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Ausgabe von 20:00 CETSonntag, 2. August 2026
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Sonntag, 26. Juli 2026

Díaz-Canel wirft USA „genozidale Politik“ vor und vergleicht Washington mit Nazi-Besatzern

Am 73. Jahrestag des Moncada-Angriffs beschuldigt Kubas Präsident die Vereinigten Staaten, die Insel ersticken und sich aneignen zu wollen, während die Wirtschaftskrise sich unter dem Ölembargo verschärft.

Am 26. Juli 2026 hat der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel die Politik der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba als „genozidale Politik“ bezeichnet und den Versuch Washingtons angeprangert, sich das Land „anzueignen“. Bei der Gedenkveranstaltung zum 73. Jahrestag des Angriffs auf die Moncada-Kaserne in Pinar del Río verglich er die Verfasser von US-Sanktionen mit den „Redakteuren von Erlassen und Militärbefehlen, die in den dunklen mittelalterlichen Zeiten oder während der Nazi-Besatzungen im Zweiten Weltkrieg so gefürchtet und gehasst wurden“. Die Blockade sei eine „Kriegswaffe“, die Tote verursache, und Washington strebe danach, eine „soziale Explosion“ zu provozieren, um Regierungen einzusetzen, die seinen „imperialen Interessen“ entsprächen.

Aus Sicht Havannas handelt es sich um einen „kalt berechneten Völkermord“ im Rahmen einer Kampagne der „maximalen Erstickung“. Diese umfasst nach Darstellung der kubanischen Führung ein seit Januar geltendes Ölembargo, mehrere Sanktionswellen – zuletzt gegen die Auslandsmissionen des medizinischen Personals, eine der wichtigsten Devisenquellen – sowie den jahrzehntealten Handelsembargo. Díaz-Canel wies einen Bericht des US-Außenministeriums zurück, der Kuba ein jahrzehntelanges Spionagenetzwerk vorwirft, und rief zur „Einheit“ sowie zur Umsetzung eines im Juni verabschiedeten Pakets von 176 marktwirtschaftlichen Reformen auf. Eine Gesprächsbereitschaft mit Washington ließ er nicht erkennen. Auffällig war die Abwesenheit des 95-jährigen Raúl Castro, der erstmals seit mindestens drei Jahrzehnten nicht an der Feier teilnahm; eine Erklärung wurde nicht gegeben. Washington hingegen betrachtet Kuba als „außergewöhnliche Bedrohung“ für die nationale Sicherheit, als Verbündeten Russlands und Chinas und wirft der Regierung Menschenrechtsverletzungen vor. Die Regierung Trump hat nach dem Sturz des venezolanischen Präsidenten Maduro im Januar den Druck massiv erhöht und mehrfach mit einer „Übernahme“ der Insel gedroht.

Die faktischen Folgen der Konfrontation sind in der Versorgungskrise ablesbar. Landesweite Stromausfälle dauern in der Hauptstadt bis zu 30 Stunden, in den Provinzen mehrere Tage; allein im Juli kam es dreimal zu einem gleichzeitigen Ausfall von rund 67 Prozent des Netzes. Der Tourismus brach im ersten Halbjahr um 58 Prozent ein, ausländische Hotelketten wie Meliá, Iberostar und Barceló haben das Land verlassen. Die Wirtschaftsleistung dürfte 2026 um 6,5 Prozent schrumpfen, und die Bevölkerung ist in acht Jahren um 16 Prozent zurückgegangen. In Mexiko sprachen Solidaritätsgruppen von einem „stillen Genozid“ und bezifferten die durch das Embargo verursachten Verluste zwischen März 2024 und Februar 2025 auf 7,56 Milliarden Dollar.

Die Moncada-Gedenkfeier, die als Beginn der kubanischen Revolution gilt, fand in einem Klima beispielloser wirtschaftlicher Strangulierung statt. Die kubanische Regierung hat die Reformen als „strategische Priorität“ bezeichnet, schließt jedoch Änderungen am politischen Modell aus. Die US-Seite hält unterdessen an ihrer Sanktionspolitik fest; ein Ende der Maßnahmen oder neue Gesprächskanäle sind nicht in Sicht.

Divergenz — wer erzählt sie wie
44%Mittel
3 Blöcke · Positionen von −0.70 bis +0.10
KritischWohlwollend
LATATLALM
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse−0.70critical
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.10neutral
Arabische Levante-Maghreb-Presse−0.50critical
Lateinamerikanische Presse−0.70

The Cuban president denounces the US genocidal policy at the Moncada anniversary, emphasizing the economic blockade as a crime against humanity. The narrative highlights Cuba's heroic resistance and the continuity of US imperialism since 1959.

EmpörungOpferrolle
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.10

The Cuban president's accusation is reported as a routine diplomatic exchange, framed within the context of long-standing tensions. The story is treated as a domestic political event in Cuba, with little analysis of the US policy implications.

