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Ausgabe von 10:00 CETDonnerstag, 6. August 2026
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Mittwoch, 6. Mai 2026

US-Visumsperre und scharfe Kontrollen: Neue Hürden für Einwanderer und Reisende

Die US-Einwanderungsbehörde stoppt die Bearbeitung von Green Cards und Schutzstatus. Zusätzlich erschweren neue Interviewfragen und strenge Passkontrollen die Einreise.

Die US-Einwanderungsbehörde USCIS hat mit einer umfassenden Verfahrenspause für zahlreiche Anträge begonnen – darunter Green Cards, Arbeitserlaubnisse, DACA und den Temporären Schutzstatus (TPS). Nach internen Dokumenten, die unter anderem CBS News vorliegen, werden seit Anfang Mai 2026 Entscheidungen über laufende Verfahren ausgesetzt, während die Behörde ein neues Sicherheits- und Überprüfungskonzept ausarbeitet. Aus Washingtoner Sicht handelt es sich um eine präventive Maßnahme gegen Missbrauch und Betrug, wie USCIS-Direktor Joseph Edlow betonte. Doch die Konsequenzen sind weitreichend: Tausende Antragsteller sitzen in der Schwebe, viele von ihnen haben bereits Einreise- oder Arbeitsplatzangebote vorzuweisen. Der Sprecher der Behörde, Zach Kahler, räumte ein, dass auch bereits zugeteilte Genehmigungen einer Revision unterzogen werden.

Parallel dazu führt das US-Außenministerium in den konsularischen Interviews zwei neue Schlüsselfragen ein, die künftig entscheidend für die Gewährung oder Verweigerung eines Visums sein sollen. Die genauen Formulierungen sind nicht öffentlich, doch nach Berichten spanischer Medien zielen sie darauf ab, die Aufenthaltsabsicht und die finanziellen Verhältnisse der Antragsteller genauer zu prüfen. Beobachter in lateinamerikanischen Hauptstädten sehen darin eine weitere Hürde für Bürger aus Ländern, die bereits unter hohen Ablehnungsquoten leiden. Besonders in Mexiko, Brasilien und Kolumbien, wo viele Menschen auf ein US-Visum angewiesen sind, wächst die Verunsicherung.

Eine dritte Verschärfung betrifft die physische Beschaffenheit des Reisepasses selbst. Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) hat angekündigt, dass Pässe mit sichtbaren Schäden – etwa eingerissene Seiten, abgelöste Folien oder verwaschene Daten – an den Grenzkontrollen zurückgewiesen werden können. Das Verbot gilt selbst dann, wenn das Dokument noch gültig ist. Aus europäischer Perspektive, insbesondere aus Berlin und Wien, wo die deutschen und österreichischen Außenämter ohnehin mit langen Wartezeiten kämpfen, bedeutet dies eine weitere bürokratische Belastung für Geschäftsreisende und Touristen. Schweizer Reisende, die oft über US-Visa ohne vorherige Konsultation reisen, sind ebenfalls betroffen.

Die gebündelten Maßnahmen der Trump-Administration sind offenkundig darauf ausgelegt, die Einwanderung und temporäre Mobilität in die Vereinigten Staaten drastisch zu reduzieren. Juristische Anfechtungen zeichnen sich ab: Bürgerrechtsorganisationen bereiten Klagen gegen die Verfahrenspause vor, die nach ihrer Auffassung willkürlich und ohne gesetzliche Grundlage verhängt wurde. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die neuen Sicherheitsstandards vor Gerichten Bestand haben oder ob sie als politisches Druckmittel vor den Zwischenwahlen dienen. Für Antragsteller in Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt vorerst nur die Empfehlung, Anträge möglichst früh zu stellen und ihre Pässe in einwandfreiem Zustand zu halten – denn die Unsicherheit dürfte noch länger andauern.

