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Kriminalität & KatastrophenDonnerstag, 6. August 2026

Betrug mit Ferienwohnungen an der Adria: Über 120 Familien betroffen

In Cesenatico und Milano Marittima buchten Urlauber über Online-Portale nicht existierende Unterkünfte; die örtlichen Behörden sprechen von mindestens 50 Familien, die anderweitig untergebracht werden mussten.

Mehr als 120 Feriengäste sind in der italienischen Region Emilia-Romagna auf betrügerische Inserate für Ferienwohnungen hereingefallen. Die Täter hatten auf Buchungsportalen wie Booking.com mit Fotos real existierender Unterkünfte geworben, die vor Ort jedoch nicht existierten. Betroffen sind vor allem die Küstenorte Cesenatico und Milano Marittima, wie italienische und Schweizer Medien übereinstimmend berichten.

Die Betrüger lockten mit Preisen, die 50 bis 60 Prozent unter dem Marktniveau lagen – etwa 300 bis 500 Euro für eine Woche im August. Nach der Buchung wurden die Opfer per WhatsApp kontaktiert und zu Direktüberweisungen auf Prepaid-Karten oder private Konten gedrängt. Bei der Ankunft fanden sie dann ein gewöhnliches Wohnhaus oder Büroräume vor. Der Bürgermeister von Cesenatico, Matteo Gozzoli, bestätigte, dass 50 Familien anderweitig untergebracht werden mussten; Hotels und Campingplätze stellten kostenlos Unterkünfte zur Verfügung, die Stadt öffnete klimatisierte Räume mit Waschgelegenheiten.

Die Ermittlungen der Carabinieri dauern an. Bislang konnten die Täter nicht identifiziert werden. Nach Angaben der Zeitung Open nutzten die Betrüger echte Kennungen anderer Unterkünfte und Adressen von zum Verkauf stehenden Immobilien, um die Inserate glaubwürdig erscheinen zu lassen. Die entsprechenden Webseiten und Anzeigen wurden inzwischen gelöscht. Unklar ist, ob auch deutsche Urlauber betroffen sind; die Bild-Zeitung hält dies für möglich, konkrete Zahlen liegen jedoch nicht vor.

Der Fall reiht sich in eine Serie ähnlicher Betrugsfälle in Italien ein. So wurde in Rom das Profil eines toskanischen Schlosses gehackt, um ein nicht existierendes Apartment am Kolosseum zu bewerben, wie die spanische Zeitung El Mundo berichtet. Ein Zusammenhang mit den Vorfällen an der Adria ist nicht bekannt. Die Polizei in Siena und die Carabinieri vor Ort ermitteln weiter.

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Die Katze im Wandel: Was die Forschung über Domestikation und Wohlbefinden weiß·Apollo übernimmt EasyJet für 5,7 Milliarden Pfund nach Bietergefecht·Betrug mit Ferienwohnungen an der Adria: Über 120 Familien betroffen·X-Produktchef Nikita Bier tritt zurück – Musk dankt für Beitrag·Stromausfall in britischem Kommunikationszentrum legt Bahnverkehr in Greater Manchester, Midlands und Nordwestengland lahm·Huthi-Angriffe auf Regierungslager: Mindestens 30 Tote in Marib und Hadramaut·Italien verhängt höchste Hitzewarnstufe für alle 27 Großstädte·Irak erhöht Gefechtsbereitschaft und setzt bewaffneten Gruppen Entwaffnungsfrist bis Ende September·Die Katze im Wandel: Was die Forschung über Domestikation und Wohlbefinden weiß·Apollo übernimmt EasyJet für 5,7 Milliarden Pfund nach Bietergefecht·Betrug mit Ferienwohnungen an der Adria: Über 120 Familien betroffen·X-Produktchef Nikita Bier tritt zurück – Musk dankt für Beitrag·Stromausfall in britischem Kommunikationszentrum legt Bahnverkehr in Greater Manchester, Midlands und Nordwestengland lahm·Huthi-Angriffe auf Regierungslager: Mindestens 30 Tote in Marib und Hadramaut·Italien verhängt höchste Hitzewarnstufe für alle 27 Großstädte·Irak erhöht Gefechtsbereitschaft und setzt bewaffneten Gruppen Entwaffnungsfrist bis Ende September·
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Donnerstag, 6. August 2026

Betrug mit Ferienwohnungen an der Adria: Über 120 Familien betroffen

In Cesenatico und Milano Marittima buchten Urlauber über Online-Portale nicht existierende Unterkünfte; die örtlichen Behörden sprechen von mindestens 50 Familien, die anderweitig untergebracht werden mussten.

Mehr als 120 Feriengäste sind in der italienischen Region Emilia-Romagna auf betrügerische Inserate für Ferienwohnungen hereingefallen. Die Täter hatten auf Buchungsportalen wie Booking.com mit Fotos real existierender Unterkünfte geworben, die vor Ort jedoch nicht existierten. Betroffen sind vor allem die Küstenorte Cesenatico und Milano Marittima, wie italienische und Schweizer Medien übereinstimmend berichten.

Die Betrüger lockten mit Preisen, die 50 bis 60 Prozent unter dem Marktniveau lagen – etwa 300 bis 500 Euro für eine Woche im August. Nach der Buchung wurden die Opfer per WhatsApp kontaktiert und zu Direktüberweisungen auf Prepaid-Karten oder private Konten gedrängt. Bei der Ankunft fanden sie dann ein gewöhnliches Wohnhaus oder Büroräume vor. Der Bürgermeister von Cesenatico, Matteo Gozzoli, bestätigte, dass 50 Familien anderweitig untergebracht werden mussten; Hotels und Campingplätze stellten kostenlos Unterkünfte zur Verfügung, die Stadt öffnete klimatisierte Räume mit Waschgelegenheiten.

Die Ermittlungen der Carabinieri dauern an. Bislang konnten die Täter nicht identifiziert werden. Nach Angaben der Zeitung Open nutzten die Betrüger echte Kennungen anderer Unterkünfte und Adressen von zum Verkauf stehenden Immobilien, um die Inserate glaubwürdig erscheinen zu lassen. Die entsprechenden Webseiten und Anzeigen wurden inzwischen gelöscht. Unklar ist, ob auch deutsche Urlauber betroffen sind; die Bild-Zeitung hält dies für möglich, konkrete Zahlen liegen jedoch nicht vor.

Der Fall reiht sich in eine Serie ähnlicher Betrugsfälle in Italien ein. So wurde in Rom das Profil eines toskanischen Schlosses gehackt, um ein nicht existierendes Apartment am Kolosseum zu bewerben, wie die spanische Zeitung El Mundo berichtet. Ein Zusammenhang mit den Vorfällen an der Adria ist nicht bekannt. Die Polizei in Siena und die Carabinieri vor Ort ermitteln weiter.

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