
Von der Driving Lounge zur Familienkutsche: Neue Fahrzeuge und Ausrüstung für unterwegs
Lexus bringt 2027 einen sechssitzigen Elektro-SUV nach Europa, Renault startet in Mexiko den Kompakt-SUV Boreal – und Ford rüstet den Tourneo Custom zur Camper-Basis auf.
Die Automobilindustrie erweitert ihr Angebot in mehreren Segmenten gleichzeitig, und die Grenzen zwischen Mobilität, Wohnen und Freizeit verschwimmen zusehends. Aus Tokio wird gemeldet, dass Lexus den neuen TZ, einen rein elektrischen SUV mit sechs Sitzplätzen, im Jahr 2027 auf dem europäischen Markt einführen will. Mit einer Länge von 5,10 Metern und einem Radstand von über drei Metern platziert sich das Modell in der Oberklasse der Elektro-SUV.
Die Japaner nennen das Konzept eine „Driving Lounge“ – ein fahrendes Wohnzimmer, das auf Geräuscharmut und Innenraumqualität setzt, statt auf sportliche Dynamik. Der Schritt ist bemerkenswert, denn er adressiert eine wachsende Nachfrage nach großzügigen, komfortorientierten Elektrofahrzeugen, die in Europa bislang vor allem von deutschen Herstellern bedient wird. In Mexiko verfolgt Renault eine andere Strategie: Dort wird der neue Boreal eingeführt, ein Kompakt-SUV der C-Klasse mit 4,56 Metern Länge und 2,70 Metern Radstand.
Das in Brasilien gefertigte Modell soll mit französischem Design und zeitgemäßer Technologie im stark umkämpften mexikanischen Markt bestehen – ein Beispiel dafür, wie Hersteller regionale Produktionsnetze nutzen, um auf lokale Bedürfnisse zu reagieren. Für den deutschsprachigen Raum interessanter ist der Ford Tourneo Custom, der in Spanien ab rund 31.780 Euro erhältlich ist. Der Van bietet Platz für bis zu acht Passagiere und lässt sich dank seines variablen Innenraums leicht in ein Campingfahrzeug verwandeln.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo Reisefreiheit und Selbstversorgung auf der Straße hoch im Kurs stehen, könnte das Modell eine Alternative zu teuren Wohnmobilen darstellen. Die Entwicklungen in der Fahrzeugwelt werden begleitet von einem breiten Angebot an Outdoor- und Reiseausstattung, das die Industrie gezielt ergänzt. Aus italienischer Perspektive berichten Medien über zehn Trekkingrucksäcke, die auf Leichtigkeit und Anpassungsfähigkeit ausgelegt sind, über Leselampen, die sich für Kartennavigation im Dunkeln eignen, und über Boomboxen, die mit modernen Bluetooth-Funktionen Nostalgie und Gegenwart verbinden.
Diese Accessoires sind mehr als bloße Begleiter: Sie spiegeln den Wunsch nach einer ganzheitlichen Reiseerfahrung, bei der Technik und Komfort ineinandergreifen. Die Bündelung dieser Trends weist nach vorn: Während die Fahrzeughersteller immer spezifischere Nischen besetzen – vom luxuriösen Elektro-Salon über den robusten Van bis zum regionalen SUV –, entsteht ein Ökosystem aus Produkten, das den Alltag unterwegs ebenso prägt wie die Fahrt selbst. Für europäische Verbraucher bedeutet dies eine nie dagewesene Auswahl, aber auch die Herausforderung, aus den vielen Optionen die passende Kombination zu finden.
Der Lexus TZ und der Renault Boreal stehen dabei für zwei Pole eines Spektrums, das künftig noch breiter werden dürfte.
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