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Medien & UnterhaltungSonntag, 2. August 2026

Rosalía bittet in Buenos Aires unter Tränen um Verzeihung für WM-Video

Bei ihrem ersten Konzert in Argentinien nach der Kontroverse um einen reposteten TikTok-Clip gestand die Sängerin einen Fehler ein und bekräftigte ihre Liebe zum Publikum.

Schon vor dem Einlass ins Movistar Arena in Buenos Aires lag an diesem Samstagabend eine ungewohnte Spannung in der Luft. Die Türen waren um 19 Uhr geöffnet worden, doch die Menge füllte sich nur zögerlich. In den Gesprächen der Wartenden mischten sich Vorfreude und Groll. „Ich wäre fast nicht gekommen, weil ich beleidigt war“, sagte ein Fan der Zeitung Clarín, ein anderer: „Ich bin immer noch wütend, aber ich erwarte ihre Entschuldigung.“ Die spanische Sängerin Rosalía, die wenige Wochen zuvor mit einem unbedachten Repost auf TikTok eine Welle der Empörung in Argentinien ausgelöst hatte, stand vor ihrem ersten von vier Konzerten im Rahmen der „LUX Tour“ – und vor einem Publikum, das noch nicht entschieden hatte, ob es verzeihen würde.

Punkt 21.05 Uhr betrat Rosalía die Bühne, gekleidet in ein gelbes Tutu und Spitzenschuhe, die Augen sichtlich verweint. Sie eröffnete mit „Sexo, violencia y llantas“ und wurde schon vor der ersten Zeile mit Applaus empfangen. Etwa zwanzig Minuten später, nachdem sie mit „Reliquia“ die Zeile „El cielo nació en Buenos Aires“ gesungen hatte und das Publikum in den Sprechchor „Olé, olé, olé, Rosi, Rosi“ verfiel, ergriff sie das Mikrofon. „Madre mía, qué lío el otro día“, begann sie. „Ich war am Scrollen, ohne groß hinzusehen, und habe schnell einen Repost gemacht – ein Riesenfehler. Es war nie meine Absicht.“ Sie erinnerte an ihren ersten Auftritt in Argentinien beim Lollapalooza 2019, als sie zum ersten Mal außerhalb Spaniens das Gefühl gehabt habe, es geschafft zu haben. „Wie könnte ich negative Gefühle für einen Ort haben, der mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin? Meine Liebe zu Argentinien ist unverändert, wie am ersten Tag.“

Der Sturm, den sie zu beschwichtigen suchte, hatte sich an einem Video der libanesisch-amerikanischen Schauspielerin Mia Khalifa entzündet. Nach dem Finalsieg Spaniens über Argentinien bei der Fußball-Weltmeisterschaft am 19. Juli hatte Khalifa den Clip mit der Zeile „Wie das Leben jetzt klingt, da die Perlen besiegt sind“ unterlegt – dazu lief Rosalías Lied „La Perla“. In Spanien ist „Perle“ ein umgangssprachlicher Ausdruck für eine konfliktträchtige Person. Rosalía teilte das Video, ohne den Text zu lesen, wie sie später auf Instagram erklärte. In Argentinien wurde die Geste als Häme über die nationale Niederlage verstanden. Es folgten Boykottaufrufe, Rückgaben von Konzertkarten und eine Flut hasserfüllter Kommentare.

Doch an diesem Abend war das Stadion mit fast 15.000 Menschen gefüllt. Nach der Entschuldigung brandete minutenlanger Applaus auf, Sprechchöre hallten durch die Halle. Die Versöhnung wurde von prominenten Gästen aus der argentinischen Musikszene begleitet: Nicki Nicole, Ángela Torres und La Joaqui posierten gemeinsam in Lederoutfits, Torres wurde später in Rosalías Bühnensegment „El Confesionario“ eingeladen. La Joaqui kommentierte ein Bild mit den Worten „Siempre diamante, nunca perla“ – eine ironische Anspielung auf den umstrittenen Song. Das Publikum sang „La Perla“ textsicher mit, als wäre das Lied nie zum Zankapfel geworden.

