
US-Offensive gegen Drogenhandel: Über 200 Tote bei Angriffen auf Schmugglerboote
Das US-Militär hat erneut ein Boot im Ostpazifik attackiert und drei Männer getötet. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf über 200. Trotz massiver Militäroperationen bleibt die Kokain-Verfügbarkeit in den USA unverändert hoch, sagen Experten.
Washington hat seine militärische Schlagkraft im Ostpazifik abermals demonstriert: Am Samstag griff eine Einheit des US-Südkommandos ein verdächtiges Schiff an, wobei drei Männer ums Leben kamen. Damit steigt die Gesamtzahl der bei solchen Einsätzen getöteten Personen seit Beginn der Offensive im vergangenen September auf mehr als 200. Das Pentagon spricht von „Narko-Terroristen“, die auf bekannten Schmuggelrouten unterwegs gewesen seien.
Seit Monaten führt das US-Militär unter dem Codenamen „Southern Spear“ eine beispiellose Serie von Luft- und Seeangriffen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik. Nach Angaben des Südkommandos wurden bisher 61 solcher gezielten Schläge durchgeführt. Die Operation, die Präsident Trump als bewaffneten Konflikt mit lateinamerikanischen Drogenkartellen bezeichnet, hat nach Berechnungen der Brown University bereits 4,7 Milliarden Dollar gekostet.
Doch der Erfolg dieser kostspieligen Intervention wird zunehmend in Frage gestellt. Epidemiologen, Suchtexperten und Gesundheitswissenschaftler kommen in ersten Evaluationen zu dem Schluss, dass die Verfügbarkeit von Kokain in den USA nahezu unverändert geblieben ist. Straßenpreise, Reinheitsgrade und tödliche Überdosierungen deuten darauf hin, dass der Drogenstrom aus Südamerika nicht entscheidend gestört wurde. Zudem hat die US-Regierung bislang keine öffentlich zugänglichen Beweise vorgelegt, die eine direkte Beteiligung der attackierten Boote am Drogenhandel zweifelsfrei belegen.
Beobachter in Lateinamerika und Europa verfolgen die Militärkampagne mit wachsender Skepsis. Die fehlende Transparenz bei der Auswahl der Ziele und der Verzicht auf Festnahmen, die zu Gerichtsverfahren führen könnten, nähren Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit der Operationen. Russische und iranische Medien kommentieren die Vorfälle ironisch als „Krieg gegen Fischerboote“ und unterstreichen die Diskrepanz zwischen militärischem Aufwand und nachrichtendienstlicher Präzision. Auch in befreundeten Hauptstädten wie Berlin oder Bern wird die Frage lauter, ob eine rein militärische Antwort dem komplexen Drogenproblem angemessen ist.
Die Regierung Trump hält unbeirrt an der harten Linie fest und signalisiert eine Ausweitung der Konfrontation. Ohne eine Kehrtwende in der Strategie droht jedoch eine endlose Spirale der Gewalt ohne messbare Eindämmung des Drogenhandels. Für die ohnehin fragile Sicherheitsarchitektur Lateinamerikas bedeuten die US-Angriffe eine zusätzliche Belastung. Die Debatte über alternative Ansätze – von gezielter Strafverfolgung bis zu präventiven Gesundheitsprogrammen – dürfte in Washington und den Partnerstaaten an Dringlichkeit gewinnen.
| Iranische & verwandte Presse | −1.00 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.60 | critical |
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.50 | critical |
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
Das US-Militär, als 'Terrorkommando' bezeichnet, hat ein weiteres Boot im Pazifik angegriffen und dabei drei Menschen ohne jede Rechtfertigung getötet. Der Angriff ist Teil einer Militärkampagne, die bereits über 200 Todesopfer gefordert hat und den aggressiven und kriminellen Charakter der amerikanischen Einsätze offenbart.
Die US-Militäroperation im Pazifik hat drei weitere Todesopfer gefordert, doch Gesundheits- und Drogenexperten betonen, dass Kokain in den USA nach wie vor ebenso leicht erhältlich ist wie zuvor. Daten zu Straßenpreisen, Überdosierungen und Grenzbeschlagnahmungen deuten darauf hin, dass diese Angriffe den Drogenstrom nicht verringern, und stellen die Wirksamkeit des massiven amerikanischen Einsatzes in Lateinamerika infrage.
Mit dem jüngsten Angriff im Pazifik übersteigt die Zahl der Todesopfer der US-Militärkampagne gegen mutmaßlichen Drogenhandel 200. Die Trump-Administration hat nie stichhaltige Beweise dafür vorgelegt, dass die angegriffenen Boote tatsächlich in den Drogenschmuggel verwickelt waren, was zunehmend Fragen nach der Rechtmäßigkeit dieser tödlichen Einsätze aufwirft.
Die US-Streitkräfte haben einen kinetischen Angriff auf ein mutmaßlich im Drogenschmuggel tätiges Schiff im Ostpazifik durchgeführt und dabei drei mutmaßliche Narcoterroristen getötet. Die Operation, die vom Südkommando angekündigt wurde, ist Teil einer laufenden Kampagne gegen den Drogenschmuggel entlang bekannter Pazifikrouten und führte zu keinen Verlusten auf Seiten des US-Militärs.
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