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Donnerstag, 7. Mai 2026

Studio Ghibli mit Prinzessin-von-Asturien-Preis ausgezeichnet: Ein Triumph der handgezeichneten Kunst

Das japanische Animationsstudio erhält den renommierten Preis für Kommunikation und Geisteswissenschaften. Die Jury lobt die humanistische Kraft seiner Filme.

Das japanische Animationsstudio Ghibli ist mit dem Prinzessin-von-Asturien-Preis für Kommunikation und Geisteswissenschaften ausgezeichnet worden. Der Preis, der am Mittwoch in Oviedo verkündet wurde, würdigt ein Werk, das nach den Worten der Jury „die Kreativität auf außergewöhnliche Weise in Wissen und Kommunikation verwandelt“ habe. Mit dieser Entscheidung rückt die Stiftung eine Kunstform ins Zentrum, die oft als Nischenphänomen gilt, obwohl sie längst zum globalen Kulturgut geworden ist.

Gegründet wurde das Studio 1985 von Hayao Miyazaki, Isao Takahata und Toshio Suzuki – als Gegenentwurf zur industrialisierten Massenware, die damals die japanische Animationsbranche prägte. Aus Tokioter Sicht mag die Ehrung wie eine späte Bestätigung eines längst etablierten künstlerischen Anspruchs wirken: Ghibli-Filme wie „Chihiros Reise ins Zauberland“ oder „Mein Nachbar Totoro“ sind nicht nur kommerziell erfolgreich, sie erzählen von Empathie, Toleranz und der Verletzlichkeit der Natur. Aus europäischer Perspektive, insbesondere aus Madrid oder Berlin, zeigt die Auszeichnung, wie sehr die handgezeichnete Animation als ernstzunehmende Kulturleistung anerkannt wird – ein Prozess, der auch in den deutschsprachigen Ländern an Fahrt gewonnen hat. Die Berlinale hat Ghibli retrospektiv gefeiert, und die Schweizer Kinolandschaft verzeichnet eine treue Fangemeinde.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die digitale Bilderflut die Wahrnehmung von Kunst grundlegend verändert. Beobachter in Peking, wo Ghibli-Filme als Schulstoff dienen, sehen in dem Preis einen Beleg für die transkulturelle Brückenfunktion des Studios. In den Vereinigten Staaten wiederum, wo Disney lange den Markt dominierte, wird Ghiblis Erfolg als Triumph der Autorenschaft über die Formel gewertet. Die Jury hob hervor, dass die Filme „einen Brückenschlag zwischen Generationen und Ländern“ vollzögen – eine Formulierung, die auf das universelle Vokabular dieser Bildwelten verweist.

Doch die Auszeichnung ist auch ein Blick nach vorn. Miyazaki, inzwischen 84 Jahre alt, hat mehrfach seinen Rückzug angekündigt und dann doch weitergearbeitet. Der Preis mag das Studio dazu ermutigen, sein Erbe zu bewahren, ohne in musealer Starre zu verharren. Während sich die Branche zunehmend auf KI-gestützte Produktion stützt, bleibt Ghibli ein Labor der Geduld: Jeder Frame ist gezeichnet, jeder Windhauch komponiert. Dass diese Haltung nun mit einem der renommiertesten Preise der spanischsprachigen Welt gewürdigt wird, dürfte auch in München, Köln und Zürich als Plädoyer für die Kunst des Langsamen verstanden werden. Die Zukunft der Animation, so die Botschaft, ist nicht nur digital – sie bleibt auch eine Frage der Haltung.