Später setzte sich Rosalía ans Klavier und stimmte „Alfonsina y el mar“ an, jenes Lied, das Mercedes Sosa einst unsterblich machte. Es war eine Geste der Verneigung vor dem Gastland, still und ohne große Worte. Der Abend endete nicht mit einem Schlussstrich unter die Affäre, sondern mit dem Bild einer Sängerin, die im gelben Tutu vor einem Meer aus Handylichtern stand und deren Name minutenlang durch die Arena hallte.

Divergenz — wer erzählt sie wie
15%Niedrig
2 Blöcke · Positionen von 0.00 bis +0.30
KritischWohlwollend
LATEUR
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse+0.30aligned
Kontinentaleuropäische Presse0.00neutral
Lateinamerikanische Presse+0.30
Stimme

Rosalía admits her mistake and asks for forgiveness with sincerity, and the Argentine audience welcomes her back warmly, showing that affection for the artist overcomes the sports disappointment.

Mechanismusredenzione emotiva

The narrative builds a scene of emotional repentance and collective acceptance, using visual details (tears, ovation) to imply that the guilt has been fully atoned and the relationship restored.

Auslassung

It omits the cancellation of a tribute concert to Rosalía in Argentina after the controversy, which would imply a deeper and more lasting reputational damage.

SkepsisPragmatismus
Kontinentaleuropäische Presse0.00
Stimme

Rosalía makes a mistake, apologizes, and the matter ends there, without deep consequences or drama.

Mechanismusbanalizzazione

The account reduces the episode to a simple oversight ('I didn't read what it said'), normalizing the error and downplaying the scale of the offense, using the colloquial term 'tremenda cagada'.

Auslassung

It does not report the emotional reaction of the Argentine audience during the concert, nor the presence of other local artists, which would have highlighted an atmosphere of unresolved tension.

DistanzPragmatismus
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Sonntag, 2. August 2026

Rosalía bittet in Buenos Aires unter Tränen um Verzeihung für WM-Video

Bei ihrem ersten Konzert in Argentinien nach der Kontroverse um einen reposteten TikTok-Clip gestand die Sängerin einen Fehler ein und bekräftigte ihre Liebe zum Publikum.

Schon vor dem Einlass ins Movistar Arena in Buenos Aires lag an diesem Samstagabend eine ungewohnte Spannung in der Luft. Die Türen waren um 19 Uhr geöffnet worden, doch die Menge füllte sich nur zögerlich. In den Gesprächen der Wartenden mischten sich Vorfreude und Groll. „Ich wäre fast nicht gekommen, weil ich beleidigt war“, sagte ein Fan der Zeitung Clarín, ein anderer: „Ich bin immer noch wütend, aber ich erwarte ihre Entschuldigung.“ Die spanische Sängerin Rosalía, die wenige Wochen zuvor mit einem unbedachten Repost auf TikTok eine Welle der Empörung in Argentinien ausgelöst hatte, stand vor ihrem ersten von vier Konzerten im Rahmen der „LUX Tour“ – und vor einem Publikum, das noch nicht entschieden hatte, ob es verzeihen würde.

