
Israels Geheimdienst sieht Tausende Zentrifugen im Pickaxe-Berg – Trump droht mit Angriff
Laut einem Bericht des Wall Street Journal hat Israel die USA darüber informiert, dass Iran nach dem Krieg im Juni 2025 Zentrifugen in eine tief unter dem Granit liegende Anlage verlegt habe.
Die israelische Aufklärung geht nach übereinstimmenden Medienberichten davon aus, dass Iran im vergangenen Herbst Tausende Zentrifugen zur Urananreicherung in das stark befestigte Tunnelsystem unter dem sogenannten Pickaxe-Berg (Jabal al-Fa's / Kuh-e Kolang Gaz La) verbracht hat. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf israelische und amerikanische Amtsträger meldet, wurde diese Einschätzung an Washington übermittelt. Der Transfer soll demnach nach dem zwölftägigen Krieg im Juni 2025 erfolgt sein, bei dem die USA und Israel die drei Hauptanlagen in Natans, Fordo und Isfahan angriffen. Die Anlage nahe der schwer beschädigten Anreicherungsanlage Natans war selbst nicht Ziel der damaligen Schläge.
Aus Washingtoner Sicht hat Präsident Donald Trump den unterirdischen Komplex mehrfach öffentlich als mögliches Ziel benannt. In einem Interview mit dem konservativen Radiomoderator Hugh Hewitt am 13. Juli sprach er von einem „potenziellen Ziel für einen großen Schlag“ und forderte die Iraner auf, sich bereitzuhalten. Am 21. Juli erklärte Trump, die USA würden den Berg „sehr bald“ angreifen. Dem stehen jedoch Berichte der Jerusalem Post gegenüber, wonach hochrangige amerikanische und israelische Verteidigungsquellen in vertraulichen Unterrichtungen erklärten, von dem Standort gehe derzeit keine akute Bedrohung aus; die Anlage sei nicht in Betrieb. Trump selbst hatte in dem Interview zudem gesagt, man sehe „keine Aktivität dort“.
Die divergierenden Lagebilder berühren die Frage, ob und wie die Anlage überhaupt aus der Luft zerstört werden könnte. Der Pickaxe-Berg liegt nach Angaben von Experten in einer Tiefe von 90 bis 150 Metern unter Granitgestein – Schätzungen reichen bis zu 600 Meter. Selbst die stärkste bunkerbrechende Bombe des US-Arsenals, die GBU-57 (Massive Ordnance Penetrator), kann nach Angaben der Luftwaffe nur etwa 61 Meter tief eindringen. Fachleute halten die Tunnel daher für möglicherweise immun gegen konventionelle Luftangriffe. Das in Washington ansässige Institute for Science and International Security (ISIS) hat auf Satellitenbildern der vergangenen Monate anhaltende Bauarbeiten, Lastwagenverkehr und Verstärkungen der Tunneleingänge dokumentiert.
Die israelische Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drängt laut dem Wall Street Journal darauf, die Militärkampagne gegen Iran auszuweiten, um den Wiederaufbau nuklearer und militärischer Fähigkeiten zu verzögern. Teheran hat zu den Vorwürfen bislang ebenso wenig Stellung genommen wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA). Das Weiße Haus verwies auf frühere Äußerungen Trumps. Der Standort, dessen Bau 2020 als Ersatz für eine durch eine Explosion zerstörte Zentrifugen-Montageanlage begann, unterliegt keinen internationalen Inspektionen. Ob und in welchem Umfang dort tatsächlich angereichertes Uran lagert, bleibt unklar; die israelische Aufklärung vermutet, dass ein Teil der rund 440 Kilogramm auf 60 Prozent angereicherten Urans dorthin verbracht wurde. Eine Entscheidung über einen Militärschlag steht offenbar noch aus.
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
The Latin American press covers Trump's escalating tone against Iran, focusing on his vow to avenge any US soldier killed. The story is presented as a factual item in a news digest, placed within broader Middle East tensions but lacking deep analysis.
The Gulf press covers reports of Iran moving enriched uranium to the fortified Mount Pickaxe facility and new US strikes. The coverage frames the story from a regional security perspective, emphasizing the Iranian nuclear threat and the US military response.
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