
Trump streicht Syrien von der US-Terrorliste – Kongress prüft 45 Tage
US-Präsident Trump hat den Kongress über die Absicht informiert, Syrien nach 47 Jahren von der Liste der Terrorismussponsoren zu streichen; die Entscheidung soll nach einer 45-tägigen Prüffrist in Kraft treten.
Präsident Donald Trump hat am Rande des NATO-Gipfels in Ankara am 8. Juli 2026 angekündigt, Syrien von der amerikanischen Liste der staatlichen Terrorismussponsoren zu streichen. Außenminister Marco Rubio unterrichtete noch am selben Tag formell den Kongress, womit eine 45-tägige Überprüfungsfrist beginnt. Sofern die Legislative nicht einschreitet – was in Washington als unwahrscheinlich gilt –, entfällt die seit 1979 bestehende Einstufung, die ausländische Hilfe, Rüstungsexporte und zahlreiche Finanztransaktionen massiv einschränkt. Trump traf in der türkischen Hauptstadt mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa zusammen und überreichte ihm ein Schreiben, in dem er die Beseitigung aller Hindernisse für den Wiederaufbau des Landes zusagte.
Aus Washingtoner Sicht ist der Schritt Teil einer strategischen Neuausrichtung gegenüber Damaskus. Rubio erklärte, die Aufhebung der Sanktionen werde internationalen Handel und Investitionen freisetzen und dem syrischen Volk eine neue Perspektive eröffnen. Die Entscheidung stützt sich nach Angaben des Außenministeriums auf „formelle Zusicherungen“ al-Sharaas, künftig keine Akte des internationalen Terrorismus zu unterstützen, sowie auf positive Veränderungen bei der Terrorbekämpfung unter der neuen Führung. Bereits im Juni 2025 hatte Trump per Dekret den Großteil der US-Sanktionen gegen Syrien aufgehoben und den Caesar Act außer Kraft gesetzt; die Streichung von der Terrorliste beseitigt nun das letzte zentrale rechtliche Hindernis für ein Engagement amerikanischer und internationaler Unternehmen.
In der Golfregion und in europäischen Hauptstädten wird die Entscheidung als Signal für eine wirtschaftliche Öffnung gewertet. Saudische Firmen planen nach Angaben aus Riad Investitionen in Milliardenhöhe, auch andere Golfstaaten haben Finanzhilfen zugesagt. Der Gouverneur der syrischen Zentralbank, Safwat Raslan, sprach von einem erweiterten Zugang zu Investitionen und der Wiedereingliederung in die Weltwirtschaft. Die US-Regierung betont, dass Sanktionen gegen den gestürzten Präsidenten Baschar al-Assad, dessen Umfeld und mutmaßliche Menschenrechtsverletzer bestehen bleiben. In Washington hatten zuvor führende Kongressmitglieder beider Parteien in einem Schreiben an die Regierung die Streichung als notwendig für den Wiederaufbau bezeichnet.
In israelischen Regierungskreisen stößt die Annäherung Washingtons an al-Sharaa dagegen auf Vorbehalte. Israel hat wiederholt Luftangriffe auf syrisches Territorium geflogen und betrachtet Damaskus als historischen Gegner. Trump hatte öffentlich eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Syrien und Israel gefordert und angeregt, Syrien könne im Libanon gegen die Hisbollah vorgehen; al-Sharaa schloss ein militärisches Eingreifen jedoch aus. Der syrische Übergangspräsident, einst Kommandeur der al-Qaida-nahen Nusra-Front, hatte sich 2016 von der Terrorgruppe losgesagt und die Koalition angeführt, die Ende 2024 das Assad-Regime stürzte. Mit der Streichung verbleiben nur noch Iran, Nordkorea und Kuba auf der US-Terrorliste. Die 45-tägige Kongressprüfung läuft; Beobachter in Washington erwarten keinen erfolgreichen Einspruch, sodass die Aufhebung im Spätsommer 2026 wirksam werden dürfte.
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Die Streichung Syriens von der Terrorliste ist ein diplomatischer Sieg und ein natürlicher Schritt in der Rehabilitation des Landes.
Indem die Entscheidung als logische Konsequenz von al-Sharaas erfolgreicher Rehabilitation und als letzte Hürde zur Wiedereingliederung dargestellt wird, normalisiert die Erzählung den Schritt und spielt mögliche Risiken oder Kontroversen herunter.
Die Erzählung lässt al-Sharaas Hintergrund als ehemaliger Dschihadistenkämpfer und die jahrzehntelange Geschichte der Bezeichnung aus, was Fragen zur Klugheit der Entscheidung aufwerfen könnte.
Die US-Entscheidung, Syrien von der Terrorliste zu streichen, ist eine routinemäßige diplomatische Aktion, die ohne Befürwortung oder Kritik berichtet wird.
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