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Ausgabe von 10:00 CETSonntag, 2. August 2026
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Freitag, 24. April 2026

Sieben Abgeordnete verlassen die AAP: Ein Bruch, der Delhi erschüttert und Punjab spaltet

Ein politisches Beben erschüttert die indische Oppositionslandschaft: Raghav Chadha, bis vor kurzem einer der prominentesten Köpfe der Aam-Aadmi-Partei (AAP), hat zusammen mit sechs weiteren Rajya-Sabha-Abgeordneten den Austritt aus der Partei erklärt und den Beitritt zur regierenden Bharatiya-Janata-Partei (BJP) angekündigt. Chadha berief sich dabei auf eine Verfassungsklausel, die eine Fraktionsverschmelzung ermöglicht, sofern zwei Drittel der Mitglieder zustimmen – eine Bedingung, die nach seiner Darstellung mit sieben von zehn AAP-Abgeordneten erfüllt sei. Der Schritt, den er mit „Erstickungsgefühl“ und mangelnden Gestaltungsmöglichkeiten begründete, markiert den bislang schwersten innerparteilichen Riss in der Geschichte der von Arvind Kejriwal gegründeten Anti-Korruptionsbewegung.

Aus Delhi verlautete umgehend scharfe Kritik. AAP-Führer Sanjay Singh warf der BJP vor, mit „Operation Lotus“ – einem in Indien geläufigen Begriff für das Abwerben von Oppositionsabgeordneten – gezielt auf die Zerschlagung der Parteistrukturen in Punjab zu setzen. Die BJP nutze die Ermittlungsbehörden Enforcement Directorate und CBI, um Druck auf die Abgeordneten auszuüben, so Singh. Besonders bitter für die AAP: Ashok Mittal, der erst vor 22 Tagen Chadha als stellvertretender Fraktionschef abgelöst hatte, zählte zu den Überläufern. Chadha selbst rechtfertigte den Schritt mit dem Vorwurf, die Partei habe sich von den Prinzipien ehrlicher Politik entfernt: „Ich war der richtige Mann in der falschen Partei.“ Die übrigen drei AAP-Abgeordneten, darunter Swati Maliwal und Harbhajan Singh, sollen sich der Entscheidung angeschlossen haben – obwohl Maliwal zuvor als innerparteiliche Kritikerin galt.

Aus Punjab, der wichtigsten territorialen Hochburg der AAP, fiel die Reaktion erwartungsgemäß heftig aus. Kejriwal erklärte auf der Plattform X, die BJP habe „die Punjabi erneut betrogen“. Die abtrünnigen Abgeordneten, die alle aus diesem Bundesstaat stammen, würden die Wähler in Punjab nie verzeihen, ergänzte Sanjay Singh. Hintergrund ist die prekäre Lage der von Bhagwant Mann geführten Landesregierung: Die BJP könnte nun versuchen, mit Hilfe der Überläufer die Stabilität der Regierung zu untergraben – ein Szenario, das in Indien als „Operation Lotus“ bekannt ist. Obwohl die Parteiführung beteuert, die Regierung stehe fest, sind Risse im Fundament nicht zu übersehen.

Für die nationale Politik bedeutet der Bruch eine strategische Verschiebung. Die BJP stärkt ihre Position im Oberhaus und demonstriert ihre Fähigkeit, selbst in traditionell schwierigen Bundesstaaten wie Punjab Fuß zu fassen. Beobachter in Neu-Delhi sehen darin einen weiteren Schritt zur Konsolidierung der Macht unter Premierminister Narendra Modi, der bereits in mehreren Bundesstaaten mit ähnlichen Manövern Oppositionsparteien geschwächt hat. Die AAP hingegen steht vor einem Scherbenhaufen: Ihre Glaubwürdigkeit als Bewegung für saubere Politik ist angeschlagen, und die Frage, ob Kejriwal die Partei noch zusammenhalten kann, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden. Die kommenden Wahlen in Punjab werden zeigen, ob der Exodus nur ein taktischer Rückschlag oder der Anfang vom Ende der AAP als ernstzunehmender Oppositionskraft ist.

