
Gewalt in Mogadischu: Regierungstruppen und Opposition liefern sich Gefechte nach Amtszeitverlängerung
Heftige Gefechte in Mogadischu nach der umstrittenen Amtszeitverlängerung von Präsident Hassan Sheikh Mohamud. Die Opposition mobilisiert, während frühere Premiers und Präsidenten offen Kritik üben.
In der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist es in der Nacht zum Donnerstag zu heftigen Gefechten zwischen Regierungstruppen und oppositionell verbündeten Milizen gekommen. Augenzeugen berichteten von anhaltendem Gewehrfeuer, das zahlreiche Gebäude beschädigte und Zivilisten zur Flucht zwang. Der Gewaltausbruch ereignete sich am Vorabend geplanter Demonstrationen gegen die umstrittene Entscheidung von Präsident Hassan Sheikh Mohamud, seine Amtszeit eigenmächtig um ein Jahr zu verlängern.
Hassan Sheikh Mohamuds reguläre Amtszeit war bereits am 15. Mai abgelaufen. Er hatte jedoch im März die Unterstützung des Parlaments für eine Verfassungsänderung erhalten, die es ihm erlaubt, im Amt zu bleiben und das bisherige, auf Clan-Ältesten basierende politische System zu ersetzen. Die Opposition und große Teile der Bevölkerung sehen darin einen Versuch, die Wahlen zu verschieben und die Macht zu zentralisieren. Die Regierung wies diese Vorwürfe zurück und verwies auf die Notwendigkeit institutioneller Reformen.
Die Spannungen entluden sich in direkter Gewalt, noch bevor die für Donnerstag angekündigten Proteste begannen. Der ehemalige Premierminister Hassan Ali Khaire erklärte, er sei von regierungstreuen Kräften angegriffen worden: „Der Angriff wurde von Truppen eines Präsidenten geführt, dessen Amtszeit abgelaufen ist.“ Auch der frühere Präsident Mohamed Abdullahi Farmaajo griff Mohamud scharf an und warf ihm vor, mit Gewalt gegen Dissens vorzugehen und das Land in eine neue politische Krise zu stürzen.
Der Konflikt in Somalia wiederholt damit ein gefährliches Muster: Bereits 2021 hatte Farmajo selbst versucht, seine Amtszeit zu verlängern, was zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und internationalem Druck führte, der schließlich die Wahl Mohamuds ermöglichte. Nun droht dieselbe Dynamik die ohnehin fragile Staatlichkeit weiter zu untergraben. Für Deutschland und die EU ist Somalia ein zentraler Partner im Kampf gegen die Al-Shabaab-Miliz und ein Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit am Horn von Afrika. Eine anhaltende politische Blockade könnte diese Bemühungen konterkarieren und neue Migrationsbewegungen auslösen.
Beobachter befürchten eine weitere Eskalation. Die Sicherheitskräfte hatten eine starke Präsenz in der Stadt aufgebaut, während die Opposition ihre Anhänger zu friedlichen Protesten aufrief. Internationale Akteure, darunter die Vereinten Nationen und die Afrikanische Union, sind besorgt über die Entwicklungen. Ob es zu einem Dialog kommt oder Somalia weiter in die Gewalt abgleitet, hängt nun maßgeblich von der Kompromissbereitschaft der politischen Eliten ab.
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Schüsse erschütterten die somalische Hauptstadt. Oppositionsvertreter beschuldigen die Sicherheitskräfte, sie bei einem Treffen im Haus des ehemaligen Premierministers angegriffen zu haben. Die Meldung ist knapp und sachlich, sie notiert die Anschuldigung ohne weitere Einordnung.
Regierungstruppen und regierungsfeindliche Milizen lieferten sich in Mogadischu Gefechte, die Zerstörung und Flucht der Anwohner zur Folge hatten. Die Gewalt brach am Vorabend geplanter Proteste gegen die Verlängerung der Amtszeit des Präsidenten aus. Die Schilderung legt den Schwerpunkt auf die Schäden an Menschen und Eigentum.
Chaos erfasste Mogadischu, nachdem der Präsident einseitig die Verlängerung seiner Amtszeit verkündet hatte. Bürger und Opposition lehnten den Schritt ab, woraufhin heftige Schusswechsel ausbrachen. Die Betonung liegt auf der einseitigen Entscheidung als Auslöser der Unruhen.
Der frühere Präsident Farmaajo führt die Offensive der Opposition an und wirft Präsident Mohamud vor, mit Gewalt abweichende Meinungen zu unterdrücken und seine Macht zu verlängern. Die politische Krise hat sich in bewaffneten Zusammenstößen entladen, begleitet von Wut über verschobene Wahlen und einen angeblichen Machtmissbrauch.
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