
Huthi-Blockade im Roten Meer: Öltanker drehen ab, USA drohen mit Eingreifen
Nach der Ankündigung einer Seeblockade gegen Saudi-Arabien durch die jemenitischen Huthi-Rebellen haben zwei mit saudischem Rohöl beladene Tanker im Roten Meer gewendet; die USA kündigten an, eine tatsächliche Blockade nicht hinzunehmen.
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat am Montag eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Schifffahrtsdaten meldete, kehrten daraufhin am Dienstag zwei Öltanker, die saudisches Rohöl für China und Indien geladen hatten, im Roten Meer um und nahmen Kurs auf den Suezkanal, anstatt die Meerenge Bab al-Mandab zu passieren. Ein dritter Tanker, der zur Beladung im saudischen Hafen Yanbu erwartet wurde, drehte bereits vor der Küste Omans ab.
Die Huthi begründeten die Blockade mit dem Prinzip „Auge um Auge“ und warfen Saudi-Arabien vor, jemenitische Häfen zu blockieren und den Flughafen von Sanaa angegriffen zu haben, um die Landung einer iranischen Maschine mit einer Huthi-Delegation zu verhindern. Das saudische Außenministerium verurteilte die Ankündigung als „unbegründete Behauptungen und falsche Anschuldigungen“ und kündigte an, alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz seiner Schiffe zu ergreifen. US-Präsident Donald Trump erklärte, die Huthi hätten die Meerenge noch nicht geschlossen; sollte dies geschehen, werde man sich darum „kümmern“.
Die Drohung trifft die globale Ölversorgung in einer kritischen Phase. Seit der Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran ist die Strasse von Hormus faktisch blockiert, weshalb Saudi-Arabien einen Grossteil seiner Exporte über den Rotmeerhafen Yanbu und die Meerenge Bab al-Mandab umleitet. Nach Angaben des Datenanbieters Kpler verlassen täglich mehr als 3,6 Millionen Barrel Rohöl und Treibstoffe auf dieser Route das Land. Ein wirksamer Huthi-Blockade könnte nach Expertenschätzung die weltweiten Ölexporte um weitere sieben Prozent reduzieren und die Preise um etwa zehn Dollar pro Barrel steigen lassen. Am Dienstag notierte die Sorte Brent bereits über 91 Dollar.
Die Huthi kontrollieren weite Teile Nordjemens und die Küste am Bab al-Mandab. Sie hatten bereits während des Gaza-Krieges Handelsschiffe in der Region angegriffen und damit die Schifffahrt massiv gestört. Beobachter sehen in der jetzigen Eskalation eine von Iran gesteuerte Ausweitung des Konflikts, um den Druck auf die USA und deren Verbündete zu erhöhen. Der Hafen Yanbu blieb nach Angaben von Reuters zunächst in Betrieb, doch Reedereien und Versicherer bewerten die Risiken neu. Die USA haben für den Fall einer tatsächlichen Blockade mit militärischen Schritten gedroht; eine unmittelbare Schließung der Wasserstraße war zunächst nicht festzustellen.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Israelische Presse | −0.80 | critical |
The naval blockade announced by the Houthis causes several oil tankers to reverse course in the Red Sea, disrupting commercial traffic to Saudi Arabia. The story is framed as a risk event for global supply chains, with factual tones and attention to shipping data.
The Houthis, defined as an Iran-aligned terrorist group, declare a maritime embargo against Saudi Arabia, forcing tankers to reverse course. The story is presented as a threat to global security and a new escalation in the conflict with Iran, with tones of alarm and condemnation.
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