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Ausgabe von 16:00 CETDonnerstag, 6. August 2026
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Freitag, 24. Juli 2026

Masernfälle in den USA erreichen höchsten Stand seit 1991

Die Zahl der bestätigten Maserninfektionen in den Vereinigten Staaten hat im Jahr 2026 den Rekord des Vorjahres übertroffen und den höchsten Wert seit 35 Jahren erreicht.

Die Vereinigten Staaten verzeichnen in diesem Jahr die schwerste Masernwelle seit mehr als drei Jahrzehnten. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden bis zum 23. Juli 2026 landesweit 2318 bestätigte Fälle gemeldet – mehr als im gesamten Vorjahr, als 2289 Infektionen und drei Todesfälle registriert wurden, darunter zwei ungeimpfte Kinder. Der letzte vergleichbare Anstieg datiert auf das Jahr 1991, als 9643 Fälle gezählt wurden. Die Krankheit galt in den USA seit dem Jahr 2000 als eliminiert, kehrt aber angesichts sinkender Impfquoten und wachsender Impfskepsis zurück.

Der Präsident der Amerikanischen Akademie für Pädiatrie, Andrew Racine, bezeichnete die Entwicklung in einer Stellungnahme als „vermeidbare Krise, die Kinder unverhältnismäßig stark trifft“. Man dürfe dies nicht als neue Normalität akzeptieren. Der Gesundheitsminister der Trump-Regierung, Robert F. Kennedy Jr., der wiederholt Zweifel an der Sicherheit von Impfstoffen geäußert hat, wird von Experten kritisiert, weil er mit seinen Äußerungen die Verunsicherung in der Bevölkerung verstärke. Nach Angaben der CDC sind 93 Prozent der Infizierten nicht geimpft oder ihr Impfstatus ist unbekannt. Die meisten Fälle treten bei Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und 19 Jahren auf. Im vergangenen und laufenden Jahr wurden insgesamt knapp 400 Patienten mit Masern hospitalisiert.

Die Impfquote gegen Masern, Mumps und Röteln ist bei Kindergartenkindern von 95,2 Prozent im Schuljahr 2019/20 auf 92,5 Prozent im Schuljahr 2024/25 gesunken. Für eine Herdenimmunität wäre eine Quote von mindestens 95 Prozent nötig. Besonders betroffen sind Bundesstaaten wie South Carolina, Utah und Arizona, wo sich Hunderte Menschen infizierten. In South Carolina war der Ausbruch im Spartanburg County mit fast 1000 Fällen der größte landesweit seit Jahrzehnten. Die tatsächliche Verbreitung dürfte nach Einschätzung von Epidemiologen noch höher liegen, da viele Erkrankte keinen Arzt aufsuchen und offizielle Statistiken unvollständig sind.

Die USA drohen nun ihren Status als masernfreies Land zu verlieren. Ein nationales Gremium von Masern-Spezialisten wird den internen Bericht der CDC prüfen, der dann an die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) weitergeleitet wird. PAHO wird auf ihrer Jahrestagung im November über den Eliminationsstatus der USA und Mexikos entscheiden. Kanada hatte diesen Status bereits im vergangenen Jahr verloren.

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Freitag, 24. Juli 2026

Masernfälle in den USA erreichen höchsten Stand seit 1991

Die Zahl der bestätigten Maserninfektionen in den Vereinigten Staaten hat im Jahr 2026 den Rekord des Vorjahres übertroffen und den höchsten Wert seit 35 Jahren erreicht.

Die Vereinigten Staaten verzeichnen in diesem Jahr die schwerste Masernwelle seit mehr als drei Jahrzehnten. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden bis zum 23. Juli 2026 landesweit 2318 bestätigte Fälle gemeldet – mehr als im gesamten Vorjahr, als 2289 Infektionen und drei Todesfälle registriert wurden, darunter zwei ungeimpfte Kinder. Der letzte vergleichbare Anstieg datiert auf das Jahr 1991, als 9643 Fälle gezählt wurden. Die Krankheit galt in den USA seit dem Jahr 2000 als eliminiert, kehrt aber angesichts sinkender Impfquoten und wachsender Impfskepsis zurück.

Der Präsident der Amerikanischen Akademie für Pädiatrie, Andrew Racine, bezeichnete die Entwicklung in einer Stellungnahme als „vermeidbare Krise, die Kinder unverhältnismäßig stark trifft“. Man dürfe dies nicht als neue Normalität akzeptieren. Der Gesundheitsminister der Trump-Regierung, Robert F. Kennedy Jr., der wiederholt Zweifel an der Sicherheit von Impfstoffen geäußert hat, wird von Experten kritisiert, weil er mit seinen Äußerungen die Verunsicherung in der Bevölkerung verstärke. Nach Angaben der CDC sind 93 Prozent der Infizierten nicht geimpft oder ihr Impfstatus ist unbekannt. Die meisten Fälle treten bei Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und 19 Jahren auf. Im vergangenen und laufenden Jahr wurden insgesamt knapp 400 Patienten mit Masern hospitalisiert.

Die Impfquote gegen Masern, Mumps und Röteln ist bei Kindergartenkindern von 95,2 Prozent im Schuljahr 2019/20 auf 92,5 Prozent im Schuljahr 2024/25 gesunken. Für eine Herdenimmunität wäre eine Quote von mindestens 95 Prozent nötig. Besonders betroffen sind Bundesstaaten wie South Carolina, Utah und Arizona, wo sich Hunderte Menschen infizierten. In South Carolina war der Ausbruch im Spartanburg County mit fast 1000 Fällen der größte landesweit seit Jahrzehnten. Die tatsächliche Verbreitung dürfte nach Einschätzung von Epidemiologen noch höher liegen, da viele Erkrankte keinen Arzt aufsuchen und offizielle Statistiken unvollständig sind.

Die USA drohen nun ihren Status als masernfreies Land zu verlieren. Ein nationales Gremium von Masern-Spezialisten wird den internen Bericht der CDC prüfen, der dann an die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) weitergeleitet wird. PAHO wird auf ihrer Jahrestagung im November über den Eliminationsstatus der USA und Mexikos entscheiden. Kanada hatte diesen Status bereits im vergangenen Jahr verloren.

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