
Sabalenkas frühes Aus in Rom: Schwere Hüftprobleme vor den French Open
Weltnummer eins Aryna Sabalenka scheitert in der dritten Runde des WTA-1000-Turniers in Rom an Sorana Cirstea – eine Verletzung trübt die Vorbereitung auf Roland Garros.
Aus römischer Sicht war es der zweite Schock innerhalb weniger Tage: Nach Novak Djokovic, der bereits in der zweiten Runde des Masters-1000-Turniers gescheitert war, verließ mit Aryna Sabalenka die nächste Ikone den Foro Italico vorzeitig. Die Weltranglistenerste unterlag am Samstag der 36-jährigen Rumänin Sorana Cirstea mit 2:6, 6:3, 7:5 und musste im dritten Satz eine medizinische Auszeit nehmen, nachdem sie über Schmerzen in der Hüfte und im unteren Rücken geklagt hatte. Was als lockere Auftaktpartie begann, verwandelte sich für Sabalenka in eine quälende Angelegenheit, bei der sie ihre sonst so wuchtigen Grundlinienschläge nicht mehr stabil abrufen konnte.
Die Weißrussin, die in Rom 2024 noch im Finale gestanden hatte, verlor damit zum zweiten Mal in drei Begegnungen – eine Aneinanderreihung von Ergebnissen, die in Melbourne und Canberra mit wachsender Sorge registriert wird, da die Australian Open-Championesse auf dem Weg nach Paris eigentlich Selbstvertrauen tanken wollte. Cirstea, die am Ende ihrer Karriere ihren ersten Sieg gegen eine Weltranglistenerste feierte, nutzte Sabalenkas nachlassende Beinarbeit und die wachsende Fehlerquote der Topgesetzten konsequent aus. Aus Pariser Perspektive rückt nun die Frage in den Fokus, ob Sabalenka bis zum Beginn der French Open am 24.
Mai ihre Hüftbeschwerden auskurieren kann. Die Sandplatzsaison stellt höchste Anforderungen an die Mobilität, und das Risiko, dass eine nicht vollständig ausgeheilte Verletzung beim Grand-Slam-Turnier eskalieren könnte, ist real. Während Jannik Sinner auf der Herrenseite seinen historischen Siegeszug bei Masters-1000-Events fortsetzen will, zeichnet sich bei den Damen eine offene Titelvergabe ab: Iga Swiatek, die Sabalenkas Platz an der Spitze bedroht, könnte von diesem frühen Aus profitieren.
Beobachter in Washington weisen jedoch darauf hin, dass Sabalenka in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen hat, sich innerhalb weniger Tage wieder auf das Niveau einer Grand-Slam-Siegerin zu heben. Für Cirstea geht es nun gegen die Tschechin Linda Nosková, während das Turnier in Rom nach den ersten großen Namen nun nach neuen Gesichtern des Finals am Sonntag sucht.
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