
Nach 53 Jahren Wartezeit: New York Knicks holen NBA-Titel und stürzen New York ins Chaos
Von einer Gala von Jalen Brunson getragen, beenden die Knicks ihre lange Titeldürre, bevor die Jubelfeiern in New York von Gewalt überschattet werden.
In der Nacht zum Sonntag gewannen die New York Knicks im fünften Finalspiel bei den San Antonio Spurs mit 94:90 und holten damit den ersten NBA-Titel seit 1973. Jalen Brunson erzielte 45 Punkte und wurde zum wertvollsten Spieler der Finalserie gewählt. Die Knicks, die in den Playoffs mehrfach zweistellige Rückstände aufholten – darunter ein 29-Punkte-Defizit im vierten Spiel –, beendeten eine der längsten Durststrecken im professionellen Sport. In San Antonio, wo sich auffällig viele New Yorker Fans unter die Zuschauer mischten, feierte das Team eine zähe, immer wieder von Comebacks geprägte Serie.
Der Titelgewinn war das Resultat eines beharrlichen Neuaufbaus, symbolisiert durch Brunson, der 2024 auf 113 Millionen Dollar verzichtete, um dem Klub finanziellen Spielraum zu verschaffen. Die Spurs um den französischen Jungstar Victor Wembanyama, der mit 19 Punkten und 14 Rebounds erneut solide, aber nicht dominant agierte, scheiterten an ihrer eigenen Unerfahrenheit und an der New Yorker Resilienz. Aus europäischer Perspektive besonders bemerkenswert: Mit Ariel Hukporti stand nach Dirk Nowitzki (2011) und Isaiah Hartenstein (2025) der dritte deutsche Profi im Kader eines NBA-Champions. Medien von der Frankfurter Allgemeinen über Le Figaro bis zu El Espectador würdigten die historische Dimension des Knicks-Triumphes, der weltweit Schlagzeilen machte.
Die Nachricht vom Titelgewinn übertönte selbst das parallel stattfindende Fußball-WM-Spiel zwischen Brasilien und Marokko in New Jersey. In New York selbst brachen nach Spielschluss Jubelstürme aus, die rasch in Ausschreitungen umschlugen: Auf dem Times Square wurden Schulbusse in Brand gesetzt, ein 17-Jähriger erlitt einen Schuss ins Bein, und die Polizei nahm Dutzende Personen fest. Bürgermeister Zohran Mamdani verurteilte die Gewalt und kündigte eine Parade für die Mannschaft an. Die chaotischen Szenen führten zu einer Debatte über die Sicherheit von Massenfeiern in einer Stadt, die 53 Jahre auf diesen Moment gewartet hatte.
Der Titelgewinn markiert einen Wendepunkt für die traditionsreiche Franchise und könnte die sportliche Machtbalance in der NBA verschieben. Für Brunson bedeutet der Finals-MVP die endgültige Anerkennung als Superstar, während die Spurs um Wembanyama weiter auf ihren ersten Titel warten müssen. In New York indes bleibt die Frage, ob der ersehnte Triumph die tiefsitzende Euphorie langfristig stillen kann – oder ob die Stadt nun nach mehr verlangt.
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After 53 years, the New York Knicks are NBA champions again, defeating the San Antonio Spurs 94-90 in Game 5. Jalen Brunson's 45 points sealed the title, with a German player also winning a ring. However, celebrations in New York turned chaotic, with reports of a teenager shot and buses set on fire.
The Knicks are champions at last, and New York is ready for the mother of all victory parades. This flawed but beloved team ended over five decades of heartbreak, proving that greatness comes in unexpected packages. The city's love for the Knicks never wavered, and now they have their reward.
Basketball fans rioted in New York after the Knicks' NBA title win, destroying six buses and causing mayhem. The team's first championship in 53 years was overshadowed by the violence. President Trump also congratulated the Knicks.
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