
Vannacci gründet Partei und fordert Meloni heraus: Italien erlebt einen Rechtsruck
In Rom versammelten sich Tausende zu Kundgebungen für und gegen die Remigration, während Ex-General Vannacci seine neue Partei Futuro Nazionale vorstellte.
In Italien hat die politische Rechte am Wochenende mit massiven Kundgebungen und der Gründung einer neuen Partei ihre Stärke demonstriert. In Rom versammelten sich rund 3.000 Anhänger der extremen Rechten zu einem Marsch für die sogenannte „Remigration“ – die massenhafte Abschiebung von Migranten, auch solchen mit legalem Status. Organisiert wurde die Kundgebung vom Komitee „Remigrazione e Riconquista“, hinter dem neofaschistische Gruppen wie CasaPound stehen. Die Teilnehmer skandierten faschistische Parolen und zeigten den römischen Gruß. Parallel dazu fand eine antifaschistische Gegenkundgebung statt, zu der nach Angaben der Organisatoren bis zu 20.000 Menschen kamen. Sie trugen Transparente mit der Aufschrift „Fuck Remigration“ und bekundeten ihre Solidarität mit Migranten.
Zeitgleich hielt der ehemalige General Roberto Vannacci die konstituierende Versammlung seiner neuen Partei „Futuro Nazionale“ ab. Vannacci, der durch rassistische und homophobe Äußerungen bekannt wurde, rief seinen Anhängern zu: „Italien den Italienern!“ Er griff die politisch korrekte Linke, aber auch die Regierung von Giorgia Meloni an, der er vorwarf, ihre Versprechen nicht eingehalten zu haben. Vannacci inszenierte sich als Außenseiter und „Abschaum“, wie er provokativ sagte, und verlas die „Gebet der französischen Fallschirmjäger“. Seine Partei, die nach eigenen Angaben rund 1.000 Delegierte versammelte, will nach Umfragen Wähler von der Lega, den Fünf Sternen und aus dem Lager der Nichtwähler gewinnen.
Die Ereignisse in Rom zeigen eine zunehmende Polarisierung der italienischen Gesellschaft. Während die Regierung Meloni versucht, einen gemäßigten Kurs zu fahren, drängt die extreme Rechte mit radikalen Forderungen nach Massenabschiebungen und einem ethnisch definierten Nationsverständnis. Vannacci, der auch Kontakte zur deutschen AfD pflegt, könnte Meloni von rechts überholen und die politische Landschaft Italiens weiter nach rechts verschieben. Beobachter in Berlin und Wien verfolgen diese Entwicklung mit Sorge, da sie Signalwirkung für andere europäische Länder haben könnte.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.40 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.70 | critical |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.80 | critical |
Continental European press describes the Remigration rally as a far-right event, with chants against journalists and the launch of Vannacci's party. It highlights the threat to democracy and the normalization of xenophobic discourse, but the tone remains mostly descriptive with some critical notes.
Progressive Latin American press strongly condemns the far-right rally in Rome, emphasizing the calls for mass deportations and the hateful atmosphere. It highlights the danger to migrants' rights and the resemblance to past authoritarian regimes.
Arab press reports with concern the far-right rally in Rome, highlighting the demands for forced repatriation of migrants. It underscores the discriminatory discourse and the threat to immigrant communities, with a tone of alarm and defense of their rights.
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