
Wembanyamas Gehirnerschütterung überschattet Spurs‘ Playoff-Hoffnungen vor Spiel drei in Portland
Der Ausfall von Victor Wembanyama nach einer Gehirnerschütterung wirft einen Schatten auf die Playoff-Ambitionen der San Antonio Spurs. Der 2,24 Meter große Franzose war am Dienstag im zweiten Spiel der Erstrundenserie gegen die Portland Trail Blazers mit voller Wucht auf das Parkett gestürzt, hatte kurzzeitig das Bewusstsein verloren und musste mit einer Diagnose der Gehirnerschütterung vom Feld geführt werden. Am Donnerstag stufte der Verein seinen Star als „fraglich“ für die dritte Begegnung am Freitag in Portland ein.
Aus San Antonioer Perspektive ist damit die größte Trumpfkarte der Mannschaft in Gefahr, nachdem Wembanyama zum Playoff-Debüt noch 35 Punkte erzielt und einen überzeugenden Sieg eingefahren hatte. Die Spurs müssen nun ohne ihren zentralen Verteidiger und Angreifer planen, der die gegnerische Defense durch seine bloße Präsenz aus dem Gleichgewicht bringt. In der texanischen Trainingshalle war der Center zwar am Mittwoch und Donnerstag anwesend, nahm aber gemäß dem NBA-Protokoll nicht am Übungsbetrieb teil – eine obligatorische Ruhephase von mindestens 48 Stunden ist Pflicht.
Beobachter in Paris verfolgen die Lage mit besonderer Sorge, denn Wembanyama gilt als Galionsfigur des französischen Basketballs und als künftiger Gesichtsbote der Liga. Die Zeitung „Le Figaro“ zitiert den ärztlichen Bericht der Spurs, wonach der Status des 21-Jährigen weiter ungewiss bleibt. Die finale Entscheidung über einen Einsatz dürfte erst kurz vor dem Anpfiff fallen, nachdem die obligatorischen Tests durchlaufen sind.
Für die Serie bedeutet die unsichere Personalie eine Zäsur: Die Spurs hatten in Spiel zwei ohne ihren Anführer deutliche Schwächen offenbart und müssen nun in Portland mindestens einen Auswärtssieg erringen, um den Heimvorteil nicht einzubüßen. Sollte Wembanyama ausfallen, wäre San Antonio gezwungen, seine Offensive umzustellen und die Last auf die erfahrenen Rollenspieler zu verteilen – ein Unterfangen, das gegen das eingespielte Team aus Oregon als schwierig gilt. Langfristig hängt der Erfolg der Serie davon ab, dass der Franzose rechtzeitig zurückkehrt.
Die medizinische Abteilung der Spurs wird keine Risiken eingehen, doch die Playoffs sind bekanntlich ein Wettlauf gegen die Zeit.
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