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Ausgabe von 06:00 CETDienstag, 4. August 2026
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Donnerstag, 7. Mai 2026

Hohe Kerosinpreise belasten Airlines: Swiss und Lufthansa trotzen dem Iran-Krieg – doch die Zukunft bleibt unsicher

Die Swiss steigert den Betriebsgewinn, Lufthansa reduziert den Verlust. Steigende Treibstoffkosten durch den Iran-Krieg überschatten die Quartalszahlen.

Die europäische Luftfahrt zeigt sich im ersten Quartal 2026 widerstandsfähiger, als viele Beobachter erwartet hatten – doch die Kostenexplosion beim Kerosin droht die Branche im weiteren Jahresverlauf massiv zu belasten. Während die Swiss ihren Betriebsgewinn auf 30 Millionen Franken steigern konnte, verbuchte der Lufthansa-Konzern einen um 220 Millionen Euro verbesserten operativen Verlust von 612 Millionen Euro. Beide Gesellschaften profitieren von einer unerwartet starken Nachfrage, die unter anderem durch Umleitungen infolge des Krieges im Iran ausgelöst wurde.

Aus Zürcher Sicht ist das Ergebnis ein Zeichen der Solidität: Der Umsatz der Swiss blieb mit 1,22 Milliarden Franken nahezu stabil, die Passagierzahlen sanken zwar leicht, doch die höheren Erlöse pro Sitzkilometer kompensierten den Rückgang der Flüge um gut sieben Prozent. Der Finanzchef der Swiss hatte bereits im April eine deutliche Warnung ausgesprochen: Schon damals habe man gesehen, wie schmerzhaft ein steigender Kerosinpreis für eine Fluggesellschaft sei. Was damals ein Vorgefühl war, ist heute Realität.

In Frankfurt zeigt sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr öffentlich zuversichtlich – er spricht von einer „resilienten“ Aufstellung des Konzerns –, doch die Zahlen zeichnen ein anderes Bild. Der Konzern rechnet für 2026 mit Mehrkosten für Treibstoff in Höhe von 1,7 Milliarden Euro, die unmittelbar auf die militärischen Spannungen im Golf zurückgehen. Allein im ersten Quartal flogen die Ausgaben um rund 40 Prozent über dem Budget.

Aus Teheraner und regionaler Perspektive wird dies als unmittelbare Folge der Kriegshandlungen gewertet: Die Unsicherheit in der Strasse von Hormus habe die Lieferketten für Raffinerieprodukte gestört und die Preise in nie gekannte Höhen getrieben. Der Lufthansa-Konzern hat bereits 200 Flüge gestrichen und 3000 Stellen abgebaut, um die operative Basis zu straffen. Beobachter in Peking und anderen asiatischen Drehkreuzen verfolgen die Entwicklung mit Sorge, da sich die Aufschläge auf Langstreckenverbindungen weltweit niederschlagen.

Die Swiss hingegen hält an ihrem Flugplan weitgehend fest – bislang ohne Streichungen, aber mit einem klaren Bekenntnis zur Kostenkontrolle. Der Ausblick bleibt indes getrübt. Für das zweite Quartal erwarten beide Airlines eine spürbare Ergebnisbelastung, sollten die Rohölpreise nicht nachgeben.

Zwar haben die Gesellschaften ihre Hedging-Strategien angepasst, doch die derivativen Sicherungsgeschäfte können die aktuellen Kassapreise nur zeitverzögert abfedern. Analysten in London und New York gehen davon aus, dass die gesamteuropäische Luftfahrt vor einer mehrjährigen Konsolidierungsphase steht, falls der Konflikt am Golf anhält. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz bedeutet dies: Flugreisen werden voraussichtlich teurer, das Angebot auf umstrittenen Routen knapper.

Der Kampf um die Profitabilität hat gerade erst begonnen.

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Donnerstag, 7. Mai 2026

Hohe Kerosinpreise belasten Airlines: Swiss und Lufthansa trotzen dem Iran-Krieg – doch die Zukunft bleibt unsicher

Die Swiss steigert den Betriebsgewinn, Lufthansa reduziert den Verlust. Steigende Treibstoffkosten durch den Iran-Krieg überschatten die Quartalszahlen.

Die europäische Luftfahrt zeigt sich im ersten Quartal 2026 widerstandsfähiger, als viele Beobachter erwartet hatten – doch die Kostenexplosion beim Kerosin droht die Branche im weiteren Jahresverlauf massiv zu belasten. Während die Swiss ihren Betriebsgewinn auf 30 Millionen Franken steigern konnte, verbuchte der Lufthansa-Konzern einen um 220 Millionen Euro verbesserten operativen Verlust von 612 Millionen Euro. Beide Gesellschaften profitieren von einer unerwartet starken Nachfrage, die unter anderem durch Umleitungen infolge des Krieges im Iran ausgelöst wurde.

Aus Zürcher Sicht ist das Ergebnis ein Zeichen der Solidität: Der Umsatz der Swiss blieb mit 1,22 Milliarden Franken nahezu stabil, die Passagierzahlen sanken zwar leicht, doch die höheren Erlöse pro Sitzkilometer kompensierten den Rückgang der Flüge um gut sieben Prozent. Der Finanzchef der Swiss hatte bereits im April eine deutliche Warnung ausgesprochen: Schon damals habe man gesehen, wie schmerzhaft ein steigender Kerosinpreis für eine Fluggesellschaft sei. Was damals ein Vorgefühl war, ist heute Realität.

In Frankfurt zeigt sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr öffentlich zuversichtlich – er spricht von einer „resilienten“ Aufstellung des Konzerns –, doch die Zahlen zeichnen ein anderes Bild. Der Konzern rechnet für 2026 mit Mehrkosten für Treibstoff in Höhe von 1,7 Milliarden Euro, die unmittelbar auf die militärischen Spannungen im Golf zurückgehen. Allein im ersten Quartal flogen die Ausgaben um rund 40 Prozent über dem Budget.

Aus Teheraner und regionaler Perspektive wird dies als unmittelbare Folge der Kriegshandlungen gewertet: Die Unsicherheit in der Strasse von Hormus habe die Lieferketten für Raffinerieprodukte gestört und die Preise in nie gekannte Höhen getrieben. Der Lufthansa-Konzern hat bereits 200 Flüge gestrichen und 3000 Stellen abgebaut, um die operative Basis zu straffen. Beobachter in Peking und anderen asiatischen Drehkreuzen verfolgen die Entwicklung mit Sorge, da sich die Aufschläge auf Langstreckenverbindungen weltweit niederschlagen.

Die Swiss hingegen hält an ihrem Flugplan weitgehend fest – bislang ohne Streichungen, aber mit einem klaren Bekenntnis zur Kostenkontrolle. Der Ausblick bleibt indes getrübt. Für das zweite Quartal erwarten beide Airlines eine spürbare Ergebnisbelastung, sollten die Rohölpreise nicht nachgeben.

Zwar haben die Gesellschaften ihre Hedging-Strategien angepasst, doch die derivativen Sicherungsgeschäfte können die aktuellen Kassapreise nur zeitverzögert abfedern. Analysten in London und New York gehen davon aus, dass die gesamteuropäische Luftfahrt vor einer mehrjährigen Konsolidierungsphase steht, falls der Konflikt am Golf anhält. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz bedeutet dies: Flugreisen werden voraussichtlich teurer, das Angebot auf umstrittenen Routen knapper.

Der Kampf um die Profitabilität hat gerade erst begonnen.

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