
AFCON 2027 terminiert, marokkanischer Fussball unter Druck – und ein Comeback im Schweizer Eishockey
Die Confederation of African Football hat die entscheidenden Daten für den Afrika-Cup 2027 festgelegt: Eröffnung am 19. Juni, Finale am 17. Juli. Zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers wird es von drei Ländern gemeinsam ausgerichtet – Kenia, Tansania und Uganda. Noch offen ist, welches Stadion die Spiele der Eröffnung und des Endspiels ausrichten wird; die Entscheidung soll nach Abschluss der Planungen zwischen den drei Nationen fallen. Aus marokkanischer Sicht ist dies nicht nur ein prestigeträchtiger Schritt für Ostafrika, sondern auch ein Signal an die eigene Liga: Die einheimische Botola Pro hat mit eigenen Sicherheitsproblemen zu kämpfen. Nach schweren Ausschreitungen beim Clásico zwischen Raja Casablanca und AS FAR im Prinzen-Moulay-Abdellah-Komplex von Rabat verhängte die nationale Profiliga ein sofortiges Verbot von Auswärtsfahrten für Fans sowie den Stopp des Ticketverkaufs für Gästeblöcke. Der Fangruppierung „Fatal Tigers“ des Maghreb Fès zufolge sei dieser pauschale Schritt ungerecht, da ihre eigene Anhängerschaft stets vorbildlich aufgetreten sei. Unabhängige Beobachter in Rabat hingegen verweisen auf die Notwendigkeit, die Saison ohne weitere Eskalation zu Ende zu bringen – wobei auch das bevorstehende Derby zwischen Maghreb Fès und CODM Meknes bereits unter verstärkten Auflagen steht.
Parallel dazu rückt die individuelle Form marokkanischer Leistungsträger ins Blickfeld. In Paris adelte Trainer Luis Enrique seinen Rechtsverteidiger Achraf Hakimi als „marokkanische Maschine“ und betonte, dass er auf dem Platz die Wirkung von drei Spielern entfalte. Allerdings laboriert Hakimi an einer Oberschenkelverletzung, die ihn für das Champions-League-Rückspiel gegen Bayern München ausfallen lässt. Dass er trotz Beschwerden im Hinspiel durchspielte, wirft aus Pariser Sicht Fragen zum Risikomanagement auf. Ungeachtet dessen rangiert Hakimi mit sechs Vorlagen in der diesjährigen Königsklasse auf dem zweiten Platz hinter den Spitzenreitern Olise und Vinícius Júnior – eine aussergewöhnliche Quote für einen defensiven Aussenbahnspieler. Sein Nationalmannschaftskollege Ismaël Saibari durchläuft derweil in Eindhoven ein spezielles Rehabilitationsprogramm; die PSV-Verantwortlichen geben sich zuversichtlich, dass seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 nicht gefährdet ist. Eine bemerkenswerte Parallele findet sich im Schweizer Eishockey: Fabrice Herzog, vom EV Zug ausgemustert, hat sich nach einer hartnäckigen Rückenverletzung zurückgekämpft und steht nun als überraschender Kandidat für die Weltmeisterschaft im Raum. Aus Zürcher Perspektive zeigt dies, wie athletische Resilienz selbst nach einer enttäuschenden Saison neue Karrierewege öffnen kann.
Die Vorbereitungen auf das global bedeutendste Turnier nehmen auch anderswo konkrete Formen an. Südafrika wird zwei Wochen vor dem Eröffnungsspiel nach Mexiko reisen, um sich in Pachuca an die Höhenlage der Hauptstadt zu gewöhnen – ein strategischer Schachzug von Trainer Hugo Broos, der das Azteken-Stadion nicht zum unüberwindbaren Hindernis werden lassen will. In Europa sorgt die Auslosung für Gesprächsstoff: Der niederländische Analyst Hans Kraay jr. hofft, dass Oranje nicht bereits im Achtelfinal auf Marokko trifft – eine Begegnung, die aufgrund der verlinkten Gruppenkonstellation bereits am 29. Juni möglich wäre. Und schliesslich hat die Concacaf bekannt gegeben, dass Mexiko vom 24. Juli bis 9. August die U-20-Meisterschaft ausrichtet, die als Qualifikation für Welt- und Olympiaturniere dient. Mit zwölf teilnehmenden Nationen, darunter die USA und Kanada, unterstreicht der Verband die wachsende Bedeutung der Jugendförderung in Nord- und Mittelamerika. Zusammengenommen zeichnet sich ein dichtes internationales Sportjahr 2026/27 ab, in dem Marokko nicht nur auf dem Rasen, sondern auch in den Hinterzimmern der Fussballpolitik eine zentrale Rolle spielt.
Erweitere deinen Horizont
Massenansturm auf Ceuta: Zehntausende Migranten überwinden Grenze – Italien setzt Schengen aus
2 Sprachen · 112 Quellen
Aus Economy & MarketsMexikos Wirtschaft wächst im zweiten Quartal so stark wie seit über fünf Jahren nicht mehr
1 Sprache · 18 Quellen
Aus TechnologyChery Q erhält auf der GIIAS 2026 über 6.000 Vorbestellungen
1 Sprache · 15 Quellen