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Ausgabe von 06:00 CETMittwoch, 5. August 2026
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Gesellschaft & KulturDonnerstag, 11. Juni 2026

Richtig entspannen: Faulenzen oder aktiv sein – was in den Ferien wirklich erholt

Fachleute erklären, warum weder reines Nichtstun noch übermäßiger Aktivismus den Akku auflädt und welche Strategien im Urlaub die beste Erholung versprechen.

Die jährlichen Sommerferien sind für viele Menschen im deutschsprachigen Raum eine feste Größe, sei es die dreiwöchige Auszeit am Mittelmeer oder die kurze Wanderung in den Alpen. Aus medizinischer Sicht sind solche Unterbrechungen des Alltags unverzichtbar: Sie senken nachweislich den Stresspegel, stärken das Immunsystem und beugen Burnout vor. Doch über die ideale Gestaltung der freien Tage herrscht Uneinigkeit. Während die einen auf dem Liegestuhl am Strand die Seele baumeln lassen, suchen andere die Erholung in sportlicher Betätigung oder kulturellen Entdeckungen. Eine pauschale Antwort, welche Variante die regenerierendere sei, gibt es nicht – so der Tenor von Experten, die sich mit dem Phänomen der Erholung befassen.

Entscheidend für den Erholungswert ist nach Ansicht von Forschern weniger die Art der Tätigkeit als vielmehr der vollzogene Rollenwechsel. Ob man nun ein Buch liest oder eine Bergtour unternimmt – wichtig ist, dass die Aktivität als selbstbestimmt und frei von Leistungsdruck empfunden wird. So kann moderate Bewegung wie Wandern oder Schwimmen den Kopf ebenso freimachen wie stundenlanges Nichtstun, vorausgesetzt, es entsteht kein schlechtes Gewissen. Fachleute betonen, dass chronische Erschöpfung oft nicht durch mangelnde Ruhe, sondern durch fehlende Abgrenzung von beruflichen Verpflichtungen entsteht. Daher gilt die erste Regel der Feriengestaltung: Das Smartphone beiseitezulegen und E-Mails konsequent zu ignorieren.

In den deutschsprachigen Ländern spiegeln sich unterschiedliche Erholungskulturen wider. In der Schweiz, wo der Alpenraum vor der Haustür liegt, ist der Aktivurlaub mit Wanderstöcken und Rucksack weit verbreitet, während viele Deutsche die langen Strände an Nord- und Ostsee bevorzugen. Österreicher wiederum kombinieren in ihren Ferien häufig gesellige Einkehr mit leichter Bewegung in der Natur. Allen gemein ist jedoch die zunehmende Erkenntnis, dass ständige Erreichbarkeit und ein überfrachtetes Programm die Regeneration untergraben. Wer etwa seine Städtereise minutiös durchtaktet, riskiert, ermüdeter zurückzukehren als vor der Abreise.

Für die Zukunft erwarten Tourismusforscher eine Verschiebung hin zu bewussterem Reisen. Statt möglichst viele Destinationen in kurzer Zeit abzuhaken, gewinnen Formen der Entschleunigung an Bedeutung – ein Trend, den die Pandemie verstärkt hat. Die Ferien werden weniger als Flucht, sondern als gezielte Investition in das eigene Wohlbefinden begriffen. In diesem Sinne lautet die Empfehlung von Psychologen, sich im Urlaub weder zum Nichtstun zu zwingen noch in einen Aktionismus zu verfallen. Vielmehr gelte es, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und den Mut zu haben, die freie Zeit nach individuellen Rhythmen zu gestalten. Denn letztlich ist Erholung keine Frage des Ortes oder der Aktivität, sondern der inneren Haltung.

Divergenz — wer erzählt sie wie
0%Niedrig
3 Blöcke · Positionen von +0.10 bis +0.40
KritischWohlwollend
CINATLEUR
Abweichung zwischen Presseblöcken
Chinesische Presse+0.30aligned
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.40aligned
Kontinentaleuropäische Presse+0.10neutral
Chinesische Presse+0.30

Staatliche Medien geben wissenschaftliche Richtlinien für die Ferienruhe heraus und betonen die Notwendigkeit, aktive Übungen wie Gehen oder Lesen mit passiver Entspannung wie Schlafen oder Fernsehen auszugleichen. Die Ratschläge unterstreichen den Beitrag angemessener Ruhe zur persönlichen Gesundheit und nationalen Produktivität und stellen sie als Bürgerpflicht dar.

