
Rinku Singhs Allround-Gala beschert Kolkata Knight Riders ersten Super-Over-Sieg der IPL 2026
Es war ein Abend, der selbst die kühnsten Drehbuchautoren überfordert hätte. Am Sonntag lieferten sich die Lucknow Super Giants und die Kolkata Knight Riders im Ekana-Stadion von Lucknow das erste Super-Over-Drama der IPL-Saison 2026 – und die Bühne gehörte einem Mann: Rinku Singh. Mit einem ungeschlagenen 83-Run-Innings, fünf gefangenen Bällen und dem Siegtreffer im Entscheidungs-Over katapultierte der Linkshänder sein Team nicht nur zu einem 155-Gleichstand nach regulären 40 Overs, sondern auch zum Triumph im Shootout.
Die Partie schien bereits früh entschieden. Lucknows Kapitän Rishabh Pant hatte den Münzwurf gewonnen und auf Feldentscheidung gesetzt, woraufhin Mohsin Khan mit einer fulminanten Fünf-Wicket-Ausbeute von 5 für 23 die KKR-Toporder deklassierte. Nach sechs Overs stand es 31 für 4, später 93 für 7 – ein Desaster, das nur durch Singhs stoische Ruhe überlebt wurde.
Während um ihn herum die Wickets wie Dominosteine fielen, hielt er das Innings zusammen, bevor er im finalen Over gegen Digvesh Singh Rathi explodierte: Vier Bälle verschwanden weit über die Begrenzungslinie, 26 Runs katapultierten KKR auf 155. Es war die höchste je erzielte T20-Punktzahl des Mannes aus Aligarh und zugleich ein Befreiungsschlag für die bis dahin vom Tabellenende bedrohten Ritter. Doch das Spektakel war erst halb vollendet.
Lucknow antwortete mit einer vom Kapitän selbst orchestrierten Aufholjagd: Pant erzielte 42 Runs, und als im letzten regulären Over 17 Runs benötigt wurden, drohte die Partie erneut zu kippen. Kartik Tyagi verlor die Kontrolle über seine Längen, musste zweimal Freischläge wegen Würfen über Hüfthöhe hinnehmen, und Mohammed Shami knallte den letzten Ball über die Boundary – ein Sechser, der das Spiel in die Verlängerung zwang. Aus Lucknower Sicht war es die dramatischste Wende, aus Kolkatas Perspektive ein weiterer Beweis für die Unberechenbarkeit dieses Formats.
Im Super Over übernahm dann Sunil Narine das Kommando. Der Altmeister ließ Lucknow, das mit dem formschwachen Nicholas Pooran eröffnete, mit nur einem einzigen Run kollabieren. Rinku Singh schlug sofort den ersten Ball an die Begrenzung und besiegelte einen Sieg, der ihm einen Platz in den Geschichtsbüchern sichert: Als erster Spieler der IPL-Historie erzielte er mehr als 80 Runs und hielt gleichzeitig vier Catches in einer Partie – eine Kombination, die ihn in eine elitäre Liste mit Jacques Kallis und Riyan Parag erhebt.
Abseits der Statistiken sorgte eine Videotelefonat-Szene für Schmunzler, bei der Singhs Schwester Narine mit „Hello bhaiya“ begrüßte und der Allrounder charmant korrigierte – ein Beleg für die familiäre Atmosphäre im Team. Aus australischer Perspektive verlief der Abend für Cameron Green erfreulich. Der Allrounder, der nach seinem Rekordpreis zu Saisonbeginn unter Erwartungsdruck stand, fand mit 34 Runs in 21 Bällen zu verheißungsvoller Form zurück.
Für die Knight Riders, die sich damit vom letzten Tabellenplatz lösen, könnte dies der Wendepunkt sein – sofern Rinku Singh weiterhin als Ein-Mann-Orchester aufspielt. Und für die IPL selbst war es ein weiteres Kapitel jener unnachahmlichen Dramaturgie, die selbst in kricketfernen Breitengraden wie Deutschland, Österreich und der Schweiz die Neugier auf diesen Sport wachsen lässt. Ein Spiel, das alles bot, was T20 so einzigartig macht.
Erweitere deinen Horizont
Washington entzieht brasilianischer Botschafterin das Visum
3 Sprachen · 43 Quellen
Aus Economy & MarketsÖlkonzerne melden sprudelnde Gewinne im zweiten Quartal – Trump rügt „zu viel Geld“
2 Sprachen · 21 Quellen
Aus TechnologySpaceX-Raketenstufe schlägt unkontrolliert auf dem Mond ein
8 Sprachen · 29 Quellen