Trend zu hohen Garantiesummen für Running Backs und zur Absicherung auf der Offensive Line.

Die Pittsburgh Steelers etwa lotsten Max Iheanachor als rechten Tackle, während die Green Bay Packers den erfahrenen Kicker Brandon McManus entließen, um dem Rookie Trey Smack Platz zu machen. Vorausschauend betrachtet, verschärft sich die finanzielle Ungleichheit zwischen alten und neuen Verträgen. Die Frage, ob Teams mit zwei Quarterbacks wirklich keinen besitzen, wird die Saison prägen – ebenso wie die Verschiebung der Wertschöpfungskette hin zu jungen, hochgarantierten Verträgen auf Schlüsselpositionen.

Aktuell
US-Hypothekenzinsen erreichen mit 6,81 Prozent höchsten Stand seit einem Jahr·Russische Behörden ermitteln gegen sogenannte „schwarze Witwen“ wegen Betrugs an Soldatenfamilien·UFC-Kämpfer Allan Nascimento mit 34 Jahren an Herzinfarkt gestorben·Google DeepMind: Hassabis gibt Chefposten ab – Aktie unter Druck·Tödliche Vorfälle in mehreren Ländern: Zehn Menschen sterben bei Gewalt und Unfällen·US-Raketenbestände nach Iran-Krieg stark dezimiert – Trump sagt Angriffe ab·Drei Löwinnen im Zoo von Tokio binnen einer Woche verendet – Hitzestress als vermutete Ursache·Eine Insel wird Ithaka: Die leisen Beben nach Nolans „Odyssee“·US-Hypothekenzinsen erreichen mit 6,81 Prozent höchsten Stand seit einem Jahr·Russische Behörden ermitteln gegen sogenannte „schwarze Witwen“ wegen Betrugs an Soldatenfamilien·UFC-Kämpfer Allan Nascimento mit 34 Jahren an Herzinfarkt gestorben·Google DeepMind: Hassabis gibt Chefposten ab – Aktie unter Druck·Tödliche Vorfälle in mehreren Ländern: Zehn Menschen sterben bei Gewalt und Unfällen·US-Raketenbestände nach Iran-Krieg stark dezimiert – Trump sagt Angriffe ab·Drei Löwinnen im Zoo von Tokio binnen einer Woche verendet – Hitzestress als vermutete Ursache·Eine Insel wird Ithaka: Die leisen Beben nach Nolans „Odyssee“·
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Samstag, 9. Mai 2026

Rekordverträge und Quarterback-Fragen: Die NFL vor der Saison 2026

Jeremiyah Love erhält den höchsten Garantiebetrag für einen Running Back. Breece Hall steigt zum Topverdiener auf. In mehreren Teams brodelt die Quarterback-Diskussion.

Die National Football League erlebt einen Sommer der Rekordverträge und strategischen Weichenstellungen. Am auffälligsten ist der Coup der Arizona Cardinals: Der dritte Draftpick Jeremiyah Love unterschrieb einen Vierjahresvertrag über 53,9 Millionen Dollar, der vollständig garantiert ist – ein Novum für einen Running Back vor dem ersten NFL-Snap. Aus Sicht der Cardinals ist dies der Preis für einen Spieler, der an der University of Notre Dame 1.372 Yards und 18 Touchdowns erzielte und als Heisman-Finalist galt.

Love selbst relativierte den Deal mit dem Hinweis auf seine NIL-Einnahmen im College-Sport, was die finanzielle Verwischung der Grenzen zwischen Amateur- und Profi-Bereich unterstreicht. Weniger spektakulär, aber ebenfalls teuer wurde Breece Hall bei den New York Jets bedacht. Der Running Back, der in vier Saisons nur einmal die 1.000-Yard-Marke knackte, erhielt eine Verlängerung um drei Jahre für 45,75 Millionen Dollar.

Damit reiht er sich hinter Saquon Barkley und Christian McCaffrey als drittbestbezahlter Läufer der Liga ein. Die Jets setzen auf sein Potenzial, obwohl die Offensive zuletzt enttäuschte. Beobachter in New York hoffen, dass der neu gedraftete Quarterback Cade Klubnik, der an ex-Jet-Akteure erinnert, die nötige Belebung bringt.

In anderen Metropolen stehen die Quarterbacks im Zentrum der Spekulation. In Cleveland bleibt Shedeur Sanders nach einer durchwachsenen Rookie-Saison und dem Trainerwechsel zu Todd Monken unter Druck, zumal Deshaun Watson und Dillon Gabriel Alternativen bieten. In Atlanta sorgt der Konkurrenzkampf zwischen Michael Penix Jr. und dem von Miami verpflichteten Tua Tagovailoa für Kopfzerbrechen – der frühere NFL-Quarterback Tim Hasselbeck spricht von einem „Nullsummenspiel“.

Parallel dazu könnte Lamar Jackson die Baltimore Ravens mit einer erneuten Trade-Forderung unter Druck setzen, sollte das zähe Vertragspoker nicht bald enden. Die Los Angeles Rams hingegen planen langfristig: Sie überraschten mit der Wahl von Quarterback Ty Simpson an 13. Stelle, obwohl der amtierende MVP Matthew Stafford noch spielt.

Aus Washingtoner Sicht ist dieser Zug ein Bekenntnis zur Zukunft, doch die aktuelle Lücke im Receiver-Kader bleibt bestehen. Die Seattle Seahawks, die kürzlich den Super Bowl LX gewannen, beschäftigen die Eigentümerfrage: Der Verkauf des Franchise läuft schleppend an, Analysten taxieren den Erlös dennoch auf Rekordniveau. An der Ostküste zeigt sich ein Trend zu hohen Garantiesummen für Running Backs und zur Absicherung auf der Offensive Line.

Die Pittsburgh Steelers etwa lotsten Max Iheanachor als rechten Tackle, während die Green Bay Packers den erfahrenen Kicker Brandon McManus entließen, um dem Rookie Trey Smack Platz zu machen. Vorausschauend betrachtet, verschärft sich die finanzielle Ungleichheit zwischen alten und neuen Verträgen. Die Frage, ob Teams mit zwei Quarterbacks wirklich keinen besitzen, wird die Saison prägen – ebenso wie die Verschiebung der Wertschöpfungskette hin zu jungen, hochgarantierten Verträgen auf Schlüsselpositionen.

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