
Zwischen Annäherung und Skepsis: Washington will Putin zum G20-Gipfel nach Miami laden
Die Regierung der Vereinigten Staaten hat erstmals offiziell bestätigt, dass Russland als Mitglied der Gruppe der Zwanzig zum diesjährigen Gipfeltreffen im Dezember in Miami eingeladen wird. Die Erklärung eines hochrangigen Beamten der Trump-Administration, wonach alle G20-Mitglieder zu den ministeriellen Treffen und zum Gipfel der Staats- und Regierungschefs eingeladen würden, beendet wochenlange Spekulationen über den künftigen diplomatischen Status Moskaus in dem Forum. Zugleich legte sie jene Widersprüche offen, die das amerikanische Vorgehen in der Russlandpolitik gegenwärtig prägen: Während das State Department betont, Präsident Trump habe wiederholt klargestellt, dass Russland bei allen G20-Zusammenkünften willkommen sei, erklärte Trump selbst vor Journalisten, er habe Wladimir Putin bislang nicht eingeladen und bezweifle, dass der russische Präsident einer Einladung überhaupt folgen würde.
Sollte er es dennoch tun, wäre dies freilich „sehr hilfreich“, fügte der amerikanische Präsident mit jener eigentümlichen Mischung aus Unverbindlichkeit und Signalbereitschaft hinzu, die seine außenpolitische Kommunikation kennzeichnet.
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