
Der Zusammenbruch des Topfavoriten: Sinner scheitert sensationell und öffnet Roland Garros
Der Weltranglistenerste Jannik Sinner erleidet bei den French Open einen dramatischen Kollaps und verliert gegen Juan Manuel Cerundolo. Das Turnier ist nun offen für Novak Djokovic und andere.
Die Tenniswelt erlebte am Donnerstag in Paris eine Sensation, wie sie das Grand-Slam-Turnier selten gesehen hat: Jannik Sinner, die unangefochtene Nummer eins und haushoher Favorit der French Open, kollabierte nach scheinbar sicherer Führung und verlor gegen den Argentinier Juan Manuel Cerundolo mit 3:6, 2:6, 7:5, 6:1, 6:1. Der 22-jährige Südtiroler hatte zuvor 30 Partien in Serie gewonnen, darunter alle drei Sandplatz-Masters, und dominierte auch die ersten beiden Sätze. Beim Stand von 5:1 im dritten Satz genügten jedoch vier Punkte nicht zum Sieg – stattdessen wurde Sinner von einer plötzlichen körperlichen Krise übermannt. Unter der gnadenlosen Pariser Hitze, die in den Tagen zuvor bereits andere Profis an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hatte, verließ er minutenlang den Centre Court und kehrte zwar zurück, doch die Kraft war gewichen.
Sinners Einbruch wirft erneut Fragen nach seiner Hitzeresistenz und der Belastung durch einen dicht gedrängten Turnierkalender auf. Italienische Experten erinnern daran, dass der in den Alpen aufgewachsene Spieler mit seiner hellen Haut anfällig für extreme Temperaturen ist und ähnliche Episoden bereits in der Vergangenheit zeigte. Medizinische Kommentatoren verweisen auf mögliche genetische Faktoren der Elektrolytregulation sowie auf psychosomatische Stressreaktionen. Sinner selbst betonte, die Hitze sei nicht ausschlaggebend gewesen, er habe schon am Morgen keine Energie gehabt und in der Nacht schlecht geschlafen. Die Debatte, ob seine Teilnahme an allen drei Sand-Masters im Frühjahr ein Fehler war, wird in Italien kontrovers geführt: für viele Beobachter war der Kollaps ein Warnsignal, das den Körper als seine größte Verwundbarkeit offenbart.
Während in Rom die Sorge um den Nationalhelden überwiegt, herrscht in Buenos Aires ausgelassene Freude. Cerundolo, die Nummer 56 der Welt, zeigte sich nach seinem größten Karrieresieg bescheiden und räumte ein, dass Sinner unter normalen Umständen kaum zwei Spiele pro Satz abgenommen hätte. Die ausführliche Berichterstattung in Argentinien schildert die emotionale Achterbahnfahrt der Familie, die teils vor Ort in Paris, teils am anderen Ende der Welt das Zittern miterlebte. Mit dem Ausscheiden Sinners und der verletzungsbedingten Abwesenheit von Carlos Alcaraz ist das Herrenturnier abrupt offen. Aus Belgrader Sicht winkt Novak Djokovic die historische Chance auf seinen 25. Grand-Slam-Titel – ein Ziel, das angesichts seiner zuletzt soliden, aber nicht überragenden Form plötzlich greifbar erscheint.
Die Schockwelle von Paris wird auch Wimbledon beeinflussen, das Sinner bereits als nächstes großes Ziel ausgerufen hat. Sein Vorsprung in der Weltrangliste bleibt trotz des frühen Ausscheidens komfortabel, da Alcaraz verletzungsbedingt weitere Punkte verliert. Dennoch steht der Südtiroler vor der Aufgabe, physische Krisen in Hitzeperioden zu meistern – eine Schwäche, die insbesondere auf Rasen weniger ins Gewicht fallen könnte. Für die Fortsetzung der French Open bedeutet die neue Offenheit, dass ein Außenseiter den Titel holen könnte, erstmals seit fast drei Jahren ohne Sinner oder Alcaraz. Paris wird zum Schauplatz einer ungewissen, aber faszinierenden zweiten Turnierwoche, in der Djokovic gegen die junge Generation um João Fonseca bestehen muss und ein argentinischer Lokalmatador plötzlich zum Geheimfavoriten avanciert.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.40 | critical |
| Lateinamerikanische Presse | +0.70 | aligned |
Sinners schockierendes Aus und Alcaraz' verletzungsbedingte Absage öffnen das Turnier für Neulinge. Djokovic ist der einzige verbliebene Grand-Slam-Sieger, doch im Zentrum steht die körperliche Überlastung: Die akkumulierte Müdigkeit ließ den Weltranglistenersten kollabieren und nährt die Debatte um die Spielergesundheit.
Sinners Zusammenbruch, bei dem er mit 2:0 Sätzen und 5:1 im dritten führte, reiht sich ein in die größten Sport-Upsets. Seine körperliche Auflösung in der Pariser Hitze wird mit historischen Kollapsen verglichen, und der haushohe Favorit ist draußen.
Das brasilianische Supertalent João Fonseca trifft auf seinen Kindheitshelden Djokovic - das größte Spiel seiner Karriere. Ein Generationenduell, das ganz Brasilien elektrisiert, während der Serbe ohne Sinner und Alcaraz die Chance auf einen 25. Major-Titel wittert.
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