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Donnerstag, 7. Mai 2026

Musk plant mit Terafab den teuersten Chipstandort der Welt – und fordert Taiwan heraus

Elon Musk will mit SpaceX, Tesla und xAI in Texas eine gigantische Chipfabrik errichten. Die erste Phase kostet 55 Milliarden Dollar, das Endziel liegt bei 119 Milliarden. Intel ist als Partner an Bord.

Elon Musk treibt den Bau der wohl teuersten Chipfabrik der Geschichte voran. Wie aus einem öffentlichen Dokument des Grimes County in Texas hervorgeht, beantragt sein Raumfahrtunternehmen SpaceX eine Steuerbefreiung für das Projekt Terafab, das in der ersten Phase mit 55 Milliarden Dollar veranschlagt wird. Sollten alle geplanten Erweiterungen realisiert werden, steigt die Summe auf 119 Milliarden Dollar – und übertrifft damit die früheren Schätzungen von Analysten, die von 45 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Die Anlage soll nahe des Gibbons-Creek-Stausees entstehen, rund 130 Kilometer nordwestlich von Austin, und dient der Fertigung hochleistungsfähiger KI-Chips für Musks eigene Unternehmen: SpaceX, das KI-Start-up xAI und den Elektroautobauer Tesla. Eine öffentliche Anhörung über die Steuererleichterung ist für den 3. Juni angesetzt.

Das Vorhaben ist eingebettet in Musks umfassendere Strategie, die Abhängigkeit von taiwanischen Herstellern wie TSMC zu verringern. Aus texanischer Sicht bedeutet das Projekt einen gewaltigen Impuls für die Region: Der Bau des Werks, das auf dem Gelände eines ehemaligen Kraftwerks entstehen soll, verspricht Tausende Arbeitsplätze und massive Investitionen in die lokale Infrastruktur. Doch die Ankündigung hat auch außerhalb der Vereinigten Staaten Wellen geschlagen. Beobachter in Peking verfolgen die Entwicklung mit Skepsis, da sie die globale Halbleiterlieferkette weiter destabilisieren könnte, die bereits durch die US-Exportkontrollen gegen China unter Druck steht.

Entscheidend für den Erfolg des Terafab-Projekts ist die Partnerschaft mit Intel. Der amerikanische Chipriese hat sich im April bereit erklärt, bei der Konzeption, Fertigung und Verpackung der Chips zu helfen, insbesondere mit dem geplanten 14A-Fertigungsprozess. Musk selbst hatte bereits auf der Tesla-Hauptversammlung angedeutet, dass man diesen Prozess nutzen wolle – eine Nachricht, die Intels Aktienkurs im April auf ein Rekordhoch trieb und den Marktwert des Unternehmens verdoppelte. Der Terafab soll erstmals Logik, Speicher und fortschrittliche Verpackung unter einem Dach vereinen, was die Fragmentierung der Lieferkette überwinden und die Produktion beschleunigen könnte. Aus Sicht europäischer Halbleiterexperten ist dies ein Weckruf: Während Deutschland, Österreich und die Schweiz mit milliardenschweren Subventionsprogrammen wie dem European Chips Act eigene Kapazitäten aufbauen, droht ihnen der Anschluss an die Spitze der KI-Chipfertigung zu entgleiten, weil private Investitionen dieser Größenordnung in Europa kaum denkbar sind.

Die langfristigen Auswirkungen sind noch ungewiss. Zwar könnte der Terafab die Kosten für KI-Chips drastisch senken und Musks Robotaxi- und Optimus-Roboter-Pläne beflügeln, doch die technischen Risiken sind immens. Noch nie wurde versucht, eine derartige Fabrik in dieser Dimension zu errichten. Sollte das Projekt scheitern, bliebe ein ökonomisches Vakuum in der Region; gelänge es, würde es die globale Halbleiterkarte neu zeichnen und Europa endgültig ins Hintertreffen bringen.

