Anmelden
Ausgabe von 06:00 CETMittwoch, 5. August 2026
320 Quellen · 17 Sprachen535 Briefings heute
Freitag, 24. Juli 2026

Kostarika fasst meistgesuchten Verbrecher „Diablo“ nach stundenlangem Feuergefecht

Die kostaricanische Polizei hat Alejandro Arias Monge, genannt „Diablo“, den meistgesuchten Kriminellen des Landes, nach einem Schusswechsel festgenommen.

Die kostaricanische Polizei hat am Freitag Alejandro Arias Monge, genannt „Diablo“, den meistgesuchten Kriminellen des Landes, festgenommen. Der 41-Jährige wurde in einer abgelegenen Ortschaft in der Provinz Heredia, rund 90 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt San José, aufgespürt. Bei der Festnahme kam es zu einem etwa einstündigen Feuergefecht, bei dem nach Angaben des Ermittlungsorgans OIJ fünf Polizisten verletzt wurden, einer davon schwer. Ein weiterer Bericht spricht von sechs verletzten Beamten. Neben Arias Monge wurde ein mutmaßlicher Mittäter, Jonathan Pérez Méndez, festgenommen. Ein dritter Verdächtiger, Roney Ríos Oconitrillo, wurde bei dem Schusswechsel getötet. Die Beamten beschlagnahmten nach OIJ-Angaben fünf hochkalibrige Sturmgewehre, Pistolen sowie Drohnen, die zur Überwachung des Geländes dienten.

Die Vereinigten Staaten hatten auf Arias Monge eine Belohnung von 500.000 Dollar ausgesetzt. Die US-Botschaft in San José erklärte, er sei der Anführer einer gewalttätigen transnationalen kriminellen Organisation und der meistgesuchte Flüchtige Kostarikas gewesen. Nach Angaben der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA schmuggelte seine Organisation Kokain von Kolumbien über Honduras und Guatemala nach Mexiko mit dem Endziel USA. Die US-Behörden beantragen seine Auslieferung wegen Verschwörung zum Kokaintransport. Der OIJ-Direktor Michael Soto würdigte die Festnahme als „sehr präzise, sehr professionelle Arbeit“. Die kostaricanische Präsidentin Laura Fernández betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte.

Arias Monge war seit 2016 untergetaucht und galt als Drahtzieher zahlreicher Gewalttaten. Ihm werden nach örtlichen Medienberichten bis zu 100 Todesfälle zugeschrieben. Die DEA wirft seiner Gruppe vor, über soziale Medien Gewaltvideos verbreitet zu haben, um die Bevölkerung einzuschüchtern. In den vergangenen Jahren hat die Kriminalität in Kostarika zugenommen; 2025 lag die Mordrate bei 16,8 pro 100.000 Einwohner, wie die Behörden mitteilten.

Arias Monge muss nun in Kostarika vor Gericht gestellt werden. Ihm werden unter anderem Drogenhandel, Raub, schwerer Mord und Geldwäsche vorgeworfen. Eine Auslieferung an die Vereinigten Staaten ist möglich, jedoch haben die kostaricanischen Behörden dazu bislang keine weiteren Angaben gemacht.

Divergenz — wer erzählt sie wie
38%Mittel
2 Blöcke · Positionen von 0.00 bis +0.20
KritischWohlwollend
LATATL
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse+0.20neutral
Atlantische / angloamerikanische Presse0.00neutral
Lateinamerikanische Presse+0.20

The capture of 'Diablo' is presented as a success of local security forces, highlighting international cooperation but foregrounding the role of Costa Rican investigators.

TriumphPragmatismus
Atlantische / angloamerikanische Presse0.00

The capture is framed within the global war on drugs, focusing on implications for regional security and the role of the United States in supporting anti-narcotics operations.

AlarmPragmatismus
Aktuell
US-Handelsdefizit sinkt im Juni, doch asiatische Importe steigen wegen Zollunsicherheit sprunghaft·Vårdgarantin treibt Kosten: Patientenreisen als Symptom struktureller Defizite·NRL-Klub Manly gibt verstorbenem Spieler Keith Titmuss Mitschuld an Trainingsunfall·Transfergerüchte um Jay Idzes: PSG soll an indonesischem Nationalspieler interessiert sein – Sassuolo dementiert·Ealas historischer Triumph in Washington löst Tennisboom auf den Philippinen aus·Trump droht Iran mit massivem Schlag falls Straße von Hormuz nicht bald geöffnet wird·Prinz Ali bezichtigt FIFA-Präsident Infantino der Erpressung·Japans Dienstleistungssektor verliert an Dynamik – Reallöhne steigen dennoch·US-Handelsdefizit sinkt im Juni, doch asiatische Importe steigen wegen Zollunsicherheit sprunghaft·Vårdgarantin treibt Kosten: Patientenreisen als Symptom struktureller Defizite·NRL-Klub Manly gibt verstorbenem Spieler Keith Titmuss Mitschuld an Trainingsunfall·Transfergerüchte um Jay Idzes: PSG soll an indonesischem Nationalspieler interessiert sein – Sassuolo dementiert·Ealas historischer Triumph in Washington löst Tennisboom auf den Philippinen aus·Trump droht Iran mit massivem Schlag falls Straße von Hormuz nicht bald geöffnet wird·Prinz Ali bezichtigt FIFA-Präsident Infantino der Erpressung·Japans Dienstleistungssektor verliert an Dynamik – Reallöhne steigen dennoch·
Akt. 08:465 Sprachen · 6 Quellen
6 Quellen|5 Sprachen|2 Min. Lesezeit
Freitag, 24. Juli 2026

