
Angesichts iranischer Drohnenangriffe: USA bewilligen Kuwait fast zwei Milliarden Dollar für Abwehrsysteme
Der Verkauf von Abwehrsystemen im Wert von 1,98 Milliarden Dollar soll Kuwaits Fähigkeit zur Abwehr iranischer Drohnenangriffe stärken – wenige Tage nach einem tödlichen Angriff auf den internationalen Flughafen.
Die US-Regierung hat den Verkauf von hochmodernen Drohnenabwehrsystemen an Kuwait im Umfang von 1,98 Milliarden Dollar genehmigt. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen in der Golfregion, die sich jüngst durch einen iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait verschärft haben, bei dem eine Person getötet und über 60 weitere verletzt wurden. Kuwaitische Vertreter verurteilten die „iranische Aggression“ deutlich.
Die Lieferung umfasst Systeme der US-Firma Anduril, die von einem Unterstützer des ehemaligen Präsidenten Donald Trump gegründet wurde. Konkret sind unter anderem die Typen Roadrunner-Munition und Anvil-Kinetic, Netzwerk-Leitstände, weitreichende Land- und See-Überwachungstürme, Startbehälter, taktische Operationszentren sowie elektromagnetische Kampfsysteme auf Basis von Pulsar-Technologie vorgesehen. Während die arabische Presse diesen technischen Details breiten Raum gibt, heben englischsprachige Quellen vor allem die sicherheitspolitische Rechtfertigung hervor.
Das US-Außenministerium erklärte, das Geschäft diene den außen- und sicherheitspolitischen Zielen Washingtons und stärke einen wichtigen Nicht-NATO-Verbündeten, der eine stabilisierende Rolle im Nahen Osten spiele. Kuwait genießt diesen Status bereits seit 2004. Mit der Aufrüstung des Emirats senden die USA ein Signal an Teheran, das seine Drohnenangriffe in der Region zuletzt intensiviert hat. Beobachter werten den Deal als Teil einer umfassenderen US-Strategie, die militärischen Fähigkeiten befreundeter Golfstaaten gegen asymmetrische Bedrohungen zu stärken.
Für europäische und insbesondere deutsche Rüstungsunternehmen verfestigt der Milliardenauftrag die Dominanz US-amerikanischer Anbieter in einem Markt, um den sie sich ebenfalls bemühen. Zugleich unterstreicht er das anhaltende Sicherheitsbedürfnis der Golfstaaten, das nicht zuletzt auch europäische Interessen an stabilen Energiemärkten und freien Handelswegen berührt. Die Aufrüstung Kuwaits könnte Irans regionale Ambitionen weiter herausfordern und die ohnehin fragile Sicherheitslage im Nahen Osten zusätzlich belasten.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Golfpresse | +0.30 | aligned |
Während des Kriegs im Nahen Osten genehmigt Washington einen Drohnenabwehr-Verkauf an Kuwait im Wert von 1,98 Milliarden Dollar. Hauptnutznießer ist das von einem Trump-Unterstützer gegründete Unternehmen Anduril, was Fragen nach politisch-kommerziellen Verflechtungen aufwirft.
Nach einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen Kuwaits mit einem Toten und 63 Verletzten verurteilten kuwaitische Beamte die iranische Aggression, und die USA genehmigten ein Waffenpaket zur Drohnenabwehr im Wert von fast zwei Milliarden Dollar. Der Vertrag mit Anduril liefert Technologie, um der Bedrohung zu begegnen.
Die Vereinigten Staaten haben einen Drohnenabwehr-Verkauf an Kuwait im Wert von 1,98 Milliarden Dollar genehmigt und stärken damit einen von iranischen Angriffen betroffenen Schlüsselverbündeten. Das Geschäft mit Anduril dient den nationalen Sicherheitszielen der USA und soll die regionale Stabilität festigen.
Erweitere deinen Horizont
Washington entzieht brasilianischer Botschafterin das Visum
3 Sprachen · 43 Quellen
Aus Economy & MarketsSpaceX verdoppelt Umsatz, doch Rekordinvestitionen belasten die Aktie
1 Sprache · 31 Quellen
Aus TechnologyFAA zertifiziert Boeing 737 MAX 7 nach fast zehn Jahren
3 Sprachen · 18 Quellen