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Musk plant mit Terafab den teuersten Chipstandort der Welt – und fordert Taiwan heraus

Elon Musk will mit SpaceX, Tesla und xAI in Texas eine gigantische Chipfabrik errichten. Die erste Phase kostet 55 Milliarden Dollar, das Endziel liegt bei 119 Milliarden. Intel ist als Partner an Bord.

Elon Musk treibt den Bau der wohl teuersten Chipfabrik der Geschichte voran. Wie aus einem öffentlichen Dokument des Grimes County in Texas hervorgeht, beantragt sein Raumfahrtunternehmen SpaceX eine Steuerbefreiung für das Projekt Terafab, das in der ersten Phase mit 55 Milliarden Dollar veranschlagt wird. Sollten alle geplanten Erweiterungen realisiert werden, steigt die Summe auf 119 Milliarden Dollar – und übertrifft damit die früheren Schätzungen von Analysten, die von 45 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Die Anlage soll nahe des Gibbons-Creek-Stausees entstehen, rund 130 Kilometer nordwestlich von Austin, und dient der Fertigung hochleistungsfähiger KI-Chips für Musks eigene Unternehmen: SpaceX, das KI-Start-up xAI und den Elektroautobauer Tesla. Eine öffentliche Anhörung über die Steuererleichterung ist für den 3. Juni angesetzt.

Das Vorhaben ist eingebettet in Musks umfassendere Strategie, die Abhängigkeit von taiwanischen Herstellern wie TSMC zu verringern. Aus texanischer Sicht bedeutet das Projekt einen gewaltigen Impuls für die Region: Der Bau des Werks, das auf dem Gelände eines ehemaligen Kraftwerks entstehen soll, verspricht Tausende Arbeitsplätze und massive Investitionen in die lokale Infrastruktur. Doch die Ankündigung hat auch außerhalb der Vereinigten Staaten Wellen geschlagen. Beobachter in Peking verfolgen die Entwicklung mit Skepsis, da sie die globale Halbleiterlieferkette weiter destabilisieren könnte, die bereits durch die US-Exportkontrollen gegen China unter Druck steht.

Entscheidend für den Erfolg des Terafab-Projekts ist die Partnerschaft mit Intel. Der amerikanische Chipriese hat sich im April bereit erklärt, bei der Konzeption, Fertigung und Verpackung der Chips zu helfen, insbesondere mit dem geplanten 14A-Fertigungsprozess. Musk selbst hatte bereits auf der Tesla-Hauptversammlung angedeutet, dass man diesen Prozess nutzen wolle – eine Nachricht, die Intels Aktienkurs im April auf ein Rekordhoch trieb und den Marktwert des Unternehmens verdoppelte. Der Terafab soll erstmals Logik, Speicher und fortschrittliche Verpackung unter einem Dach vereinen, was die Fragmentierung der Lieferkette überwinden und die Produktion beschleunigen könnte. Aus Sicht europäischer Halbleiterexperten ist dies ein Weckruf: Während Deutschland, Österreich und die Schweiz mit milliardenschweren Subventionsprogrammen wie dem European Chips Act eigene Kapazitäten aufbauen, droht ihnen der Anschluss an die Spitze der KI-Chipfertigung zu entgleiten, weil private Investitionen dieser Größenordnung in Europa kaum denkbar sind.

Die langfristigen Auswirkungen sind noch ungewiss. Zwar könnte der Terafab die Kosten für KI-Chips drastisch senken und Musks Robotaxi- und Optimus-Roboter-Pläne beflügeln, doch die technischen Risiken sind immens. Noch nie wurde versucht, eine derartige Fabrik in dieser Dimension zu errichten. Sollte das Projekt scheitern, bliebe ein ökonomisches Vakuum in der Region; gelänge es, würde es die globale Halbleiterkarte neu zeichnen und Europa endgültig ins Hintertreffen bringen.

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