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Sieben Abgeordnete verlassen die AAP: Ein Bruch, der Delhi erschüttert und Punjab spaltet

Ein politisches Beben erschüttert die indische Oppositionslandschaft: Raghav Chadha, bis vor kurzem einer der prominentesten Köpfe der Aam-Aadmi-Partei (AAP), hat zusammen mit sechs weiteren Rajya-Sabha-Abgeordneten den Austritt aus der Partei erklärt und den Beitritt zur regierenden Bharatiya-Janata-Partei (BJP) angekündigt. Chadha berief sich dabei auf eine Verfassungsklausel, die eine Fraktionsverschmelzung ermöglicht, sofern zwei Drittel der Mitglieder zustimmen – eine Bedingung, die nach seiner Darstellung mit sieben von zehn AAP-Abgeordneten erfüllt sei. Der Schritt, den er mit „Erstickungsgefühl“ und mangelnden Gestaltungsmöglichkeiten begründete, markiert den bislang schwersten innerparteilichen Riss in der Geschichte der von Arvind Kejriwal gegründeten Anti-Korruptionsbewegung.

Aus Delhi verlautete umgehend scharfe Kritik. AAP-Führer Sanjay Singh warf der BJP vor, mit „Operation Lotus“ – einem in Indien geläufigen Begriff für das Abwerben von Oppositionsabgeordneten – gezielt auf die Zerschlagung der Parteistrukturen in Punjab zu setzen. Die BJP nutze die Ermittlungsbehörden Enforcement Directorate und CBI, um Druck auf die Abgeordneten auszuüben, so Singh. Besonders bitter für die AAP: Ashok Mittal, der erst vor 22 Tagen Chadha als stellvertretender Fraktionschef abgelöst hatte, zählte zu den Überläufern. Chadha selbst rechtfertigte den Schritt mit dem Vorwurf, die Partei habe sich von den Prinzipien ehrlicher Politik entfernt: „Ich war der richtige Mann in der falschen Partei.“ Die übrigen drei AAP-Abgeordneten, darunter Swati Maliwal und Harbhajan Singh, sollen sich der Entscheidung angeschlossen haben – obwohl Maliwal zuvor als innerparteiliche Kritikerin galt.

Aus Punjab, der wichtigsten territorialen Hochburg der AAP, fiel die Reaktion erwartungsgemäß heftig aus. Kejriwal erklärte auf der Plattform X, die BJP habe „die Punjabi erneut betrogen“. Die abtrünnigen Abgeordneten, die alle aus diesem Bundesstaat stammen, würden die Wähler in Punjab nie verzeihen, ergänzte Sanjay Singh. Hintergrund ist die prekäre Lage der von Bhagwant Mann geführten Landesregierung: Die BJP könnte nun versuchen, mit Hilfe der Überläufer die Stabilität der Regierung zu untergraben – ein Szenario, das in Indien als „Operation Lotus“ bekannt ist. Obwohl die Parteiführung beteuert, die Regierung stehe fest, sind Risse im Fundament nicht zu übersehen.

Für die nationale Politik bedeutet der Bruch eine strategische Verschiebung. Die BJP stärkt ihre Position im Oberhaus und demonstriert ihre Fähigkeit, selbst in traditionell schwierigen Bundesstaaten wie Punjab Fuß zu fassen. Beobachter in Neu-Delhi sehen darin einen weiteren Schritt zur Konsolidierung der Macht unter Premierminister Narendra Modi, der bereits in mehreren Bundesstaaten mit ähnlichen Manövern Oppositionsparteien geschwächt hat. Die AAP hingegen steht vor einem Scherbenhaufen: Ihre Glaubwürdigkeit als Bewegung für saubere Politik ist angeschlagen, und die Frage, ob Kejriwal die Partei noch zusammenhalten kann, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden. Die kommenden Wahlen in Punjab werden zeigen, ob der Exodus nur ein taktischer Rückschlag oder der Anfang vom Ende der AAP als ernstzunehmender Oppositionskraft ist.

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