
USA kündigen neue Initiative für Friedensgespräche zwischen Russland und Ukraine an
Außenminister Rubio spricht von „roten Linien“ beider Seiten; Sondergesandte sollen im August nach Kiew reisen.
In einem Interview mit Fox News kündigte US-Außenminister Marco Rubio an, Washington werde „in den nächsten Wochen“ Anstrengungen unternehmen, um auszuloten, ob direkte Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine wieder aufgenommen werden können. Beide Seiten hätten „ziemlich klare rote Linien“, so Rubio; die USA wollten versuchen, diese einander anzunähern. Präsident Donald Trump habe sein Team angewiesen: „Wenn ihr eine Möglichkeit seht, eine Kraft zu sein, die den Friedensgesprächen Schwung verleiht, dann lasst es uns tun.“
Aus Kiew verlautete wiederholt die Bereitschaft zu sofortigen Verhandlungen und einer Waffenruhe. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Anfang Juni in einem offenen Brief an Wladimir Putin persönliche Gespräche in einem Drittstaat vorgeschlagen; Putin wies dies als „unverschämt“ zurück. Moskau wiederum besteht nach eigenen Angaben auf einem Abzug ukrainischer Truppen aus der Region Donezk sowie auf Garantien zum Verzicht auf einen Nato-Beitritt. Als Grundlage für Gespräche nennt der Kreml die Istanbuler Vereinbarungen von 2022, die in Anchorage erörterten Modalitäten und die „Realitäten vor Ort“.
Die letzte trilaterale Gesprächsrunde unter US-Vermittlung hatte am 17. und 18. Februar 2026 in Genf stattgefunden. Ein für den 5. März in Abu Dhabi geplantes Folgetreffen wurde verschoben, nachdem die USA und Israel militärische Operationen gegen Iran begonnen hatten und die Chefunterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff mit den Teheraner Gesprächen befasst waren. Unterdessen halten die täglichen wechselseitigen Angriffe an; in der Nacht zum 1. August starben bei einem ballistischen Raketenangriff auf Kiew neun Menschen. Auch Häfen und Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer werden von beiden Seiten beschossen.
Rubio machte keine konkreten Zusagen über den Erfolg der Initiative. Als nächster Schritt ist für August der erste Besuch der US-Sondergesandten Witkoff und Kushner in Kiew vorgesehen. Präsident Trump hatte am 31. Juli erklärt, sowohl Putin als auch Selenskyj wollten eine Einigung, müssten aber beide Zugeständnisse machen. Ob die angekündigte diplomatische Offensive die festgefahrenen Positionen lockern kann, bleibt offen.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
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| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
Die Vereinigten Staaten handeln, um den Dialog wieder aufzunehmen, aber Moskaus Bedingungen fehlen.
Neutrale Berichterstattung, die den Kontext der russischen Forderungen auslässt und die US-Initiative als einzigen Weg erscheinen lässt.
Putins Bedingungen für die Verhandlungen (vom 24. Juni) werden nicht erwähnt, was einen Gegenpunkt zur Erzählung liefern würde.
Russland ist zu Verhandlungen bereit, aber nur, wenn seine Bedingungen erfüllt werden; die amerikanische Initiative ist willkommen, muss aber die roten Linien anerkennen.
Der Mechanismus ist das Beharren auf russischen Vorbedingungen, wobei die US-Initiative als den Forderungen Moskaus untergeordnet dargestellt wird.
Die letzte Gesprächsrunde in Genf im Februar 2026 wird nicht erwähnt, die zeigen würde, dass die Gespräche bereits im Gange sind und nicht bei Null beginnen.
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