
Neue Medikamente gegen Adipositas: Iranischer Experte sieht Ausweg aus therapeutischer Sackgasse
Dr. Mohammad Hassan Abolhasani betont die Wirksamkeit neuer Wirkstoffe, warnt jedoch vor falschen Erwartungen und dem Einfluss sozialer Medien auf Patienten.
Der iranische Ernährungsspezialist Dr. Mohammad Hassan Abolhasani hat in einem Interview mit Hamshahri Online und Khabar Online die Einführung neuer Medikamente zur Gewichtsreduktion als einen Durchbruch bezeichnet, der Ärzte aus einer therapeutischen Sackgasse befreit habe. Die Wirkstoffe ermöglichten eine schnellere und sicherere Annäherung an das Wunschgewicht, seien jedoch mit Risiken behaftet und keinesfalls als Wundermittel zu verstehen. Abolhasani verwies zugleich auf den seit Jahrzehnten anhaltenden gesellschaftlichen Druck zur Gewichtskontrolle, der bei übersteigerter Sorge um die eigene Körperform in psychische Erkrankungen münden könne.
Der Mediziner beschrieb eine wachsende Zahl von Patienten, die mit unrealistischen Forderungen in seine Praxis kämen – etwa dem Wunsch, binnen weniger Tage sechs Kilogramm oder innerhalb von drei Wochen vierzehn Kilogramm abzunehmen. Als treibende Kraft hinter solchen Erwartungen machte er falsche Informationen aus den sozialen Medien aus. Seine Aufgabe sieht Abolhasani darin, das Wissen der Patienten mit dem wissenschaftlichen Stand abzugleichen und so zu einer realistischeren Einschätzung zu gelangen.
Dass der Erfolg einer Gewichtsabnahme von weit mehr als allein von Ernährung und Bewegung abhängt, unterstreichen auch die brasilianischen Fachleute Dr. Fernanda Parra und Dr. Mônica Batista in Metrópoles. Sie verweisen auf Faktoren wie Genetik, Hormonhaushalt, Schlafqualität, Muskelmasse und die Zusammensetzung der Darmmikrobiota. Die in Okezone zitierten US-Ernährungsrichtlinien beziffern den täglichen Kalorienbedarf für Frauen je nach Alter auf 1.600 bis 2.400 Kalorien, für Männer auf 2.000 bis 3.000 Kalorien. Ein moderates Defizit von etwa 500 Kalorien pro Tag könne einen Gewichtsverlust von rund einem halben Kilogramm pro Woche ermöglichen. Hamshahri Online empfiehlt für Menschen mit metabolischem Syndrom ein ballaststoff- und proteinreiches Frühstück, etwa aus Vollkornbrot, fettarmem Labneh, Pistazien, Pfirsich und Zimt, um den Blutzucker zu stabilisieren.
Die medizinische Dringlichkeit einer Behandlung unterstreicht die brasilianische Ärztin Dr. Júlia Chagas in Valor Econômico. Sie beschreibt Adipositas als chronische, multifaktorielle Erkrankung, bei der insbesondere viszerales Fett über entzündungsfördernde Substanzen eine Insulinresistenz begünstige und das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und Fettleber erhöhe. Die daraus resultierende chronische Entzündung beeinträchtige zudem die mitochondriale Energieproduktion und führe zu anhaltender Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Vor diesem Hintergrund plädieren die zitierten Experten für eine individuell abgestimmte, ärztlich begleitete Kombination aus pharmakologischer Innovation, Ernährungsanpassung und realistischer Patientenaufklärung. Konkrete regulatorische Schritte zu den neuen Medikamenten wurden in den vorliegenden Berichten nicht thematisiert.
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New weight-loss drugs are a double-edged sword. The Iranian expert warns: the West promises miracles, but true health requires responsibility and not dependence on foreign pills. Iran has its own medical traditions and must preserve health sovereignty.
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Between hope and caution: new weight-loss drugs arrive in a region grappling with health disparities. The Iranian expert reminds that they are not a magic solution. Individual responsibility and public policies must go hand in hand.
New weight-loss drugs offer opportunities, but in Africa the priority remains fighting infectious diseases and antimicrobial resistance. The Iranian expert emphasizes responsible use, a message that resonates in a continent where access to medicines is limited.
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