PragmatismusPaternalismus
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.40

In der angloamerikanischen Presse wird das Dilemma der Ferienruhe mit einer Mischung aus Selbstoptimierungstipps und sanftem Spott über jene angegangen, die nichts tun. Experten und Kolumnisten drängen dazu, die freie Zeit für 'aktive Erholung'—Wandern, Erlernen einer Fähigkeit—zu nutzen, räumen aber ein, dass das Binge-Watching von Serien seinen Platz hat. Die Erzählung befürwortet individuelle Wahl, warnt aber vor Urlaubsträgheit.

PragmatismusIronie
Kontinentaleuropäische Presse+0.10

Kontinentaleuropäische Medien untersuchen die Ferienruhe aus der Perspektive der öffentlichen Gesundheit und Lebensstilforschung und zitieren Studien, die die Vorteile von aktiver und passiver Freizeit vergleichen. Sie plädieren für einen ausgewogenen Ansatz und warnen davor, dass beide Extreme—völlige Inaktivität und übermäßige Planung—das Wohlbefinden beeinträchtigen können. Die Debatte wird als gesellschaftliches Thema und nicht nur als persönliches dargestellt, mit Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme.

DistanzPragmatismus
Aktuell
US-Handelsdefizit sinkt im Juni, doch asiatische Importe steigen wegen Zollunsicherheit sprunghaft·Vårdgarantin treibt Kosten: Patientenreisen als Symptom struktureller Defizite·NRL-Klub Manly gibt verstorbenem Spieler Keith Titmuss Mitschuld an Trainingsunfall·Transfergerüchte um Jay Idzes: PSG soll an indonesischem Nationalspieler interessiert sein – Sassuolo dementiert·Ealas historischer Triumph in Washington löst Tennisboom auf den Philippinen aus·Trump droht Iran mit massivem Schlag falls Straße von Hormuz nicht bald geöffnet wird·Prinz Ali bezichtigt FIFA-Präsident Infantino der Erpressung·Japans Dienstleistungssektor verliert an Dynamik – Reallöhne steigen dennoch·US-Handelsdefizit sinkt im Juni, doch asiatische Importe steigen wegen Zollunsicherheit sprunghaft·Vårdgarantin treibt Kosten: Patientenreisen als Symptom struktureller Defizite·NRL-Klub Manly gibt verstorbenem Spieler Keith Titmuss Mitschuld an Trainingsunfall·Transfergerüchte um Jay Idzes: PSG soll an indonesischem Nationalspieler interessiert sein – Sassuolo dementiert·Ealas historischer Triumph in Washington löst Tennisboom auf den Philippinen aus·Trump droht Iran mit massivem Schlag falls Straße von Hormuz nicht bald geöffnet wird·Prinz Ali bezichtigt FIFA-Präsident Infantino der Erpressung·Japans Dienstleistungssektor verliert an Dynamik – Reallöhne steigen dennoch·
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Richtig entspannen: Faulenzen oder aktiv sein – was in den Ferien wirklich erholt

Fachleute erklären, warum weder reines Nichtstun noch übermäßiger Aktivismus den Akku auflädt und welche Strategien im Urlaub die beste Erholung versprechen.

Die jährlichen Sommerferien sind für viele Menschen im deutschsprachigen Raum eine feste Größe, sei es die dreiwöchige Auszeit am Mittelmeer oder die kurze Wanderung in den Alpen. Aus medizinischer Sicht sind solche Unterbrechungen des Alltags unverzichtbar: Sie senken nachweislich den Stresspegel, stärken das Immunsystem und beugen Burnout vor. Doch über die ideale Gestaltung der freien Tage herrscht Uneinigkeit. Während die einen auf dem Liegestuhl am Strand die Seele baumeln lassen, suchen andere die Erholung in sportlicher Betätigung oder kulturellen Entdeckungen. Eine pauschale Antwort, welche Variante die regenerierendere sei, gibt es nicht – so der Tenor von Experten, die sich mit dem Phänomen der Erholung befassen.

