
Witkoff reist zu Atomgesprächen mit Iran in die Schweiz
Nach dem Abschluss eines Grundsatzabkommens und durch den Libanon-Konflikt verursachten Verzögerungen sollen die technischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran wiederaufgenommen werden.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist nach übereinstimmenden Berichten auf dem Weg in die Schweiz, wo die erste Runde von Gesprächen mit Iran über ein mögliches Nuklearabkommen stattfinden soll. Nach Angaben des Nachrichtenportals Axios, das sich auf namentlich nicht genannte amerikanische Beamte beruft, hält sich Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, bereits in der Schweiz auf. Das Treffen war ursprünglich für den 19. Juni angesetzt, wurde jedoch kurzfristig verschoben. Hintergrund sind nach Angaben aus Teheran die anhaltenden Kämpfe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah, die eine vereinbarte Waffenruhe infrage stellen.
Aus Washingtoner Sicht handelt es sich um den Versuch, den technischen Verhandlungsprozess nach der elektronischen Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian am 18. Juni wieder in Gang zu setzen. Vizepräsident J.D. Vance, der die Delegation eigentlich hätte anführen sollen, verschob seine Reise am Donnerstag aufgrund »logistischer Komplexität«. Die Verständigung sieht einen Zeitrahmen von 60 Tagen vor, um ein dauerhaftes Abkommen zu Themen wie Irans Atomprogramm, Sanktionen, eingefrorene Vermögenswerte und die Aufhebung der Seeblockade auszuhandeln. Trump bezeichnete das Abkommen später als »bedingungslose Kapitulation« Irans, schloss aber ein Scheitern der Diplomatie und scharfe Konsequenzen nicht aus.
Iran wiederum macht den Fortgang der Gespräche von der Einhaltung eines Waffenstillstands im Libanon abhängig. Außenminister Abbas Araghtschi plant laut Axios zwar ebenfalls eine Reise in die Schweiz, doch das Vorhaben könne sich noch ändern. Nach Darstellung von Vermittlerstaaten habe Araghtschi gegenüber seinen Amtskollegen betont, dass die Waffenruhe in Libanon für Iran ein »entscheidendes« Thema sei und Teheran zunächst deren tatsächliche Umsetzung sehen wolle. Aus dem iranischen Außenministerium hieß es, man sei »nicht in Eile«, treffe aber Vorbereitungen für Treffen in den kommenden Tagen. Die endgültigen Verhandlungen würden von der beginnenden Implementierung einzelner Punkte des Memorandums und der fortdauernden Einhaltung abhängen.
Regionale Vermittler wie Katar und Pakistan sind in die Bemühungen eingebunden. Der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi wurde am Samstag zu Gesprächen in Teheran erwartet, um den Verhandlungsprozess zu erörtern. Unterdessen meldete das israelische Militär für Freitag eine Einigung auf eine Waffenruhe mit der Hisbollah, deren Umfang allerdings unklar blieb. Die Gespräche in der Schweiz gelten als erster Test dafür, ob die Konfliktparteien gewillt sind, den im Februar ausgebrochenen Krieg, der nach US-israelischen Luftschlägen mit dem Tod des geistlichen Oberhaupts Ali Chamenei begann, dauerhaft beizulegen. Ein neuer Termin für die technischen Verhandlungen steht zwar noch aus, doch deutet die Entsendung hochrangiger Emissäre auf beiden Seiten darauf hin, dass die Gespräche in Kürze fortgesetzt werden könnten. Der Ausgang bleibt indes eng an die Entwicklung im Libanon und am Persischen Golf geknüpft.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
Die Atomverhandlungen mit dem Iran werden in der Schweiz wieder aufgenommen, während US-Gesandter Witkoff eintrifft. Teheran macht Israel für die Verschiebung verantwortlich, unter Berufung auf die Angriffe im Libanon. Das vorläufige 14-Punkte-Abkommen nährt trotz Spannungen Hoffnung auf Fortschritte.
Sonderbeauftragter Witkoff reist in die Schweiz, um die Atomgespräche mit dem Iran wiederzubeleben. Die Verschiebung folgte Kämpfen zwischen Israel und der Hisbollah. Das diese Woche unterzeichnete vorläufige Abkommen ebnet den Weg für umfassendere Verhandlungen zur Beendigung des Krieges.
Erweitere deinen Horizont
Mexikos Wirtschaft wächst im zweiten Quartal so stark wie seit über fünf Jahren nicht mehr
1 Sprache · 18 Quellen
Aus TechnologyChery Q erhält auf der GIIAS 2026 über 6.000 Vorbestellungen
1 Sprache · 15 Quellen
Aus Science & HealthEbola-Ausbruch im Kongo wird mit über 3.500 Fällen zum zweitgrößten der Geschichte
3 Sprachen · 12 Quellen