
Lula beendet Strahlentherapie nach Hautkrebs und erklärt sich für geheilt
Der brasilianische Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva hat die 15. und letzte Sitzung seiner präventiven Radiotherapie absolviert und spricht von einer definitiven Heilung des Hautkrebses.
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat am Freitag in Brasília das Ende seiner Strahlentherapie nach einer Hautkrebserkrankung bekannt gegeben. Er habe die letzte von insgesamt 15 präventiven Bestrahlungssitzungen absolviert und sei nun definitiv geheilt, sagte Lula vor Anhängern. „Ich bin wohlauf und glücklich über meine endgültige Heilung von diesem Hautkrebs“, zitieren brasilianische Medien den 79-Jährigen. Die Behandlung galt der Beseitigung jedweder Restrisiken nach der Entfernung eines Basalzellkarzinoms an der Kopfhaut im April.
Die Prozeduren hatten am 25. Mai im renommierten Hospital Sírio-Libanês in der Hauptstadt begonnen. Das Basalzellkarzinom ist die häufigste, aber zugleich am wenigsten aggressive Form von Hautkrebs. Dennoch wird bei Patienten im fortgeschrittenen Alter oft eine ergänzende Strahlenbehandlung empfohlen, um lokale Rezidive zu verhindern. Lulas Ärzte hatten den chirurgischen Eingriff als erfolgreich bewertet; die Radiotherapie diente folglich allein der Prävention.
Die Mitteilung erfolgte nicht im Rahmen eines medizinischen Bulletins, sondern auf einer Regierungsveranstaltung. Lula nutzte die Zeremonie zur Freigabe von Krediten für Motorradkuriere, um seine persönliche Genesung mit der Fürsorge für die arbeitende Bevölkerung zu verknüpfen. „Ich bin glücklich über diese Dinge, über euch alle, über die Liebe, die ich für meine Frau empfinde, und möchte dies an alle Brasilianer weitergeben“, so der Staatschef laut übereinstimmenden Meldungen. Der demonstrative Optimismus dient auch als Signal politischer Stabilität.
In Brasilien und den Nachbarländern wurde die Gesundheitsnachricht aufmerksam registriert. Die spanischsprachige Presse Argentiniens und der USA griff Lulas Aussage von der „definitiven Heilung“ auf und verwies auf die stabile Verfassung des Präsidenten. Der frühere Kehlkopfkrebs, den Lula zwischen 2011 und 2016 überwand, hatte weltweit Sorgen um seine Gesundheit ausgelöst. Analysten sehen in der offenen Kommunikation über den aktuellen Hauttumor das Bemühen, Spekulationen zu zerstreuen und die Regierungsfähigkeit zu unterstreichen. Brasilien erlebt wirtschaftlich schwierige Zeiten, in denen eine klare Führung gefragt ist.
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