
Trump droht mit Zerstörung iranischer Brücken und Kraftwerke
US-Präsident Donald Trump kündigte an, für jeden Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus eine iranische Brücke oder ein Kraftwerk zu bombardieren.
US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch über seine Plattform Truth Social eine neue Eskalationsstufe im Konflikt mit Iran angekündigt. „Von diesem Zeitpunkt an wird die Regierung der Vereinigten Staaten jedes Mal, wenn die Islamische Republik Iran auf ein Schiff in der Straße von Hormus schießt – sei es mit einer Rakete, einer Drohne oder einer anderen Waffe – eine Brücke oder ein Kraftwerk bombardieren und zerstören, auch solche in oder nahe der Hauptstadt Teheran“, schrieb Trump. Die Drohung erfolgte nach der elften Nacht in Folge mit US-Luftangriffen auf Ziele in Iran. Das US-Zentralkommando (Centcom) teilte mit, die Angriffe hätten militärischen Operationszentren, Seezielkapazitäten, Flugzeughangars, Drohnenlagern und logistischer Infrastruktur gegolten, um die Fähigkeit Irans zu schwächen, die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen.
Die iranische Führung reagierte umgehend mit Gegenandrohungen. Der Kommandeur der Luftstreitkräfte der Revolutionsgarden, Generalmajor Majid Mousavi, warnte, falls iranische Kraftwerke getroffen würden, werde es zu Stromausfällen bei Verbündeten der USA kommen. Außenminister Abbas Araghchi schrieb auf der Plattform X: „Unsere Verteidigungsdoktrin ist klar: Auge um Auge.“ Das iranische Militärhauptquartier drohte mit Angriffen auf Öl-, Gas- und Elektrizitätsanlagen in der Region sowie mit der Unterbindung jeglicher Ölexporte. Die mit Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen kündigten zudem eine Blockade saudischer Öllieferungen durch die Meerenge Bab al-Mandab an.
Die erneute Zuspitzung trieb den Ölpreis in die Höhe. Die Sorte Brent notierte zeitweise über 95 Dollar pro Fass, den höchsten Stand seit fast sechs Wochen. In den USA stieg der Benzinpreis auf über vier Dollar pro Gallone. Nach Angaben des Pentagons hat der Krieg bisher 37,5 Milliarden Dollar gekostet; Verteidigungsminister Pete Hegseth beantragte beim Kongress weitere 67 Milliarden Dollar. Die Zahl der getöteten US-Soldaten seit Kriegsbeginn am 28. Februar beläuft sich auf 18. Das iranische Gesundheitsministerium meldete seit Ende Juni 53 getötete Zivilisten und fast 600 Verletzte.
Diplomatische Bemühungen zeigten bislang wenig Fortschritt. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, Washington sei weiterhin zu Verhandlungen bereit, bezweifelte jedoch die Ernsthaftigkeit Teherans. Der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf schrieb auf X, die Lage in der Straße von Hormus werde nicht zu den Vorkriegsbedingungen zurückkehren. Pakistan, das im Juni eine Rahmenvereinbarung zwischen beiden Seiten vermittelt hatte, setzt seine Vermittlungsversuche fort. Trump selbst nahm am Mittwoch an einer Zeremonie zur Überführung der sterblichen Überreste von vier in Jordanien und im Irak getöteten US-Soldaten auf der Luftwaffenbasis Dover teil.
| Iranische & verwandte Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | −0.80 | critical |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
The UN secretary-general warns that the situation in the Middle East is spiraling out of control and insists diplomacy is the only way forward, urging restraint on all sides.
Iran's repeated attacks on Gulf states and maritime routes are leading to catastrophic regional and global consequences, demanding a firm international response.
As tensions escalate between the US and Iran, diplomatic efforts are underway to mediate a truce, while the situation remains volatile with attacks and counterattacks.
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