
Trump setzt Luftangriffe aus und sucht Gespräche – Iran dementiert direkte Verhandlungen
Nach einer dreitägigen Feuerpause warnt der US-Präsident vor der Wiederaufnahme massiver Militärschläge, während Iran Angriffe auf Saudi-Arabien und die Debatte über Munitionsengpässe das fragile Kräftespiel offenlegen.
Seit Samstag haben die Vereinigten Staaten ihre Luftangriffe auf Iran ausgesetzt – nach 13 Nächten einer intensivierten Bombenkampagne, die auf das Scheitern der Juni-Waffenruhe und die Blockade der Straße von Hormus folgte. Präsident Donald Trump erklärte am Montag an Bord der Air Force One, es gebe „gute Gespräche“ und eine „gute Chance“ auf eine Einigung. Zugleich warnte er, die USA würden „zu dem zurückkehren, was wir vor zwei Tagen getan haben“, falls die Verhandlungen scheiterten. Gegenüber dem Magazin Axios präzisierte Trump, Mediatoren hätten ihn gebeten, den diplomatischen Bemühungen noch eine Chance zu geben; er selbst gewähre „nicht viel Zeit: Entweder es geht schnell, oder es geht gar nicht“.
Aus Teheraner Sicht stellt sich die Gesprächslage anders dar. Der Sprecher des Außenministeriums, Esmail Baghaei, erklärte, es gebe keine direkten Verhandlungen mit Washington. Vermittler überbrächten Botschaften, doch Berichte über iranische Gesprächsersuchen seien „fabriziert“. Ein ranghoher iranischer Beamter hatte zuvor erklärt, Iran werde seine Angriffe einstellen, solange die selbstauferlegte Waffenruhe Trumps halte. Das iranische Militärkommando warf den USA vor, in seinen Hoheitsgewässern Schiffe zu bedrohen und eine „illegale Seeblockade“ zu errichten. Gleichzeitig beharrte Teheran auf seiner Kontrolle über die Straße von Hormus.
Die Aussicht auf Deeskalation ließ die Ölpreise einbrechen: Brent-Rohöl fiel am Montag um mehr als neun Prozent auf 87,77 US-Dollar je Barrel. Dennoch zeigten Drohnenangriffe auf saudi-arabische Öleinrichtungen am selben Tag die Fragilität der Pause. Saudi-Arabien fing Drohnen ab, die von „iran-gestützten Gruppen im Irak“ abgefeuert worden seien, und kündigte ein Recht auf Vergeltung an. Die Huthi-Rebellen in Jemen reklamierten ihrerseits einen Angriff auf die Ost-West-Pipeline. Die regionalen Spannungen bleiben hoch.
Innerhalb der US-Regierung mehrten sich derweil militärische Bedenken. Nach Angaben eines US-Beamten und mehrerer Medienberichte soll Generalstabschef Dan Caine vor der Erschöpfung von Präzisionsmunition gewarnt haben; die Kampagne habe ihre wirksamsten Ziele erreicht. Trump wies diese Berichte zurück: Die USA verfügten über „reichlich Munition, mehr als wir jemals brauchen könnten“. Er räumte jedoch ein, man wolle die Bestände an „fortschrittlicheren“ Systemen aufstocken, und machte Waffenlieferungen an die Ukraine für Engpässe verantwortlich. Die Entscheidung zur Feuerpause fällt mit einer zunehmend kritischen innenpolitischen Stimmung zusammen: Nur ein Drittel der Amerikaner unterstützte den Iran-Krieg, Trumps Zustimmungswerte stiegen dennoch leicht auf 37 Prozent. In den kommenden Tagen wird Trump mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Washington zusammentreffen, wobei das weitere Vorgehen gegenüber Iran im Mittelpunkt stehen dürfte.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.30 | aligned |
| Indische & südasiatische Presse | −0.40 | critical |
The ceasefire is fragile and Tehran categorically denies any direct negotiations, casting doubt on Trump's optimistic statements. The piece highlights the precariousness of the truce, held together by informal mediation.
Trump keeps the military option open while reviving negotiations, presenting himself as the architect of the ceasefire. The article credits Trump with securing a pause in fighting, emphasizing his patience and willingness to talk.
Hostilities could resume at any moment, with drone attacks testing the truce and Trump threatening further strikes. The article gives wide coverage to Trump's threats and ongoing attacks, painting a picture of imminent escalation.
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