Kostarika fasst meistgesuchten Verbrecher „Diablo“ nach stundenlangem Feuergefecht

Die kostaricanische Polizei hat Alejandro Arias Monge, genannt „Diablo“, den meistgesuchten Kriminellen des Landes, nach einem Schusswechsel festgenommen.

Die kostaricanische Polizei hat am Freitag Alejandro Arias Monge, genannt „Diablo“, den meistgesuchten Kriminellen des Landes, festgenommen. Der 41-Jährige wurde in einer abgelegenen Ortschaft in der Provinz Heredia, rund 90 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt San José, aufgespürt. Bei der Festnahme kam es zu einem etwa einstündigen Feuergefecht, bei dem nach Angaben des Ermittlungsorgans OIJ fünf Polizisten verletzt wurden, einer davon schwer. Ein weiterer Bericht spricht von sechs verletzten Beamten. Neben Arias Monge wurde ein mutmaßlicher Mittäter, Jonathan Pérez Méndez, festgenommen. Ein dritter Verdächtiger, Roney Ríos Oconitrillo, wurde bei dem Schusswechsel getötet. Die Beamten beschlagnahmten nach OIJ-Angaben fünf hochkalibrige Sturmgewehre, Pistolen sowie Drohnen, die zur Überwachung des Geländes dienten.

Die Vereinigten Staaten hatten auf Arias Monge eine Belohnung von 500.000 Dollar ausgesetzt. Die US-Botschaft in San José erklärte, er sei der Anführer einer gewalttätigen transnationalen kriminellen Organisation und der meistgesuchte Flüchtige Kostarikas gewesen. Nach Angaben der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA schmuggelte seine Organisation Kokain von Kolumbien über Honduras und Guatemala nach Mexiko mit dem Endziel USA. Die US-Behörden beantragen seine Auslieferung wegen Verschwörung zum Kokaintransport. Der OIJ-Direktor Michael Soto würdigte die Festnahme als „sehr präzise, sehr professionelle Arbeit“. Die kostaricanische Präsidentin Laura Fernández betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte.

Arias Monge war seit 2016 untergetaucht und galt als Drahtzieher zahlreicher Gewalttaten. Ihm werden nach örtlichen Medienberichten bis zu 100 Todesfälle zugeschrieben. Die DEA wirft seiner Gruppe vor, über soziale Medien Gewaltvideos verbreitet zu haben, um die Bevölkerung einzuschüchtern. In den vergangenen Jahren hat die Kriminalität in Kostarika zugenommen; 2025 lag die Mordrate bei 16,8 pro 100.000 Einwohner, wie die Behörden mitteilten.

Arias Monge muss nun in Kostarika vor Gericht gestellt werden. Ihm werden unter anderem Drogenhandel, Raub, schwerer Mord und Geldwäsche vorgeworfen. Eine Auslieferung an die Vereinigten Staaten ist möglich, jedoch haben die kostaricanischen Behörden dazu bislang keine weiteren Angaben gemacht.

Divergenz — wer erzählt sie wie
38%Mittel
2 Blöcke · Positionen von 0.00 bis +0.20
KritischWohlwollend
LATATL
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse+0.20neutral
Atlantische / angloamerikanische Presse0.00neutral
Lateinamerikanische Presse+0.20

The capture of 'Diablo' is presented as a success of local security forces, highlighting international cooperation but foregrounding the role of Costa Rican investigators.

TriumphPragmatismus
Atlantische / angloamerikanische Presse0.00

The capture is framed within the global war on drugs, focusing on implications for regional security and the role of the United States in supporting anti-narcotics operations.

AlarmPragmatismus

Diese Nachricht erschien in

6 Quellen · 5 Sprachen

Erweitere deinen Horizont

Aus Geopolitics & Politics

Washington erwartet baldige Hormus-Einigung, Teheran dementiert direkte Verhandlungen

5 Sprachen · 52 Quellen

Aus Economy & Markets

Ölkonzerne melden sprudelnde Gewinne im zweiten Quartal – Trump rügt „zu viel Geld“

2 Sprachen · 21 Quellen

Aus Technology

Vereinigte Arabische Emirate führen nationale Zahlungslösungen für Bundesgebühren ein

1 Sprache · 8 Quellen

Mehr lesen