
Trump verteidigt Iran-Deal beim G7: „Wirtschaftskatastrophe abgewendet“
US-Präsident betont in Évian-les-Bains die Verhinderung eines globalen Wirtschaftsschocks durch das Abkommen mit Teheran, das auch die Öffnung der Straße von Hormus und die Abgabe angereicherten Urans vorsieht.
Zum Abschluss des G7-Gipfels im französischen Évian-les-Bains hat US-Präsident Donald Trump am Mittwoch das vorläufige Abkommen mit Iran als historischen Durchbruch verteidigt, der eine drohende wirtschaftliche Katastrophe abgewendet habe. Eine Fortsetzung des militärischen Konflikts hätte nach seinen Worten die Weltwirtschaft erschüttern können – ein Szenario, das er mit dem Börsencrash von 1929 und der Präsidentschaft Herbert Hoovers verglich. „Das Einzige, was ich nicht sehen wollte, war eine wirtschaftliche Katastrophe. Wenn man das hätte weiterlaufen lassen, wäre genau das passiert“, erklärte Trump vor Journalisten am Ufer des Genfersees. Die Einigung sei ein „Memorandum of Understanding“, das alle gesetzten Ziele erfülle – „und noch viel mehr“.
Aus Washingtoner Sicht umfasst das Abkommen mehrere Kernpunkte: Iran verpflichtet sich zur Abgabe seines angereicherten Urans, was nach Trumps Worten einen dauerhaften „Schutzwall gegen die Nuklearwaffe“ errichten soll. Gleichzeitig wird die strategisch bedeutsame Straße von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr geöffnet, deren Blockade während der monatelangen Auseinanders etzungen die Energiemärkte belastet und die Inflationssorgen weltweit verschärft hatte. Ein in brasilianischen Medienberichten erwähnter Fonds von 300 Milliarden US-Dollar soll Iran zudem nur bei künftigem Wohlverhalten zugänglich sein. Trump selbst sprach von „sehr viel Geld“, das die USA vom Iran genommen hätten und das „irgendwann“ zurückgegeben werden müsse. In Madrid wurde darüber hinaus die Behauptung des Präsidenten aufgegriffen, das Abkommen komme einem „Regimewechsel“ gleich – eine Deutung, die in europäischen Hauptstädten mit Zurückhaltung aufgenommen wurde.
Die europäischen G7-Partner zeigten sich nach Trumps Darstellung „begeistert“ über den Durchbruch. Aus Berliner und Pariser Sicht steht dabei vor allem die Stabilisierung der Energieversorgung im Vordergrund: Die monatelangen Angriffe auf Tanker und Frachter im Persischen Golf hatten die Rohölpreise in die Höhe getrieben und die für die deutsche und schweizerische Industrie lebenswichtigen Lieferketten gefährdet. Auch die österreichische Wirtschaft, stark abhängig von stabilen Transportwegen, atmet auf. Allerdings bleibt in europäischen Diplomatenkreisen die Skepsis, ob die mündliche Übereinkunft tatsächlich in einen belastbaren Vertrag mündet. Trump selbst räumte ein, dass eine formelle Unterzeichnung noch ausstehe, möglicherweise aber „in zwei Tagen“ erfolgen könne.
Die vorläufige Einigung markiert eine Wende in der amerikanischen Iran-Politik, die noch vor Wochen von militärischer Eskalation geprägt war. Sollte das Abkommen Bestand haben, könnte es die geopolitische Prämie auf Öl deutlich senken und den Spielraum für eine geldpolitische Normalisierung in Europa erweitern. Zugleich wirft es Fragen zur künftigen Rolle des Iran auf: Die von Trump angedeutete Konditionierung milliardenschwerer Finanzhilfen an Teherans Verhalten erinnert an ein Anreizsystem, das sowohl in Washington als auch in Moskau und Peking genau beobachtet werden dürfte. Für Deutschland und seine Nachbarn bleibt entscheidend, ob die Wiedereröffnung der Straße von Hormus von Dauer ist und ob die versprochene Uranabgabe tatsächlich den Weg zu einer dauerhaften nuklearen Nichtverbreitung ebnet – oder ob das Interimsabkommen nur eine Atempause in einem ungelösten Konflikt darstellt.
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Beim G7-Gipfel verteidigte Trump das Iran-Abkommen mit dem Argument, es habe eine globale Wirtschaftskatastrophe verhindert. Ein längerer Krieg hätte die Märkte erschüttern können, so Trump, und das Abkommen sei nötig gewesen, um dies abzuwenden.
Trump feierte das Iran-Abkommen als Triumph, der eine wirtschaftliche Katastrophe abwendet und alle Ziele 'und noch viel mehr' erreicht. Er versprach eine 'Mauer gegen Atomwaffen', gab bekannt, dass Teheran angereichertes Uran abliefern werde, und sagte, Iran könne nur dann auf 300 Milliarden Dollar zugreifen, wenn es sich gut verhält.
Trump stellte das Iran-Abkommen als Friedensvertrag dar, der bereits einen Regimewechsel bewirkt habe. Er betonte, dass es eine wirtschaftliche Katastrophe verhindere und alle gesteckten Ziele erreiche, und zeichnete das Abkommen als tiefgreifende Umgestaltung der strategischen Landschaft.
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