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Justiz & RechtSonntag, 31. Mai 2026

Trumps Kehrtwende: Green-Card-Pflicht zur Ausreise wird zur Einzelfallentscheidung

Die US-Regierung rudert bei der Green-Card-Vergabe zurück: Statt einer generellen Ausreisepflicht gilt nun eine Ermessensprüfung. Doch zusätzliche Hürden für Fachkräfte bleiben.

Die Ankündigung war drastisch und löste unter Einwanderern wie Anwälten hektische Reaktionen aus: Am 22. Mai verfügte die US-Bürgerschafts- und Einwanderungsbehörde, dass die meisten Antragsteller auf eine Green Card die Vereinigten Staaten verlassen und ihre Verfahren in den Heimatkonsulaten fortsetzen müssten. Nur eine Woche später ruderte das Heimatschutzministerium zurück. Am Freitag hieß es, es handele sich nicht um eine pauschale Pflicht, sondern um eine „Ermessensentscheidung der Beamten von Fall zu Fall“ – eine Klarstellung, die von vielen als Teilrevidierung gewertet wird.

Aus Washingtoner Sicht unterstreicht der Vorgang die restriktive Linie der Trump-Administration, die den Wahlkampf mit dem Versprechen geführt hatte, Millionen undokumentierte Migranten auszuweisen. Während Beobachter in Peking und Mumbai die Verunsicherung der grossen asiatischen Diaspora hervorheben, meldeten russische Medien, dass hochqualifizierte Fachkräfte von der Ausreiseregelung ausgenommen seien. Brasilianische Quellen verweisen auf die besondere Gefährdung von Opfern von Menschenhandel und Gewalt, für die eine Rückkehr ins Heimatland unzumutbar wäre. Für Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Fachkräfte in den USA beschäftigen, bleibt die Lage unübersichtlich – insbesondere, weil parallel eine weitere Verschärfung greift.

Unabhängig von der Ermessensfrage hat die US-Einwanderungspolitik nämlich bereits im Juni neue Hürden aufgerichtet. Wie aus Fachkreisen verlautet, müssen Antragsteller für arbeitsbezogene Green Cards nun striktere „Final Action Dates“ beachten, was die Zahl der Einreichungen begrenzt. Zudem wird die Statusanpassung, also der Übergang von einem temporären zu einem dauerhaften Visum innerhalb der USA, nicht mehr als Routine-, sondern als „ausserordentlicher“ Schritt behandelt. Betroffen sind Zehntausende von Studenten und Zeitarbeitern, darunter zahlreiche Europäer.

Der vorläufige Rückzieher entschärft die Angst vor einer sofortigen Ausweisung, doch das grundsätzliche Misstrauen gegenüber legalen Einwanderungswegen bleibt prägend. Die Ermessensspielräume der Beamten könnten zu willkürlichen Entscheidungen führen, warnen Einwanderungsrechtler. Für die transatlantische Wirtschaft wie für Forschungskooperationen ist das wenig verlässlich. Die Entwicklung zeigt, wie sehr die amerikanische Einwanderungspolitik derzeit von Exekutiventscheidungen und administrativen Feinsteuerungen abhängt – ein fragiles Konstrukt für all jene, die auf einen dauerhaften Aufenthaltstitel hoffen.

Divergenz — wer erzählt sie wie
31%Mittel
3 Blöcke · Positionen von −0.50 bis +0.20
KritischWohlwollend
ATLRUSLAT
Abweichung zwischen Presseblöcken
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.40critical
Russische & GUS-Presse+0.20neutral
Lateinamerikanische Presse−0.50critical
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.40

Die USA verschärfen ab Juni die Regeln für die Green Card und schränken die Anspruchsvoraussetzungen für arbeitsplatzbezogene Anträge ein. Die Regierung engt einen langjährigen Weg ein, der es bisher vielen Antragstellern erlaubte, während des Verfahrens im Land zu bleiben. Die Maßnahmen schaffen insgesamt ein restriktiveres Umfeld für Einwanderungsbewerber.

