
Trump attackiert Maine-Demokraten Platner als „Schläger“ und „Schwein“
Nach dem Sieg des von Skandalen umgebenen Graham Platner bei der Vorwahl in Maine greift Trump den Kandidaten scharf an – und bringt damit die Demokraten in Erklärungsnot.
Präsident Donald Trump hat den demokratischen Senatskandidaten von Maine, Graham Platner, nach dessen Vorwahlsieg am Dienstag als „Schläger“ und „Schwein“ bezeichnet. In einer ungewöhnlich scharfen Attacke im Oval Office warf Trump dem ehemaligen Austernfischer und Marineveteranen vor, „schlimmer als jeder Mensch zu sein, der je für ein Amt kandidiert hat“. Trump bezog sich dabei auf eine Reihe von Enthüllungen über Platners Vergangenheit, darunter Vorwürfe früherer Freundinnen über bedrohliches Verhalten sowie die Verbreitung sexuell expliziter Nachrichten außerhalb seiner Ehe. Der Präsident fragte, warum die Demokraten um Fraktionschef Chuck Schumer, der Platner unterstützt, nicht über dessen Skandale sprächen, und spielte damit auf die Epstein-Affäre an.
Aus Washingtons Sicht zeigt Trumps Attacke, wie sehr Platner die Republikaner beunruhigt. Der 75-Prozent-Sieg des linken Flügelkandidaten in der Vorwahl macht ihn zum ernsthaften Herausforderer der republikanischen Senatorin Susan Collins, die als gefährdetste Amtsinhaberin ihrer Partei gilt. Die Demokraten hatten Platner zunächst gemieden, doch nach seinem Triumph gaben Schumer und Senatorin Kirsten Gillibrand eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihn als Teil des Kampfes gegen Trumps „chaotische und schädliche Agenda“ begrüßten. Beobachter in Maine sehen darin eine riskante Strategie: Platners Skandale könnten im konservativ geprägten Bundesstaat moderate Wähler abschrecken.
Platner selbst wies die Vorwürfe in einem Interview mit MSNBC als „völlig übertrieben“ zurück. Er räumte ein, dass die Berichte über sein Verhalten „aufgebläht“ seien, bestritt jedoch jegliche körperliche Übergriffe. Der Kandidat, der sich als Außenseiter gegen das Establishment profiliert, profitiert von einer Welle der Unterstützung durch die progressive Basis. Kritiker verweisen auf ein Totenkopf-Tattoo, das an Symbole der SS erinnert – ein Detail, das in Deutschland und Österreich besonders sensibel aufgenommen wird. Aus europäischer Perspektive wirft Platners Aufstieg Fragen nach dem Umgang mit persönlichen Skandalen im US-Wahlkampf auf.
Die Wahl in Maine gilt als Gradmesser für die politische Stimmung vor den Midterms im November. Sollte Platner Collins besiegen, könnte dies den Demokraten die Mehrheit im Senat sichern. Doch die Skandale um den Kandidaten bieten Trump und den Republikanern reichlich Angriffsfläche. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Platner die Wogen glätten kann oder ob die Demokraten einen weiteren umstrittenen Kandidaten wie 2016 zu verkraften haben.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Israelische Presse | −0.70 | critical |
The Atlantic press covers Platner's primary win with a mix of concern and pragmatism. While acknowledging his victory, outlets highlight the scandals and Trump's attacks, framing Platner as a risky but potentially effective candidate against Collins. The tone is cautious, focusing on the strategic implications for Democrats.
Israeli press frames Platner's victory as a symptom of the Democratic Party's dangerous fracture, particularly regarding Israel. The narrative warns that Platner's progressive populism could alienate Jewish voters and weaken US-Israel ties, portraying the primary outcome as alarming for Israel's security.
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