
Tödlicher Drohnenangriff auf Trauerprozession im Sudan: Paramilitärs unter Verdacht
Bei einem Luftschlag auf eine Beerdigung in der umkämpften Stadt al-Ubayyid starben mindestens vier Zivilisten; die Rapid Support Forces werden der Tat bezichtigt – ein weiterer Beleg für die eskalierende Gewalt im sudanesischen Bürgerkrieg.
Ein Drohnenangriff auf eine Trauergesellschaft auf einem Friedhof in der sudanesischen Stadt al-Ubayyid hat am Mittwochabend mindestens vier Menschen getötet und mehrere weitere verletzt. Nach Angaben des Sudan Doctors Network und der Organisation Emergency Lawyers werden die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) für die Attacke verantwortlich gemacht. Der Angriff war Teil einer Serie von Drohneneinsätzen, die seit Mittwochabend insgesamt mindestens 23 Todesopfer forderten. Eine Stellungnahme der RSF liegt bislang nicht vor.
Al-Ubayyid, aktuell unter Kontrolle der sudanesischen Armee, ist ein strategisch wichtiger Knotenpunkt im seit drei Jahren tobenden Bürgerkrieg. Dieser entbrannte, nachdem die Führungen von Armee und RSF über die künftige Ausrichtung des Landes zerstritten. Die Kämpfe haben die weltweit schwerste humanitäre Krise ausgelöst: Über elf Millionen Menschen wurden vertrieben, rund 28 Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Stadt ist hart umkämpft, und die jüngsten Luftschläge unterstreichen die erbarmungslose Eskalation.
Internationale Beobachter zeigen sich alarmiert. Aus europäischer Perspektive, insbesondere in Berlin, wächst die Sorge vor einer weiteren Destabilisierung der Region. Deutschland hat humanitäre Hilfen zugesagt und unterstützt diplomatische Initiativen, doch die anhaltende Gewalt erschwert jeden Fortschritt. Regionale Vermittlungsbemühungen der Afrikanischen Union und der ostafrikanischen Staatengemeinschaft IGAD verlaufen schleppend, zumal die RSF mutmaßlich von ausländischen Mächten mit Drohnentechnologie versorgt wird. Die Angriffe auf zivile Ziele wie Trauerfeiern stellen einen eklatanten Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar.
Eine Lösung des Konflikts ist kurzfristig nicht in Sicht. Der UN-Sicherheitsrat bleibt aufgrund geopolitischer Rivalitäten blockiert, und ein Waffenembargo ist unwahrscheinlich. Für Europa hat das unmittelbare Folgen: Der anhaltende Krieg könnte neue Fluchtbewegungen auslösen und die Sicherheit im Mittelmeerraum beeinträchtigen. Beobachter fordern eine entschlossenere internationale Zusammenarbeit, um die Waffenlieferungen zu unterbinden und einen Waffenstillstand zu erzwingen. Andernfalls droht eine humanitäre Katastrophe, die über die Grenzen Sudans hinauswirkt.
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.80 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
Ein Drohnenangriff auf einen Trauerzug im Sudan hat Dutzende Zivilisten getötet und die bereits katastrophale humanitäre Krise verschärft. Afrikanische Medien verurteilen die unterschiedslose Gewalt aufs Schärfste und fordern einen sofortigen Waffenstillstand. Der Vorfall unterstreicht die dringende Notwendigkeit, Zivilisten zu schützen und Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen.
Eine Drohne griff einen Trauerzug im Sudan an und tötete viele Menschen, eine weitere Eskalation des Bürgerkriegs. Die lateinamerikanische Presse berichtet distanziert über den Vorfall, unter Berufung auf offizielle Quellen und Opferzahlen. Das Ereignis wird als eine weitere Episode in einem vergessenen Konflikt dargestellt.
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