AlarmDringlichkeit
Russische & GUS-Presse+0.20

Washington hat die angekündigte Green-Card-Auflage abgemildert und hochqualifizierte Fachkräfte von der Pflicht ausgenommen, den Antrag aus dem Ausland zu stellen. Das Heimatschutzministerium rückte von der pauschalen Anweisung ab und erklärte, die Regel werde fallweise angewendet. Die Anpassung gilt als Zugeständnis an Wirtschaft und Tech-Branche, die den Verlust globaler Talente befürchteten.

SkepsisPragmatismus
Lateinamerikanische Presse−0.50

Die Trump-Regierung musste von ihrer abrupten Regelung zurückweichen, die Inhaber temporärer Visa gezwungen hätte, die USA während des Antrags auf Daueraufenthalt zu verlassen. Die ursprüngliche Ankündigung hatte breite Verurteilung durch humanitäre Organisationen ausgelöst, die die Maßnahme als schädlich für Migrantengemeinschaften anprangerten. Auf massiven Druck hin stellte das Heimatschutzministerium klar, dass die Regel nicht für alle gelte – eine teilweise Kehrtwende, die durch öffentlichen Protest erzwungen wurde.

EmpörungAlarm
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Trump spricht von verhinderter Großoffensive gegen Iran – Teheran dementiert direkte Gespräche·Polizei durchsucht südkoreanischen Fußballverband nach WM-Debakel·Vier Tote bei Überschlag eines Pkw in der Provinz Isfahan·Rückgang des Luftverkehrs zwischen Moskau und St. Petersburg um 18 Prozent·Ryan Murphys Serie „The Shards“: Glamour, Gewalt und ein Serienmörder im Los Angeles der 80er·Meta steigt mit Beta-Version von Muse Code in den KI-Programmiermarkt ein·FDA genehmigt Modernas ersten mRNA-Grippeimpfstoff für Erwachsene ab 50 Jahren·Bencic mit Mühelosigkeit, Eala mit Revanche – Zweite Runde in Toronto·Trump spricht von verhinderter Großoffensive gegen Iran – Teheran dementiert direkte Gespräche·Polizei durchsucht südkoreanischen Fußballverband nach WM-Debakel·Vier Tote bei Überschlag eines Pkw in der Provinz Isfahan·Rückgang des Luftverkehrs zwischen Moskau und St. Petersburg um 18 Prozent·Ryan Murphys Serie „The Shards“: Glamour, Gewalt und ein Serienmörder im Los Angeles der 80er·Meta steigt mit Beta-Version von Muse Code in den KI-Programmiermarkt ein·FDA genehmigt Modernas ersten mRNA-Grippeimpfstoff für Erwachsene ab 50 Jahren·Bencic mit Mühelosigkeit, Eala mit Revanche – Zweite Runde in Toronto·
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Sonntag, 31. Mai 2026

Trumps Kehrtwende: Green-Card-Pflicht zur Ausreise wird zur Einzelfallentscheidung

Die US-Regierung rudert bei der Green-Card-Vergabe zurück: Statt einer generellen Ausreisepflicht gilt nun eine Ermessensprüfung. Doch zusätzliche Hürden für Fachkräfte bleiben.

Die Ankündigung war drastisch und löste unter Einwanderern wie Anwälten hektische Reaktionen aus: Am 22. Mai verfügte die US-Bürgerschafts- und Einwanderungsbehörde, dass die meisten Antragsteller auf eine Green Card die Vereinigten Staaten verlassen und ihre Verfahren in den Heimatkonsulaten fortsetzen müssten. Nur eine Woche später ruderte das Heimatschutzministerium zurück. Am Freitag hieß es, es handele sich nicht um eine pauschale Pflicht, sondern um eine „Ermessensentscheidung der Beamten von Fall zu Fall“ – eine Klarstellung, die von vielen als Teilrevidierung gewertet wird.