Punkt 21.05 Uhr betrat Rosalía die Bühne, gekleidet in ein gelbes Tutu und Spitzenschuhe, die Augen sichtlich verweint. Sie eröffnete mit „Sexo, violencia y llantas“ und wurde schon vor der ersten Zeile mit Applaus empfangen. Etwa zwanzig Minuten später, nachdem sie mit „Reliquia“ die Zeile „El cielo nació en Buenos Aires“ gesungen hatte und das Publikum in den Sprechchor „Olé, olé, olé, Rosi, Rosi“ verfiel, ergriff sie das Mikrofon. „Madre mía, qué lío el otro día“, begann sie. „Ich war am Scrollen, ohne groß hinzusehen, und habe schnell einen Repost gemacht – ein Riesenfehler. Es war nie meine Absicht.“ Sie erinnerte an ihren ersten Auftritt in Argentinien beim Lollapalooza 2019, als sie zum ersten Mal außerhalb Spaniens das Gefühl gehabt habe, es geschafft zu haben. „Wie könnte ich negative Gefühle für einen Ort haben, der mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin? Meine Liebe zu Argentinien ist unverändert, wie am ersten Tag.“

Der Sturm, den sie zu beschwichtigen suchte, hatte sich an einem Video der libanesisch-amerikanischen Schauspielerin Mia Khalifa entzündet. Nach dem Finalsieg Spaniens über Argentinien bei der Fußball-Weltmeisterschaft am 19. Juli hatte Khalifa den Clip mit der Zeile „Wie das Leben jetzt klingt, da die Perlen besiegt sind“ unterlegt – dazu lief Rosalías Lied „La Perla“. In Spanien ist „Perle“ ein umgangssprachlicher Ausdruck für eine konfliktträchtige Person. Rosalía teilte das Video, ohne den Text zu lesen, wie sie später auf Instagram erklärte. In Argentinien wurde die Geste als Häme über die nationale Niederlage verstanden. Es folgten Boykottaufrufe, Rückgaben von Konzertkarten und eine Flut hasserfüllter Kommentare.

Doch an diesem Abend war das Stadion mit fast 15.000 Menschen gefüllt. Nach der Entschuldigung brandete minutenlanger Applaus auf, Sprechchöre hallten durch die Halle. Die Versöhnung wurde von prominenten Gästen aus der argentinischen Musikszene begleitet: Nicki Nicole, Ángela Torres und La Joaqui posierten gemeinsam in Lederoutfits, Torres wurde später in Rosalías Bühnensegment „El Confesionario“ eingeladen. La Joaqui kommentierte ein Bild mit den Worten „Siempre diamante, nunca perla“ – eine ironische Anspielung auf den umstrittenen Song. Das Publikum sang „La Perla“ textsicher mit, als wäre das Lied nie zum Zankapfel geworden.

Später setzte sich Rosalía ans Klavier und stimmte „Alfonsina y el mar“ an, jenes Lied, das Mercedes Sosa einst unsterblich machte. Es war eine Geste der Verneigung vor dem Gastland, still und ohne große Worte. Der Abend endete nicht mit einem Schlussstrich unter die Affäre, sondern mit dem Bild einer Sängerin, die im gelben Tutu vor einem Meer aus Handylichtern stand und deren Name minutenlang durch die Arena hallte.

Divergenz — wer erzählt sie wie
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LATEUR
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse+0.30aligned
Kontinentaleuropäische Presse0.00neutral
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Stimme

Rosalía admits her mistake and asks for forgiveness with sincerity, and the Argentine audience welcomes her back warmly, showing that affection for the artist overcomes the sports disappointment.

Mechanismusredenzione emotiva

The narrative builds a scene of emotional repentance and collective acceptance, using visual details (tears, ovation) to imply that the guilt has been fully atoned and the relationship restored.

Auslassung

It omits the cancellation of a tribute concert to Rosalía in Argentina after the controversy, which would imply a deeper and more lasting reputational damage.

SkepsisPragmatismus
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Rosalía makes a mistake, apologizes, and the matter ends there, without deep consequences or drama.

Mechanismusbanalizzazione

The account reduces the episode to a simple oversight ('I didn't read what it said'), normalizing the error and downplaying the scale of the offense, using the colloquial term 'tremenda cagada'.

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It does not report the emotional reaction of the Argentine audience during the concert, nor the presence of other local artists, which would have highlighted an atmosphere of unresolved tension.

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