
Marc Márquez stürzt in Le Mans schwer: Bruch im Fuß, Sorge um Nervenschaden
Der siebenfache MotoGP-Weltmeister erlitt eine Mittelfußfraktur am rechten Fuß. Eine alte Armschraube könnte sein Problem neuromuskulärer Art sein.
Der siebenfache MotoGP-Weltmeister Marc Márquez hat sich beim Sprintrennen in Le Mans eine Fraktur des fünften Mittelfußknochens am rechten Fuß zugezogen. Der Sturz im vorletzten Umlauf, ein klassischer Highsider, katapultierte den Spanier über den Lenker seiner Ducati. Nach einer ärztlichen Untersuchung und Röntgenaufnahmen erklärte ihn das Team Ducati Lenovo für das Rennen am Sonntag sowie für den Grand Prix in Barcelona, der in einer Woche ansteht, für nicht einsatzfähig.
Márquez reiste noch in derselben Nacht nach Madrid, um sich in den kommenden Tagen operieren zu lassen. Aus Sicht der Verantwortlichen im italienischen Werksteam wiegt der Ausfall schwer, denn der Titelverteidiger hatte sich nach durchwachsenem Saisonstart auf den dritten Rang der Gesamtwertung vorgearbeitet. Die Verletzung selbst ist für einen Rennfahrer zwar nicht ungewöhnlich – doch die Begleitumstände geben Anlass zu weitreichenderer Besorgnis.
Márquez selbst äußerte nach dem Sturz, dass sein „Körper nicht richtig reagiere“ und er an einem neuromuskulären Problem leide. Spanische Medien zitieren den Piloten mit der Erklärung, dass eine bei früheren Operationen eingesetzte Schraube im rechten Arm beschädigt sei und auf den Nervus radialis drücke. Diese Komplikation gehe auf einen Zusammenstoß mit Marco Bezzecchi im vergangenen Jahr auf Lombok zurück.
In der internationalen MotoGP-Gemeinschaft wird nun diskutiert, ob der 33-Jährige überhaupt noch in der Lage ist, das Risiko eines weiteren Sturzes auf diesem Niveau einzugehen. Aus spanischer Sicht, wo die Karriere Márquez’ seit jeher mit nationalem Stolz verfolgt wird, überwiegt die Sorge um die Gesundheit des Ausnahmefahrers. Die Frage, ob und wann er in die Weltmeisterschaft zurückkehren kann, bleibt vorerst offen.
Die Operation am Fuß mag technisch beherrschbar sein, doch das zugrundeliegende Nervenproblem könnte die ohnehin von zahlreichen Verletzungen geprägte Laufbahn Márquez’ an einen Wendepunkt führen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der Spanier zu seiner alten Stärke zurückfindet oder ob das jüngste Missgeschick in Le Mans der Auftakt zu einem schleichenden Abschied war.
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