Aus Washingtoner Sicht unterstreicht der Vorgang die restriktive Linie der Trump-Administration, die den Wahlkampf mit dem Versprechen geführt hatte, Millionen undokumentierte Migranten auszuweisen. Während Beobachter in Peking und Mumbai die Verunsicherung der grossen asiatischen Diaspora hervorheben, meldeten russische Medien, dass hochqualifizierte Fachkräfte von der Ausreiseregelung ausgenommen seien. Brasilianische Quellen verweisen auf die besondere Gefährdung von Opfern von Menschenhandel und Gewalt, für die eine Rückkehr ins Heimatland unzumutbar wäre. Für Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Fachkräfte in den USA beschäftigen, bleibt die Lage unübersichtlich – insbesondere, weil parallel eine weitere Verschärfung greift.

Unabhängig von der Ermessensfrage hat die US-Einwanderungspolitik nämlich bereits im Juni neue Hürden aufgerichtet. Wie aus Fachkreisen verlautet, müssen Antragsteller für arbeitsbezogene Green Cards nun striktere „Final Action Dates“ beachten, was die Zahl der Einreichungen begrenzt. Zudem wird die Statusanpassung, also der Übergang von einem temporären zu einem dauerhaften Visum innerhalb der USA, nicht mehr als Routine-, sondern als „ausserordentlicher“ Schritt behandelt. Betroffen sind Zehntausende von Studenten und Zeitarbeitern, darunter zahlreiche Europäer.

Der vorläufige Rückzieher entschärft die Angst vor einer sofortigen Ausweisung, doch das grundsätzliche Misstrauen gegenüber legalen Einwanderungswegen bleibt prägend. Die Ermessensspielräume der Beamten könnten zu willkürlichen Entscheidungen führen, warnen Einwanderungsrechtler. Für die transatlantische Wirtschaft wie für Forschungskooperationen ist das wenig verlässlich. Die Entwicklung zeigt, wie sehr die amerikanische Einwanderungspolitik derzeit von Exekutiventscheidungen und administrativen Feinsteuerungen abhängt – ein fragiles Konstrukt für all jene, die auf einen dauerhaften Aufenthaltstitel hoffen.

Divergenz — wer erzählt sie wie
31%Mittel
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Russische & GUS-Presse+0.20neutral
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Die USA verschärfen ab Juni die Regeln für die Green Card und schränken die Anspruchsvoraussetzungen für arbeitsplatzbezogene Anträge ein. Die Regierung engt einen langjährigen Weg ein, der es bisher vielen Antragstellern erlaubte, während des Verfahrens im Land zu bleiben. Die Maßnahmen schaffen insgesamt ein restriktiveres Umfeld für Einwanderungsbewerber.

AlarmDringlichkeit
Russische & GUS-Presse+0.20

Washington hat die angekündigte Green-Card-Auflage abgemildert und hochqualifizierte Fachkräfte von der Pflicht ausgenommen, den Antrag aus dem Ausland zu stellen. Das Heimatschutzministerium rückte von der pauschalen Anweisung ab und erklärte, die Regel werde fallweise angewendet. Die Anpassung gilt als Zugeständnis an Wirtschaft und Tech-Branche, die den Verlust globaler Talente befürchteten.

SkepsisPragmatismus
Lateinamerikanische Presse−0.50

Die Trump-Regierung musste von ihrer abrupten Regelung zurückweichen, die Inhaber temporärer Visa gezwungen hätte, die USA während des Antrags auf Daueraufenthalt zu verlassen. Die ursprüngliche Ankündigung hatte breite Verurteilung durch humanitäre Organisationen ausgelöst, die die Maßnahme als schädlich für Migrantengemeinschaften anprangerten. Auf massiven Druck hin stellte das Heimatschutzministerium klar, dass die Regel nicht für alle gelte – eine teilweise Kehrtwende, die durch öffentlichen Protest erzwungen wurde.

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