
Zweifel an US-Iran-Gesprächen treiben Ölpreise – Wöchentlich dennoch Verluste
Die Ölpreise legten am Freitag leicht zu, da Anleger einen raschen Durchbruch in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran bezweifeln. Auf Wochensicht verzeichnen Brent und WTI jedoch deutliche Verluste.
Die Ölpreise haben am Freitag zugelegt, getrieben von zunehmenden Zweifeln der Anleger an einem raschen Durchbruch in den Verhandlungen zwischen den USA und Iran. Brent-Rohöl der Nordsee stieg um 0,94 Prozent auf 103,54 Dollar je Barrel, während US-Leichtöl WTI um 0,26 Prozent auf 96,60 Dollar zulegte. Im frühen Handel hatten beide Sorten zwischenzeitlich sogar mehr als drei Prozent zugelegt. Auf Wochensicht fällt die Bilanz jedoch negativ aus: Der Brent-Preis verlor 5,48 Prozent, der WTI sogar 8,37 Prozent. Grund sind die starken Schwankungen, die durch wechselnde Erwartungen an eine mögliche Einigung ausgelöst wurden.
Aus Teheraner Sicht haben sich die Positionen angenähert. Ein hochrangiger iranischer Vertreter erklärte, die Differenzen mit den USA hätten sich verringert. US-Außenminister Marco Rubio sprach von „einigen guten Anzeichen“. Dennoch bleibt die Skepsis groß. „Wir haben so viele widersprüchliche Schlagzeilen, dass man kaum folgen kann“, kommentierte Phil Flynn, Senior Analyst bei Price Futures Group. „Die Geschichte ist nun, dass Iran Uran liefern wird, um die Aufhebung von Sanktionen zu erreichen. Aber die Nachrichten ändern sich ständig.“ Beobachter in Washington warnen vor überzogenem Optimismus; ein Abkommen sei noch nicht in Sicht.
In diese Gemengelage schaltet sich Pakistan als Vermittler ein. Einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur IRNA zufolge ist der pakistanische Armeechef nach Teheran gereist, um die Gespräche zu unterstützen. Aus Islamabader Sicht könnte eine Deeskalation am Persischen Golf nicht nur die Region stabilisieren, sondern auch die Energieversorgung sichern. Die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird, bleibt ein neuralgischer Punkt. Sollte es zu keiner Einigung kommen, drohen neue Unsicherheiten für die globale Ölversorgung.
Für die europäischen Volkswirtschaften, insbesondere Deutschland, Österreich und die Schweiz, sind die Aussichten ambivalent. Einerseits entlasten fallende Ölpreise die Verbraucher und dämpfen den Inflationsdruck. Andererseits könnte ein Scheitern der Verhandlungen die Preise wieder in die Höhe treiben und die wirtschaftliche Erholung gefährden. Analysten erwarten bis zur nächsten Gesprächsrunde eine volatile Entwicklung mit weiterhin starken Ausschlägen. Die Frage, ob sich Washington und Teheran auf einen Fahrplan zur Sanktionsaufhebung einigen können, wird die Märkte in den kommenden Wochen bestimmen.
| Lateinamerikanische Presse | +0.10 | neutral |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | +0.30 | aligned |
| Iranische & verwandte Presse | −0.20 | neutral |
Latin American press focused on the moderate rise in US stock indices despite lingering uncertainties about the US-Iran deal. The reports highlighted that hopes of a peace framework eased risk perception, but cautioned that contradictory signals from the talks kept investors cautious. Oil prices saw mixed movements as doubts about the strait's reopening persisted.
Gulf bloc coverage portrayed cautious optimism, emphasizing that regional stock markets rebounded on hopes of a US-Iran deal while acknowledging the significant hurdles remaining. Reports stressed the 50-50 chance of an agreement and the key issues of uranium stockpiles and Hormuz tolls. Oil price gains reflected uncertainty, as investors doubted an immediate breakthrough but clung to diplomatic hopes.
Iranian media emphasized that no agreement has been reached yet, attributing the oil price rise to lingering doubts about the negotiations. They highlighted Iran's firm stance on its uranium stockpile and the Strait of Hormuz, portraying Washington's demands as unrealistic. The tone was skeptical of U.S. intentions, with reports noting that while gaps have narrowed, key differences remain unresolved.
Erweitere deinen Horizont
US-Senat verabschiedet Sanktionspaket mit Zolldrohung gegen Russland-Energiekäufer
2 Sprachen · 40 Quellen
Aus TechnologyAmazon finanziert privates Gaskraftwerk in Texas – droht größte Einzelemissionsquelle der USA
2 Sprachen · 8 Quellen
Aus Science & HealthProstatakrebs von Joe Biden hat sich weiter ausgebreitet und verursacht starke Schmerzen
11 Sprachen · 54 Quellen