
Adidas-Chef Bjørn Gulden entschuldigt sich für die rosa Schuhmode bei der WM 2026
Während der Bilanzpressekonferenz bezeichnete der Vorstandsvorsitzende die Häufung pinkfarbener Stollen als Zufall und kündigte mehr Farbvielfalt für die kommenden Kollektionen an.
Der Vorstandsvorsitzende von Adidas, Bjørn Gulden, hat sich für die auffallende Uniformität der Fußballschuhe bei der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika entschuldigt. Auf der Bilanzpressekonferenz zum Quartalsergebnis räumte er auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP ein, dass die Dominanz pinkfarbener Modelle „ein Unfall“ gewesen sei. „Ich denke, es ist ein Zufall, und ich hoffe, dass es nicht wieder passiert“, so Gulden.
Nicht die Farbe an sich habe ihn überrascht, sondern dass verschiedene Hersteller gleichzeitig denselben Ton wählten. „Pink ist zweifellos eine gute Farbe. Aber dass wir alle mit derselben Farbe endeten, ist seltsam“, erklärte der Manager. Das Phänomen hatte während des Turniers weithin für Aufsehen gesorgt; selbst Spieler konkurrierender Ausrüster wie Nike, Puma oder New Balance traten in nahezu identischen Pinktönen an.
Für die Häufung kursierten unterschiedliche Erklärungen. Branchenbeobachter verwiesen auf die bessere Sichtbarkeit pinker Schuhe auf grünem Rasen, was die Markenpräsenz vor den Fernsehzuschauern erhöhe. Nike-Produktmanager Odinga Nimako sagte der Sportpublikation The Athletic, etliche Profis sähen Pink als Ausdruck von Selbstvertrauen. Gulden betonte indes, die Hersteller entwickelten ihre Kollektionen ohne Kenntnis der Farbpläne der Konkurrenz. Der Handel hätte eigentlich warnen müssen, tat es aber nicht. „Normalerweise sagen die Händler: ‚Moment mal, Sie machen alle die gleiche Farbe‘. Aber wir haben nichts gehört. Das ist unsere Schande, ich glaube, niemandem hat es gefallen.“
Adidas versprach eine rasche Rückkehr zu größerer Vielfalt. „Wir wechseln die Farben alle drei Monate. Wenn die Saison wieder beginnt, werden Sie viele Schuhe sehen, die nicht pink sind“, so Gulden. Die nächste Kollektion soll den ungewollten Gleichklang auflösen.
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