Aktuell
Trump spricht von verhinderter Großoffensive gegen Iran – Teheran dementiert direkte Gespräche·Polizei durchsucht südkoreanischen Fußballverband nach WM-Debakel·Vier Tote bei Überschlag eines Pkw in der Provinz Isfahan·Rückgang des Luftverkehrs zwischen Moskau und St. Petersburg um 18 Prozent·Ryan Murphys Serie „The Shards“: Glamour, Gewalt und ein Serienmörder im Los Angeles der 80er·Meta steigt mit Beta-Version von Muse Code in den KI-Programmiermarkt ein·FDA genehmigt Modernas ersten mRNA-Grippeimpfstoff für Erwachsene ab 50 Jahren·Bencic mit Mühelosigkeit, Eala mit Revanche – Zweite Runde in Toronto·Trump spricht von verhinderter Großoffensive gegen Iran – Teheran dementiert direkte Gespräche·Polizei durchsucht südkoreanischen Fußballverband nach WM-Debakel·Vier Tote bei Überschlag eines Pkw in der Provinz Isfahan·Rückgang des Luftverkehrs zwischen Moskau und St. Petersburg um 18 Prozent·Ryan Murphys Serie „The Shards“: Glamour, Gewalt und ein Serienmörder im Los Angeles der 80er·Meta steigt mit Beta-Version von Muse Code in den KI-Programmiermarkt ein·FDA genehmigt Modernas ersten mRNA-Grippeimpfstoff für Erwachsene ab 50 Jahren·Bencic mit Mühelosigkeit, Eala mit Revanche – Zweite Runde in Toronto·
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US-Visumsperre und scharfe Kontrollen: Neue Hürden für Einwanderer und Reisende

Die US-Einwanderungsbehörde stoppt die Bearbeitung von Green Cards und Schutzstatus. Zusätzlich erschweren neue Interviewfragen und strenge Passkontrollen die Einreise.

Die US-Einwanderungsbehörde USCIS hat mit einer umfassenden Verfahrenspause für zahlreiche Anträge begonnen – darunter Green Cards, Arbeitserlaubnisse, DACA und den Temporären Schutzstatus (TPS). Nach internen Dokumenten, die unter anderem CBS News vorliegen, werden seit Anfang Mai 2026 Entscheidungen über laufende Verfahren ausgesetzt, während die Behörde ein neues Sicherheits- und Überprüfungskonzept ausarbeitet. Aus Washingtoner Sicht handelt es sich um eine präventive Maßnahme gegen Missbrauch und Betrug, wie USCIS-Direktor Joseph Edlow betonte. Doch die Konsequenzen sind weitreichend: Tausende Antragsteller sitzen in der Schwebe, viele von ihnen haben bereits Einreise- oder Arbeitsplatzangebote vorzuweisen. Der Sprecher der Behörde, Zach Kahler, räumte ein, dass auch bereits zugeteilte Genehmigungen einer Revision unterzogen werden.

Parallel dazu führt das US-Außenministerium in den konsularischen Interviews zwei neue Schlüsselfragen ein, die künftig entscheidend für die Gewährung oder Verweigerung eines Visums sein sollen. Die genauen Formulierungen sind nicht öffentlich, doch nach Berichten spanischer Medien zielen sie darauf ab, die Aufenthaltsabsicht und die finanziellen Verhältnisse der Antragsteller genauer zu prüfen. Beobachter in lateinamerikanischen Hauptstädten sehen darin eine weitere Hürde für Bürger aus Ländern, die bereits unter hohen Ablehnungsquoten leiden. Besonders in Mexiko, Brasilien und Kolumbien, wo viele Menschen auf ein US-Visum angewiesen sind, wächst die Verunsicherung.

Eine dritte Verschärfung betrifft die physische Beschaffenheit des Reisepasses selbst. Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) hat angekündigt, dass Pässe mit sichtbaren Schäden – etwa eingerissene Seiten, abgelöste Folien oder verwaschene Daten – an den Grenzkontrollen zurückgewiesen werden können. Das Verbot gilt selbst dann, wenn das Dokument noch gültig ist. Aus europäischer Perspektive, insbesondere aus Berlin und Wien, wo die deutschen und österreichischen Außenämter ohnehin mit langen Wartezeiten kämpfen, bedeutet dies eine weitere bürokratische Belastung für Geschäftsreisende und Touristen. Schweizer Reisende, die oft über US-Visa ohne vorherige Konsultation reisen, sind ebenfalls betroffen.

Die gebündelten Maßnahmen der Trump-Administration sind offenkundig darauf ausgelegt, die Einwanderung und temporäre Mobilität in die Vereinigten Staaten drastisch zu reduzieren. Juristische Anfechtungen zeichnen sich ab: Bürgerrechtsorganisationen bereiten Klagen gegen die Verfahrenspause vor, die nach ihrer Auffassung willkürlich und ohne gesetzliche Grundlage verhängt wurde. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die neuen Sicherheitsstandards vor Gerichten Bestand haben oder ob sie als politisches Druckmittel vor den Zwischenwahlen dienen. Für Antragsteller in Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt vorerst nur die Empfehlung, Anträge möglichst früh zu stellen und ihre Pässe in einwandfreiem Zustand zu halten – denn die Unsicherheit dürfte noch länger andauern.

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