DistanzPragmatismus
Arabische Levante-Maghreb-Presse−0.50

The Cuban president accuses the US of genocidal policy at the Moncada anniversary, linking it to the economic blockade. The narrative expresses solidarity with Cuba and sees the accusation as confirmation of the imperialist nature of US policy.

EmpörungOpferrolle
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Sonntag, 26. Juli 2026

Díaz-Canel wirft USA „genozidale Politik“ vor und vergleicht Washington mit Nazi-Besatzern

Am 73. Jahrestag des Moncada-Angriffs beschuldigt Kubas Präsident die Vereinigten Staaten, die Insel ersticken und sich aneignen zu wollen, während die Wirtschaftskrise sich unter dem Ölembargo verschärft.

Am 26. Juli 2026 hat der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel die Politik der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba als „genozidale Politik“ bezeichnet und den Versuch Washingtons angeprangert, sich das Land „anzueignen“. Bei der Gedenkveranstaltung zum 73. Jahrestag des Angriffs auf die Moncada-Kaserne in Pinar del Río verglich er die Verfasser von US-Sanktionen mit den „Redakteuren von Erlassen und Militärbefehlen, die in den dunklen mittelalterlichen Zeiten oder während der Nazi-Besatzungen im Zweiten Weltkrieg so gefürchtet und gehasst wurden“. Die Blockade sei eine „Kriegswaffe“, die Tote verursache, und Washington strebe danach, eine „soziale Explosion“ zu provozieren, um Regierungen einzusetzen, die seinen „imperialen Interessen“ entsprächen.

Aus Sicht Havannas handelt es sich um einen „kalt berechneten Völkermord“ im Rahmen einer Kampagne der „maximalen Erstickung“. Diese umfasst nach Darstellung der kubanischen Führung ein seit Januar geltendes Ölembargo, mehrere Sanktionswellen – zuletzt gegen die Auslandsmissionen des medizinischen Personals, eine der wichtigsten Devisenquellen – sowie den jahrzehntealten Handelsembargo. Díaz-Canel wies einen Bericht des US-Außenministeriums zurück, der Kuba ein jahrzehntelanges Spionagenetzwerk vorwirft, und rief zur „Einheit“ sowie zur Umsetzung eines im Juni verabschiedeten Pakets von 176 marktwirtschaftlichen Reformen auf. Eine Gesprächsbereitschaft mit Washington ließ er nicht erkennen. Auffällig war die Abwesenheit des 95-jährigen Raúl Castro, der erstmals seit mindestens drei Jahrzehnten nicht an der Feier teilnahm; eine Erklärung wurde nicht gegeben. Washington hingegen betrachtet Kuba als „außergewöhnliche Bedrohung“ für die nationale Sicherheit, als Verbündeten Russlands und Chinas und wirft der Regierung Menschenrechtsverletzungen vor. Die Regierung Trump hat nach dem Sturz des venezolanischen Präsidenten Maduro im Januar den Druck massiv erhöht und mehrfach mit einer „Übernahme“ der Insel gedroht.

Die faktischen Folgen der Konfrontation sind in der Versorgungskrise ablesbar. Landesweite Stromausfälle dauern in der Hauptstadt bis zu 30 Stunden, in den Provinzen mehrere Tage; allein im Juli kam es dreimal zu einem gleichzeitigen Ausfall von rund 67 Prozent des Netzes. Der Tourismus brach im ersten Halbjahr um 58 Prozent ein, ausländische Hotelketten wie Meliá, Iberostar und Barceló haben das Land verlassen. Die Wirtschaftsleistung dürfte 2026 um 6,5 Prozent schrumpfen, und die Bevölkerung ist in acht Jahren um 16 Prozent zurückgegangen. In Mexiko sprachen Solidaritätsgruppen von einem „stillen Genozid“ und bezifferten die durch das Embargo verursachten Verluste zwischen März 2024 und Februar 2025 auf 7,56 Milliarden Dollar.

Die Moncada-Gedenkfeier, die als Beginn der kubanischen Revolution gilt, fand in einem Klima beispielloser wirtschaftlicher Strangulierung statt. Die kubanische Regierung hat die Reformen als „strategische Priorität“ bezeichnet, schließt jedoch Änderungen am politischen Modell aus. Die US-Seite hält unterdessen an ihrer Sanktionspolitik fest; ein Ende der Maßnahmen oder neue Gesprächskanäle sind nicht in Sicht.

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The Cuban president denounces the US genocidal policy at the Moncada anniversary, emphasizing the economic blockade as a crime against humanity. The narrative highlights Cuba's heroic resistance and the continuity of US imperialism since 1959.

EmpörungOpferrolle
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The Cuban president's accusation is reported as a routine diplomatic exchange, framed within the context of long-standing tensions. The story is treated as a domestic political event in Cuba, with little analysis of the US policy implications.

DistanzPragmatismus
Arabische Levante-Maghreb-Presse−0.50

The Cuban president accuses the US of genocidal policy at the Moncada anniversary, linking it to the economic blockade. The narrative expresses solidarity with Cuba and sees the accusation as confirmation of the imperialist nature of US policy.

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