Entscheidend für den Erholungswert ist nach Ansicht von Forschern weniger die Art der Tätigkeit als vielmehr der vollzogene Rollenwechsel. Ob man nun ein Buch liest oder eine Bergtour unternimmt – wichtig ist, dass die Aktivität als selbstbestimmt und frei von Leistungsdruck empfunden wird. So kann moderate Bewegung wie Wandern oder Schwimmen den Kopf ebenso freimachen wie stundenlanges Nichtstun, vorausgesetzt, es entsteht kein schlechtes Gewissen. Fachleute betonen, dass chronische Erschöpfung oft nicht durch mangelnde Ruhe, sondern durch fehlende Abgrenzung von beruflichen Verpflichtungen entsteht. Daher gilt die erste Regel der Feriengestaltung: Das Smartphone beiseitezulegen und E-Mails konsequent zu ignorieren.

In den deutschsprachigen Ländern spiegeln sich unterschiedliche Erholungskulturen wider. In der Schweiz, wo der Alpenraum vor der Haustür liegt, ist der Aktivurlaub mit Wanderstöcken und Rucksack weit verbreitet, während viele Deutsche die langen Strände an Nord- und Ostsee bevorzugen. Österreicher wiederum kombinieren in ihren Ferien häufig gesellige Einkehr mit leichter Bewegung in der Natur. Allen gemein ist jedoch die zunehmende Erkenntnis, dass ständige Erreichbarkeit und ein überfrachtetes Programm die Regeneration untergraben. Wer etwa seine Städtereise minutiös durchtaktet, riskiert, ermüdeter zurückzukehren als vor der Abreise.

Für die Zukunft erwarten Tourismusforscher eine Verschiebung hin zu bewussterem Reisen. Statt möglichst viele Destinationen in kurzer Zeit abzuhaken, gewinnen Formen der Entschleunigung an Bedeutung – ein Trend, den die Pandemie verstärkt hat. Die Ferien werden weniger als Flucht, sondern als gezielte Investition in das eigene Wohlbefinden begriffen. In diesem Sinne lautet die Empfehlung von Psychologen, sich im Urlaub weder zum Nichtstun zu zwingen noch in einen Aktionismus zu verfallen. Vielmehr gelte es, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und den Mut zu haben, die freie Zeit nach individuellen Rhythmen zu gestalten. Denn letztlich ist Erholung keine Frage des Ortes oder der Aktivität, sondern der inneren Haltung.

Divergenz — wer erzählt sie wie
0%Niedrig
3 Blöcke · Positionen von +0.10 bis +0.40
KritischWohlwollend
CINATLEUR
Abweichung zwischen Presseblöcken
Chinesische Presse+0.30aligned
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.40aligned
Kontinentaleuropäische Presse+0.10neutral
Chinesische Presse+0.30

Staatliche Medien geben wissenschaftliche Richtlinien für die Ferienruhe heraus und betonen die Notwendigkeit, aktive Übungen wie Gehen oder Lesen mit passiver Entspannung wie Schlafen oder Fernsehen auszugleichen. Die Ratschläge unterstreichen den Beitrag angemessener Ruhe zur persönlichen Gesundheit und nationalen Produktivität und stellen sie als Bürgerpflicht dar.

PragmatismusPaternalismus
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.40

In der angloamerikanischen Presse wird das Dilemma der Ferienruhe mit einer Mischung aus Selbstoptimierungstipps und sanftem Spott über jene angegangen, die nichts tun. Experten und Kolumnisten drängen dazu, die freie Zeit für 'aktive Erholung'—Wandern, Erlernen einer Fähigkeit—zu nutzen, räumen aber ein, dass das Binge-Watching von Serien seinen Platz hat. Die Erzählung befürwortet individuelle Wahl, warnt aber vor Urlaubsträgheit.

PragmatismusIronie
Kontinentaleuropäische Presse+0.10

Kontinentaleuropäische Medien untersuchen die Ferienruhe aus der Perspektive der öffentlichen Gesundheit und Lebensstilforschung und zitieren Studien, die die Vorteile von aktiver und passiver Freizeit vergleichen. Sie plädieren für einen ausgewogenen Ansatz und warnen davor, dass beide Extreme—völlige Inaktivität und übermäßige Planung—das Wohlbefinden beeinträchtigen können. Die Debatte wird als gesellschaftliches Thema und nicht nur als persönliches dargestellt, mit Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme.

DistanzPragmatismus

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