
Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt wird zum zweiten Mal Mutter
Die jüngste Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hat am 1. Mai ihre Tochter Viviana zur Welt gebracht. Das Mädchen ist gesund.
Aus Washington ist eine private Nachricht von politischer Bedeutung zu vermelden: Karoline Leavitt, mit 28 Jahren die jüngste Pressesprecherin in der Geschichte des Weißen Hauses, hat ihr zweites Kind bekommen. Am 1. Mai wurde ihre Tochter Viviana, von der Familie liebevoll „Vivi“ genannt, geboren. Die Nachricht, die Leavitt am 7. Mai auf Instagram und X verkündete, wurde von einem sorgfältig inszenierten Foto begleitet, das die Mutter mit dem Neugeborenen in einem pastellrosa Kinderzimmer zeigt. „Sie ist perfekt und gesund“, schrieb Leavitt, „und ihr großer Bruder gewöhnt sich freudig an das Leben mit seiner kleinen Schwester.“ Der ältere Sohn Niko ist knapp zwei Jahre alt. Leavitts Ehemann Nicholas Riccio, ein 60-jähriger Immobilienentwickler, steht als Vater im Hintergrund dieser familiären Idylle, die für eine Spitzenbeamtin der Trump-Administration ungewöhnlich öffentlich zelebriert wird.
Die Geburt fällt in eine Zeit, in der Leavitt ohnehin im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit steht. Weniger als eine Woche zuvor, am Abend des White House Correspondents‘ Dinner, hatte ein Zwischenfall für Aufsehen gesorgt: Ein Gedankenleser, der den Namen des ungeborenen Kindes erraten sollte, wurde Zeuge eines bewaffneten Vorfalls im Saal. Aus arabischen Medienberichten geht hervor, dass der Künstler Oz Pearlman kurz zuvor die Reaktion des Publikums auf die Namensnennung beobachtete, als plötzlich Sicherheitskräfte eingriffen. Die Episode zeigt, wie sehr Leavitts Privatleben mit den Sicherheits- und Politdramen der Hauptstadt verwoben ist.
Aus europäischer Perspektive, insbesondere für ein deutschsprachiges Publikum, ist die Personalie Leavitt interessant, weil sie den Stil und die Kommunikationsstrategie der Trump-Regierung verkörpert. Die frühere College-Sportlerin und Eisverkäuferin aus New Hampshire hat ihren Aufstieg über Stationen bei Kayleigh McEnany und der Abgeordneten Elise Stefanik absolviert, bevor sie Trumps Wahlkampfteam 2024 verstärkte. Ihre Ernennung zur Pressesprecherin – ein Amt, das sonst erfahrenen Politveteranen vorbehalten ist – unterstreicht Trumps Neigung zu jungen, loyalen und medienaffinen Gesichtern.
Während Leavitt sich nun im Mutterschutz befindet, übernehmen andere Mitglieder der Administration, darunter Außenminister Marco Rubio, die täglichen Briefings. Beobachter in Washington spekulieren, ob die junge Mutter nach ihrer Rückkehr das Amt mit derselben Schlagkraft ausfüllen kann – oder ob die Rolle der prominentesten Kommunikatorin des Weißen Hauses ihr künftig mehr Raum für eine eigenständige politische Karriere eröffnet. In jedem Fall ist die Geburt Vivians ein seltenes persönliches Signal in einem politischen Betrieb, der sonst von Härte und Konfrontation geprägt ist.
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