
US-Ölblockade treibt Kuba in die Krise: Bevölkerung leidet, Kriegsangst bleibt fern
Die US-Ölblockade verschärft Kubas Wirtschafts- und Energiekrise mit tagelangen Stromausfällen. Die Bevölkerung wünscht sich Wandel, lehnt aber militärische Konflikte ab.
Die US-Ölblockade gegen Kuba, seit Januar in Kraft, hat die ohnehin angeschlagene Wirtschaft der Insel an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Stromausfälle von bis zu 20 Stunden täglich und leere Supermärkte prägen den Alltag. Die 56-jährige Arminda de la Cruz aus der Altstadt Havannas zeigt einen fast leeren Kühlschrank, der nur noch Wasserflaschen für die siebenköpfige Familie enthält. „Wir versuchen, nicht daran zu denken [an den Krieg], weil wir so viele Probleme haben“, zitiert sie die Nachrichtenagentur AFP.
Aus Washingtoner Sicht dient die Blockade dem Ziel, die kommunistische Führung Kubas zu unterminieren. Tatsächlich sind die Auswirkungen verheerend: Die Dieselgeneratoren, die die alternden Kraftwerke stützen, sind ohne Treibstoff; der einzige russische Tanker seit Januar erreichte die Insel im Februar. Auch historische Verbündete wie Nicaragua zeigen sich zurückhaltend. Auf den Straßen Havannas begegnet man der Kriegsrhetorik jedoch mit Skepsis. „Die Amerikaner sind nicht verrückt“, heißt es vielerorts – eine Kriegsgefahr scheint für die meisten Kubaner abstrakt.
Der Alltag wird zum Überlebenskampf. Die galoppierende Inflation treibt die Preise für Grundnahrungsmittel in die Höhe; Berge von Müll türmen sich in den Straßen, da die Müllabfuhr ausbleibt. Fluchtmöglichkeiten schwinden: Fluggesellschaften streichen Routen wegen Treibstoffmangels, die Preise für Tickets regionaler Anbieter steigen, und die Bürokratie läuft im Schichtbetrieb, um Energie zu sparen. Selbst wer ausreisen will, sieht sich wachsenden Hindernissen gegenüber.
Während die Trump-Administration auf maximale Isolierung setzt, fragen sich Beobachter in lateinamerikanischen Hauptstädten, wie lange die Kubaner noch Durchhalteparolen folgen. Der Wunsch nach Wandel ist allgegenwärtig, doch er richtet sich nicht gegen eine ausländische Bedrohung, sondern gegen die eigene Misere. Ob die Blockade den gewünschten Regimewechsel bringt oder lediglich das Leid der Bevölkerung vertieft, bleibt offen.
| Lateinamerikanische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.50 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.60 | critical |
Die Kubaner leiden unter Treibstoff- und Lebensmittelknappheit aufgrund der US-Ölblockade. Die Wirtschaftskrise ist schwerwiegend, mit Stromausfällen und Auswanderung, aber die Bevölkerung lehnt die Idee eines militärischen Konflikts ab. Lateinamerikanische Medien betonen Resilienz und die Angst vor einem fernen Krieg.
Die Kubaner wünschen sich politischen Wandel, lehnen aber ausländische Militärintervention entschieden ab. Die US-Ölblockade hat die Wirtschaftskrise verschärft, doch die Bevölkerung sieht den Krieg als schlimmeren Ausgang. Afrikanische Medien stellen die Geschichte als Appell für innere Reformen ohne äußere Gewalt dar.
Die US-Ölblockade hat zu schweren Treibstoffengpässen geführt, die tägliche Stromausfälle und Wasserabschaltungen in ganz Kuba verursachen. Die Bewohner protestieren sowohl gegen das US-Embargo als auch gegen das Versagen der Regierung. Atlantische Medien bieten eine visuelle Erzählung einer notleidenden Bevölkerung mit Bildern von leeren Straßen und langen Schlangen.
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