
Mauro Schmid krönt die längste Etappe mit erstem Schweizer Toursieg seit sechs Jahren
Der Zürcher setzt sich im Sprint gegen Harold Tejada durch, während Tom Pidcock mit Rang drei die Gesamtwertung aufmischt und Florian Lipowitz einen Platz einbüßt.
Mauro Schmid hat die 13. Etappe der Tour de France 2026 gewonnen und der Schweiz den ersten Tagessieg bei der Grande Boucle seit Marc Hirschis Triumph im Jahr 2020 beschert. Der 26-Jährige vom Team Jayco AlUla setzte sich nach 205,8 Kilometern zwischen Dole und Belfort im Sprint eines lange enteilten Duos gegen den Kolumbianer Harold Tejada durch. Schmid, der auf den letzten Metern geduldig am Hinterrad geblieben war, konterte Tejadas Antritt und schob sein Vorderrad um wenige Zentimeter nach vorn. „Ich kann es nicht glauben, es war ein sehr harter Tag“, sagte der Zürcher im Siegerinterview, während Schweizer Kommentatoren angesichts seines taktischen Abwartens kurzzeitig um den Lohn der Fluchtarbeit bangten.
Die Entscheidung fiel aus einer gewaltigen Ausreißergruppe heraus, die sich über weite Strecken der längsten Etappe dieser Rundfahrt gebildet hatte. Zeitweise befanden sich fast 60 Fahrer an der Spitze, darunter Klassementfahrer wie Tom Pidcock und Sprinter wie Jasper Philipsen. Am historischen Ballon d’Alsace, dem ersten jemals im Tour-Programm befahrenen Anstieg, forcierte Pidcock das Tempo und sprengte die Gruppe. In der Abfahrt lancierten Schmid und Tejada 16 Kilometer vor dem Ziel den entscheidenden Angriff und hielten die heranrauschenden Verfolger um Pidcock und Kévin Vauquelin auf Distanz. Pidcock, der als kämpferischster Fahrer des Tages ausgezeichnet wurde, sicherte sich mit zwei Sekunden Rückstand Platz drei.
Für die Gesamtwertung hatte die Flucht erhebliche Folgen. Pidcock, der zwischenzeitlich virtuell auf dem Podium stand, rückte mit seinem Zeitgewinn vom achten auf den vierten Rang vor und liegt nun 4:15 Minuten hinter dem weiterhin souverän führenden Tadej Pogacar. Der Slowene, dessen UAE-Team die Kontrolle im Peloton nie abgab, kam mit dem Hauptfeld mehr als sieben Minuten nach dem Sieger ins Ziel und verteidigt sein Gelbes Trikot mit 3:36 Minuten Vorsprung auf Jonas Vingegaard. Aus deutscher Perspektive schmerzte der Vorstoß des Briten: Florian Lipowitz, der im vergangenen Jahr Dritter der Tour wurde, rutschte in der Gesamtwertung um eine Position ab und liegt nun auf Rang sieben. Auch der Mexikaner Isaac del Toro büßte einen Platz ein und ist Achter.
In kolumbianischen Medien stand derweil Harold Tejada im Mittelpunkt, der seinen zweiten Platz als größten Erfolg eines nationalen Vertreters bei dieser Austragung wertete. Der 29-Jährige aus Pitalito bekreuzigte sich 250 Meter vor dem Ziel, ehe er den Sprint eröffnete, und sagte später: „Die Wahrheit ist, ich sah sie ganz nah, aber ich bin glücklich mit dem Ergebnis.“ Die Rundfahrt setzt sich am Samstag mit der 14. Etappe fort, die auf 155,3 Kilometern von Mulhouse nach Le Markstein führt und mit fast 3.800 Höhenmetern sowie mehreren Anstiegen der ersten Kategorie eine weitere Verschiebung im Klassement begünstigen könnte.
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.60 | aligned |
Colombian cycling came within centimeters of glory, but once again the podium slips away. Mexican Del Toro loses ground, while Switzerland celebrates a success that feels distant to Latin America.
The narrative adopts a national perspective, emphasizing the emotions of Latin American riders and downplaying the broader context of the Swiss victory, creating a sense of 'us versus them'.
The historical significance of the first Swiss Tour win in six years and the celebration in Switzerland are omitted, which would destabilize the narrative of Latin American disappointment.
Die Schweiz kehrt nach sechs Jahren zu einem Tour-Etappensieg zurück: Mauro Schmid schreibt ein Stück Geschichte. Unterdessen verändert sich die Gesamtwertung, Pogacar bleibt in Gelb und Lipowitz verliert an Boden.
Die Erzählung balanciert die Verherrlichung eines nationalen Triumphs mit einer technischen Analyse des Rennens, schafft ein Gefühl von Vollständigkeit und Autorität und spielt die Geschichten der lateinamerikanischen Fahrer herunter.
Die Perspektive des Kolumbianers Tejada, der dem Sieg nahe kam, und des Mexikaners Del Toro, der in der Wertung zurückfiel, wird ausgelassen, was einen Kontrast zum triumphierenden Ton einführen würde.
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