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Barfuß durch das heilige Gehölz: Wie das Pamali den Wald von Kuta schützt·Bewaffnete überfallen Dorf in Sokoto: Mindestens zwölf Tote und zahlreiche Entführungen·Milei verschärft Krise mit Brasilien: Erneute Beleidigungen gegen Lula da Silva·Erneuter Totalausfall des kubanischen Stromnetzes – sechste landesweite Abschaltung in diesem Jahr·Marokkanische Fußballspielerin ertrinkt bei Versuch, Ceuta zu erreichen·Bewegung im Alter senkt Sterblichkeit um bis zu 25 Prozent·Capital One begründet Kontoschließungen der Trump Organization mit Geldwäscheverdacht·Die schwere Last des Wissens: Wenn Schule zur Bürde wird·Barfuß durch das heilige Gehölz: Wie das Pamali den Wald von Kuta schützt·Bewaffnete überfallen Dorf in Sokoto: Mindestens zwölf Tote und zahlreiche Entführungen·Milei verschärft Krise mit Brasilien: Erneute Beleidigungen gegen Lula da Silva·Erneuter Totalausfall des kubanischen Stromnetzes – sechste landesweite Abschaltung in diesem Jahr·Marokkanische Fußballspielerin ertrinkt bei Versuch, Ceuta zu erreichen·Bewegung im Alter senkt Sterblichkeit um bis zu 25 Prozent·Capital One begründet Kontoschließungen der Trump Organization mit Geldwäscheverdacht·Die schwere Last des Wissens: Wenn Schule zur Bürde wird·
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Studio Ghibli mit Prinzessin-von-Asturien-Preis ausgezeichnet: Ein Triumph der handgezeichneten Kunst

Das japanische Animationsstudio erhält den renommierten Preis für Kommunikation und Geisteswissenschaften. Die Jury lobt die humanistische Kraft seiner Filme.

Das japanische Animationsstudio Ghibli ist mit dem Prinzessin-von-Asturien-Preis für Kommunikation und Geisteswissenschaften ausgezeichnet worden. Der Preis, der am Mittwoch in Oviedo verkündet wurde, würdigt ein Werk, das nach den Worten der Jury „die Kreativität auf außergewöhnliche Weise in Wissen und Kommunikation verwandelt“ habe. Mit dieser Entscheidung rückt die Stiftung eine Kunstform ins Zentrum, die oft als Nischenphänomen gilt, obwohl sie längst zum globalen Kulturgut geworden ist.

Gegründet wurde das Studio 1985 von Hayao Miyazaki, Isao Takahata und Toshio Suzuki – als Gegenentwurf zur industrialisierten Massenware, die damals die japanische Animationsbranche prägte. Aus Tokioter Sicht mag die Ehrung wie eine späte Bestätigung eines längst etablierten künstlerischen Anspruchs wirken: Ghibli-Filme wie „Chihiros Reise ins Zauberland“ oder „Mein Nachbar Totoro“ sind nicht nur kommerziell erfolgreich, sie erzählen von Empathie, Toleranz und der Verletzlichkeit der Natur. Aus europäischer Perspektive, insbesondere aus Madrid oder Berlin, zeigt die Auszeichnung, wie sehr die handgezeichnete Animation als ernstzunehmende Kulturleistung anerkannt wird – ein Prozess, der auch in den deutschsprachigen Ländern an Fahrt gewonnen hat. Die Berlinale hat Ghibli retrospektiv gefeiert, und die Schweizer Kinolandschaft verzeichnet eine treue Fangemeinde.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die digitale Bilderflut die Wahrnehmung von Kunst grundlegend verändert. Beobachter in Peking, wo Ghibli-Filme als Schulstoff dienen, sehen in dem Preis einen Beleg für die transkulturelle Brückenfunktion des Studios. In den Vereinigten Staaten wiederum, wo Disney lange den Markt dominierte, wird Ghiblis Erfolg als Triumph der Autorenschaft über die Formel gewertet. Die Jury hob hervor, dass die Filme „einen Brückenschlag zwischen Generationen und Ländern“ vollzögen – eine Formulierung, die auf das universelle Vokabular dieser Bildwelten verweist.

Doch die Auszeichnung ist auch ein Blick nach vorn. Miyazaki, inzwischen 84 Jahre alt, hat mehrfach seinen Rückzug angekündigt und dann doch weitergearbeitet. Der Preis mag das Studio dazu ermutigen, sein Erbe zu bewahren, ohne in musealer Starre zu verharren. Während sich die Branche zunehmend auf KI-gestützte Produktion stützt, bleibt Ghibli ein Labor der Geduld: Jeder Frame ist gezeichnet, jeder Windhauch komponiert. Dass diese Haltung nun mit einem der renommiertesten Preise der spanischsprachigen Welt gewürdigt wird, dürfte auch in München, Köln und Zürich als Plädoyer für die Kunst des Langsamen verstanden werden. Die Zukunft der Animation, so die Botschaft, ist nicht nur digital – sie bleibt auch eine Frage der Haltung.

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