
Kolumbien dominiert, doch der VAR annulliert Muñoz' frühen Treffer gegen Kongo
In Guadalajara bestimmt die 'Tricolor' das Spiel, ein Kopfballtor von Daniel Muñoz wird nach Videobeweis wegen Abseits aberkannt – die Partie bleibt torlos.
Der zweite Auftritt Kolumbiens bei der WM 2026 begann mit einem Paukenschlag, der postwendend verstummte. In der sechsten Minute stieg Daniel Muñoz nach einer Flanke am zweiten Pfosten hoch und köpfte den Ball ins Netz der Demokratischen Republik Kongo. Der Jubel der zahlreichen kolumbianischen Anhänger im Estadio Akron währte nur Sekunden: Schiedsrichter Maurizio Mariani aus Italien konsultierte den Videoassistenten und erkannte das Tor wegen einer Abseitsstellung des Torschützen ab. Es war der vorläufige Höhepunkt einer Anfangsphase, in der die Südamerikaner ihre spielerische Überlegenheit deutlich machten.
Bereits in der dritten Minute hatte Muñoz, der rechte Verteidiger von Crystal Palace, nach einem Solo in den Strafraum nur den linken Außenpfosten getroffen. Wenig später zwang Kapitän James Rodríguez den kongolesischen Schlussmann Lionel Mpasi mit einem Distanzschuss zu einer Parade (10.). Kolumbien, angeführt von Regisseur Rodríguez und dem quirligen Luis Díaz, kontrollierte Ball und Raum, während sich die 'Leoparden' auf kompaktes Verteidigen und gelegentliche Konter verlegten. Trainer Néstor Lorenzo vertraute derselben Startelf, die zum Auftakt Usbekistan mit 3:1 bezwungen hatte – ein Zeichen von Stabilität, aber auch eine Reaktion auf die physische Wucht des Gegners, vor der Innenverteidiger Davinson Sánchez im Vorfeld ausdrücklich gewarnt hatte.
Die Vorzeichen hatten die Dringlichkeit der Partie unterstrichen. Durch den 5:0-Kantersieg Portugals gegen Usbekistan am selben Tag war der Druck auf beide Teams gestiegen. Portugal führt die Gruppe K nun mit vier Punkten an, Kolumbien (3) und der Kongo (1) benötigen einen Sieg, um die Ausgangslage für das letzte Gruppenspiel nicht aus der Hand zu geben. Für die 'Cafeteros' wäre ein Erfolg gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Einzug in das Sechzehntelfinale – ein Ziel, das nach der verpassten WM 2022 besondere Bedeutung hat. Der Kongo, erstmals seit 1974 wieder auf der Weltbühne, hatte sich mit dem überraschenden 1:1 gegen Portugal Respekt verschafft und trat mit einer Fünferkette an, die von Premier-League-Profi Aaron Wan-Bissaka und dem erfahrenen Chancel Mbemba organisiert wird.
Trotz der kolumbianischen Feldüberlegenheit blieb die Null stehen. Die kongolesische Defensive um Mbemba und Axel Tuanzebe ließ in der ersten Viertelstunde kaum klare Abschlüsse aus dem Zentrum zu, während Stürmer Yoane Wissa, Torschütze gegen Portugal, bei Umschaltmomenten auf sich aufmerksam machte. Die Partie spiegelte damit exakt jene taktische Gemengelage wider, die beide Trainer vorhergesagt hatten: Lorenzo forderte Geduld und klare Abläufe, sein Gegenüber Sébastien Desabre hatte selbstbewusst 'Sieg oder Unentschieden' als Ziel ausgegeben und Risikobereitschaft angekündigt.
Nach fünfzehn Minuten war die Begegnung noch ohne Tore, doch die kolumbianische Dominanz und die knappe Abseitsentscheidung hatten die Richtung vorgegeben. Sollte es beim torlosen Remis bleiben, würde der Kongo mit zwei Punkten in den letzten Spieltag gehen, während Kolumbien mit vier Zählern vor dem Duell mit Portugal in Miami stünde. Ein später Treffer der 'Tricolor' hingegen würde das Ticket für die K.-o.-Runde lösen und die Gruppe K endgültig zu einer südamerikanisch-europäischen Angelegenheit machen.
Erweitere deinen Horizont
Washington entzieht brasilianischer Botschafterin das Visum
3 Sprachen · 43 Quellen
Aus Economy & MarketsÖlkonzerne melden sprudelnde Gewinne im zweiten Quartal – Trump rügt „zu viel Geld“
2 Sprachen · 21 Quellen
Aus TechnologySpaceX-Raketenstufe schlägt unkontrolliert auf dem Mond ein
5 Sprachen · 29 Quellen